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Evangelische Kirche von Westfalen auf dem Weg zum Reformationsjubiläum

Einfach frei

WESTFALEN -  „Einfach frei“ – mit diesen beiden Worten weist die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) auf das Ereignis der Reformation hin, deren Beginn sich 2017 zum 500. Mal jährt.

Am 31. Oktober 1517 hat Martin Luther in Wittenberg seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel veröffentlicht. Das war der erste Impuls für eine starke Bewegung, aus der die evangelische Kirche hervorging. Der 31. Oktober 2017 wird in Nordrhein-Westfalen wie auch sonst fast überall ein einmaliger Feiertag sein. Das Motto „Einfach frei“ knüpft an diesen freien Tag an. Zugleich greift es damit einen Grundgedanken der Reformation auf: „Würde und Freiheit von uns Menschen liegen nicht in dem, was wir leisten oder darstellen. Sie liegen im Blick Gottes, der uns liebevoll ansieht“, sagt Präses Annette Kurschus, leitende Theologin der EKvW: „Das befreit von Leistungsdruck und Egoismus. Weil ich Ansehen bei Gott genieße, werde ich fähig, auch meine Mitmenschen anzunehmen und zu akzeptieren.“ Dies schließe die Gelassenheit gegenüber eigenen und fremden Fehlern ebenso ein wie den Protest, wenn anderen Unrecht geschieht. Darüber hinaus befreie es von menschlichen Abhängigkeiten: „Niemand braucht eine Zwischeninstanz, um Gott zu erfahren. In seinem Sohn Jesus Christus begegnet er uns unmittelbar.“

Unter dem Leitmotiv „Einfach frei“ bereitet die westfälische Landeskirche derzeit eine Kampagne vor. „2017 wird es eine Fülle von Aktionen geben. Viele davon richten sich auch an Menschen, die sich mit der Kirche kaum oder gar nicht verbunden fühlen“, erläutert Albert Henz, Theologischer Vizepräsident der EKvW. Henz sieht das Reformationsjubiläum als „doppelte Chance: Wir machen einerseits die Aktualität unserer Kernbotschaft nach außen deutlich. Gleichzeitig verbindet und stärkt es uns nach innen: Auf allen Ebenen – Gemeinden, Kirchenkreise, Landeskirche – ist man jetzt schon kräftig dabei. Engagierte Haupt- und Ehrenamtliche entwickeln Ideen, planen und koordinieren."
Bis zur Landessynode im November wird es darum auch eine entsprechende Internetplattform geben, die über alle Informationen und Angebote informieren wird.

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