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auf einen Blick
Pfarrer Andreas Schulte ist neuer Superintendent im Kirchenkreis Schwelm

Einfach besser werden

Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Schwelm hat auf ihrer Sitzung am Samstag, den 20. Mai 2017, Pfarrer Andreas Schulte zum Nachfolger von Superintendent Hans Schmitt gewählt, der Ende des Monats in den Ruhestand geht.

Da das Superintendentenamt im Ev. Kirchenkreis Schwelm ein Nebenamt ist, waren nur Pfarrstelleninhaberinnen und Pfarrstelleninhaber des Kirchenkreises infrage gekommen, erläuterte André Hagemeier, Vorsitzender des Nominierungsausschusses des Kirchenkreises in seiner Einbringung zur Wahl. Zudem hätten u.a. die theologische Ausrichtung, die Frage, wie Kandidaten die Zusammenarbeit im Gestaltungsraum bewerten sowie Leitungsstil und Leitungserfahrung auf Kirchenkreisebene eine Rolle gespielt. Nach Abwägung aller Argumente und nach intensiven Gesprächen mit Pfarrer Andreas Schulte sei der Ausschuss zu dem Ergebnis gelangt, den Altenvoerder Pfarrer als Nachfolger von Pfarrer Hans Schmitt vorzuschlagen.

Da aus Reihen der Kreissynode keine weiteren Wahlvorschläge kamen, stellte sich dann Pfarrer Schulte ohne Gegenkandidaten zur Wahl. Von den 53 Wahlberechtigten votierten 52 für Schulte. 1 Mitglied der Synode enthielt sich der Stimme. »Ich bedanke mich für das große Vertrauen und nehme die Wahl an«, freute sich Pfarrer Schulte über die überwältigende Zustimmung. Pfarrer Schulte tritt das Amt am 1. Juni an, wenn Superintendent Schmitt in den Ruhestand geht.

Keine Angst vor der Zukunft

Vor dem Wahlgang hatte er sich mit einer engagierten Rede als Kandidat vorgestellt. »Ich stehe hier heute vor Euch und Ihnen, weil ich will mich nicht von der Angst um die Zukunft der Kirche leiten lassen will, sondern von der Hoffnung, die in uns ist« betonte Schulte gleich zu Beginn seiner Rede. Wie er Leitung definiert, erläuterte Schulte so: »Leitung bedeutet … nicht einfach Entscheidung oder Delegation - obwohl das auch sein kann und manchmal auch muss -, sondern ist die Aufgabe, andere für die gemeinsame Arbeit zu motivieren und sie als Teil eines Teams zu begleiten. Das alles geht freilich nur, wenn man die eigenen Kraftquellen wie auch die eigenen Grenzen kennt.« Schulte lobte die gute und enge Zusammenarbeit mit den Ev. Kirchenkreisen Hagen und Hattingen-Witten im Gestaltungsraum IV der Evangelischen Kirche von Westfalen. Er mahnte aber auch: »Die Strukturen, die wir uns selbst schaffen, dürfen nicht immer komplizierter und unübersichtlicher, sie müssen wieder einfacher werden! Sie müssen einfach besser werden! Auch dafür möchte ich mich einsetzen.«

Plädoyer für Vernetzung

Zum Schluss warb er für eine engere Zusammenarbeit der Gemeinden im Kirchenkreis und darüber hinaus: »Es ist immer gut, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und was für den Tellerrand gilt, gilt ganz gewiss für den eigenen Kirchturm.« Dann äußerte er den Wunsch: »…dass wir es schaffen, uns gegenseitig in unserem Kirchenkreis den Rücken zu stärken, den Mut haben, wirklich auch einmal gabenorientiert zu arbeiten, gute Ideen zu teilen, Neues anzustoßen, aber auch endlich mal Altes zu lassen.«

Neuer Assessor und neuer Scriba

Da Pfarrer Schulte bisher Synodalassessor (stellv. Superintendent) war, musste auch eine neue Synodalassessorin / ein neuer Synodalassessor gewählt werden. Als neuen Assessor schlug der Nominierungsausschuss Pfarrer Uwe Rahn vor, der sich ohne Gegenkandidaten zur Wahl stellt. Rahn war zuletzt als Scriba (Protokollant) im Kreissynodalvorstandes (KSV) tätig. 51 Synodale stimmten bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung für Rahn.

Für den bisherigen Scriba (Protokollant) des KSV, Pfarrer Rahn schlug der Nominierungsausschuss Pfarrer Armin Kunze von der Evangelischen Kirchengemeinde Voerde in Ennepetal vor. Auch er bekam 51 Stimmen. Zwei Synodale enthielten sich bei der Wahl.

Dank und gute Wünsche

Am Ende dankte der neu gewählte Superintendent seinem scheidenden Vorgänger für sein Engagement im Amt als Superintendent. Schulte lobte die kollegiale Zusammenarbeit und den partnerschaftlichen Leitungsstil seines Vorgängers. Den Dank und die Wünsche unterstützte die Synode mit »Standing Ovations«.

Superintendent Schmitt dankte der Synode für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die Unterstützung, die er im Amt erfahren habe.  Er schloss die letzte von ihm geleitete Synodentagung mit der Bitte um den Segen Gottes.

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