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Westfälische Landeskirche: Einsatz für den Klimaschutz

Energisch Energie sparen

Weiterhin mit Nachdruck setzt sich die Evangelische Kirche von Westfalen für den Klimaschutz ein. Die Synode fordert ein Klimaschutz-Sofortprogramm 2018-2020, damit bis 2020 das vereinbarte Klimaziel einer Treibhausgasreduktion von 40 Prozent in Deutschland noch erreicht werden kann.

In diesem Sofortprogramm sollte das sozialverträgliche Auslaufen aller Kohlekraftwerke, die bereits eine Laufzeit von über 30 Jahren haben, enthalten sein, flankiert durch Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgungsicherheit.

Das »Kirchenparlament« hat sich am Donnerstag (23.11.) außerdem für einen nachhaltigen Umbau des Verkehrssektors positioniert. Das bedeutet eine Mobilitätswende mit Maßnahmen konsequenter Verkehrsvermeidung und Verkehrsverlagerung sowie eine Energiewende, durch die Umstellung der Verkehrsträger auf klimaneutrale Antriebe. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien soll beschleunigt und besonders in Gebäuden sollen alle Potenziale genutzt werden, um Energie einzusparen.

Es gebe bisher keinen überzeugenden Plan, wie die weitgehende Treibhausgasneutralität in allen Sektoren bis zum Jahre 2050 verwirklicht werden kann. Die Bundesrepublik, früher ein Motor des weltweiten Klimaschutzes, habe im Abseits des jüngsten Klimagipfels gestanden, als ein Bündnis aus anderen Staaten den zeitnahen Ausstieg aus der Kohleverstromung erklärte. »Deutschland droht nicht nur seine Glaubwürdigkeit in der internationalen Klima- und Energiepolitik, sondern auch seine Zukunftsfähigkeit zu verspielen«, heißt es in der Begründung des Beschlusses.

Auch das eigene kirchliche Verhalten nimmt die Landessynode nicht aus: Bereits 2008 hatte sie eine Verminderung der eigenen CO2-Emissionen um 40 Prozent bis 2020 auf der Basis von 1990 beschlossen. Nach Hochrechnungen aus dem Jahr 2016 sind bisher 35 Prozent erreicht. Diese Klimaschutzstrategie soll bis 2030 weiterentwickelt werden. Gemeinden, Kirchenkreise und kirchliche Einrichtungen sind aufgerufen, den Klimaschutz in ihren Bereichen weiterhin voranzutreiben – in Gebäudemanagement, Mobilität und ressourcenschonender Beschaffung. Die Landeskirche wird die Beratungs- und Bildungsarbeit zum Klimaschutz dauerhaft gewährleisten.

»Unser Engagement wird beflügelt von der Hoffnung, dass eine andere Welt möglich ist, in der Armut, Hunger und Umweltzerstörung besiegt sind und die Menschenwürde unantastbar ist«, heißt es in dem Beschluss: »Gott hat uns einen neuen Himmel und eine neue Erde verheißen, auf der Gerechtigkeit und Frieden herrschen werden. Er gibt uns Mut, das in unserer Macht Stehende schon heute zu tun, mag vieles davon uns noch so klein und unbedeutend erscheinen.« (Synode aktuell 12/2017)

 

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