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Noch ein energieeffizientes Gebäude in Haus Villigst / Sanierung startet im März 2015

Energieeffizienz und Klimaschutz

SCHWERTE/WESTFALEN -Im März 2015 beginnen die Arbeiten für eine weitere klimafreundliche Gebäudesanierung in Haus Villigst, der zentralen Tagungsstätte der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW).

Ganz bewusst setzt die Landeskirche dabei nicht auf Abriss und Neubau – sondern auf eine besonders energieeffiziente Sanierung des alten Verwaltungsgebäudes. So werden zukunftsorientiert wertvolle Ressourcen weiter genutzt. Mit positivem Nebeneffekt: Der Deponieberg wächst nicht weiter an.

Die Sanierung des Verwaltungsgebäudes aus dem Jahr 1971, ursprünglich als Gästehaus errichtet, wurde notwendig, da es nur bedingt den Anforderungen einer neuzeitlichen Büronutzung entsprach. Zudem können mit der Komplettsanierung Energieeinsparungen erreicht werden, die denen eines Neubaus gleichen.

»Gottes Auftrag‚ die Erde zu bebauen und bewahren (1. Mose 2,15), schließt ein, dafür Sorge zu tragen, dass auch unsere Kinder und Kindeskinder sowie die Menschen anderer Erdteile sicher und gut auf dieser Erde leben können«: So beschreibt Präses Annette Kurschus die Aufgabe der Landeskirche, auch bei der Gebäudebewirtschaftung die Bewahrung der Schöpfung zu berücksichtigen.

Klaus Breyer, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft (IKG), ergänzt: »Auch an dieser ambitionierten Sanierungsmaßnahme wird deutlich, dass die Evangelische Kirche von Westfalen Klimaschutz in ihrem eigenen Bereich sehr ernst nimmt. Das vom Bundesumweltministerium geförderte Modellprojekt ist ein weiterer schöner Erfolg unserer Klimaschutzagentur und der Kampagne ›Klimaschutz EKvW 2020‹.« Denn die EKvW hat sich zum Ziel gesetzt, ihre CO2-Emissionen in ihrem Wirkungsbereich bezogen auf 1990 bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren.

Mit dem aktuellen Umbau sinkt die CO²-Belastung durch die klimaschädlichen Treibhausgase für dieses Gebäude sogar um 80 Prozent. »Bei dieser Modernisierung weisen wir mit unserer Planung nach, dass statt finanziell aufwändigem Neubau auch ein Altbau energetisch hocheffizient und gestalterisch attraktiv hergerichtet werden kann«, erläutert Landeskirchenbaudirektor Reinhard Miermeister im Baureferat der EKvW. Seine Motivation: umweltgerechtes Bauen und architektonischen Anspruch gleichermaßen umzusetzen.

Für den deutlich reduzierten Energieverbrauch sind vor allem eine konsequent geplante hocheffiziente Dämmung des Gebäudes sowie eine moderne Gebäudetechnik verantwortlich. Dieser hohe Standard kann nur erreicht werden durch eine sorgfältig abgestimmte Planung und viel Erfahrung bei den Fachleuten. Hier haben die Architekten »Banz + Riecks« (Bochum) sowie das Fachplanungsbüro »solares bauen« (Freiburg) zusammen mit dem Baureferat der westfälischen Landeskirche geplant. Auf das neue klimafreundliche Gebäude mit zeitgemäßer Infrastruktur können sich ab Ende 2015 das Amt für Jugendarbeit (AfJ), das Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung (IAFW) sowie das Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG) der EKvW freuen.

Die Erprobung des besonders hohen energetischen Standards des Modellprojekts wird mit rund 250.000 Euro durch das Bundesumweltministerium gefördert. Diese besondere Förderung wurde möglich, weil die Landeskirche sich bereits zum aktiven Klimaschutz verpflichtet und mit Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative das kirchliche Klimaschutzkonzept »Klimaschutz EKvW 2020« umsetzt. Dabei ist die Klimaschutzagentur EKvW beauftragt, als zentrale Servicestelle alle kirchlichen Akteure zu beraten und zu unterstützen.
Die Arbeiten am alten Verwaltungsgebäude »G4« bilden den planmäßigen Abschluss einer mehrjährigen Umbauphase mit der Sanierung diverser Gebäude in Haus Villigst.

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie die Nationale Klimaschutz Initiative.

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