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auf einen Blick
Evangelische Pop-Akademie mit Festakt eröffnet

»Es geht nicht gegeneinander, sondern nur miteinander.«

Wenn Präses Annette Kurschus 65.000 Euro verspricht, Dieter Falk betont, dass heute für ihn ein Traum in Erfüllung gehe, Professor Hartmut Naumann an der Semi-Akustik-Gitarre groovt und Martin Barthelworth dazu auf der Bühne tanzt, dann fallen nicht Weihnachten und Ostern auf einen Tag. Dann wird gerade die Evangelische Pop-Akademie in Witten eröffnet.

Gleich zu Beginn geben die neun Studierenden zusammen mit Hartmut Naumann (Gitarre), Dieter Falk (Orgel) und Micha Keding (Piano) ein Ständchen vor den 160 geladenen Gästen. »Das klingt schon super«, bilanziert Moderatorin Anja Würzberg (NDR) und fügt keck hinzu: »Es ist aber auch noch Luft nach oben.« Schließlich müsse die Evangelische Popakademie in den kommenden Jahren auch noch was zu tun haben.

»Die Evangelische Pop-Akademie bündelt in bisher einmaliger Art und Weise Ausbildung und Weiterbildung in ›kirchlicher Popularmusik‹«. Das unterstreicht Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen in ihrem Grußwort. Denn: »Es kommt auf die Qualität an - gleich in welchem Stil. Wir freuen uns über diese Qualitätsoffensive.« Und mit Blick auf das Nebeneinander von klassischer Kirchenmusik und kirchlicher Popularmusik sagte sie: »Es geht nicht gegeneinander, sondern nur miteinander.«

»Heute ist ein riesig großer Tag für uns alle«, sagt Dieter Falk, dem die Freude ins Gesicht geschrieben steht, vorab vor Journalisten. Und Landeskirchenrat Vicco von Bülow ergänzt: »Vor fünf Jahren hätten wir nicht gedacht, dass das möglich ist.« »Es handelt sich um eine Aufwertung der Popmusik«, betont Hartmut Naumann. Es gebe nur wenige Kritiker. »Die werden wir überzeugen.«

Kirche sei heute als spiritueller Anker und emotionaler Hafen gefragter denn je, sagte Christina Kampmann, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW. Wichtig sei, dass Kirche die Menschen erreiche. Kampmann: »Toll, dass Sie mutig neue Wege gehen zu den Menschen hin. Wir brauchen starke Kirchen und den Zusammenhalt, den Kirchen derzeit stiften.«

Das Programm wurde musikalisch von Jocelyn B. Smith und vom Kabarettisten Frank Kampmann zum Thema »Depri-Pop« mitgestaltet.

Die Evangelische Pop-Akademie wurde 2015 als gemeinnützige gGmbH in gemeinsamer Trägerschaft der Stiftung Creative Kirche , der Evangelischen Kirche von Westfalen und des Evangelischen Kirchenkreises Hattingen-Witten gegründet.

Die Aufgaben umfassen die landesweite Förderung und Stärkung der kirchlichen Popularmusik. Das Repertoire reicht von Jazz über Rock und Pop bis zum Gospel. Die Pop-Akademie wird Hochschulabschlüsse für ihre Bachelor- und (später folgend) Masterstudiengänge verleihen. Ergänzend wird es ein umfangreiches Weiterbildungsangebot für unterschiedliche Zielgruppen geben. (Pressemitteilung 32/2017)

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