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auf einen Blick
6. bis 8. Mai: Weite wirkt-Festival im GERRY WEBER STADION

Ein kleiner Kirchentag in Halle/Westfalen

»Wir Christen sind  ›Global Player‹. Unsere Botschaft kennt keine Grenzen.« Mit diesen Worten beschrieb Präses Annette Kurschus am Montag (14.3.) das Leitmotiv des Weite wirkt-Festivals, das vom 6. bis 8. Mai im GERRY WEBER STADION Halle/Westfalen stattfindet.

»Das Evangelium, die gute Nachricht von Gottes Liebe, sprengt alles kleinliche Denken, überwindet muffige Enge und behäbige Selbstzufriedenheit. Es eröffnet einen weiten Horizont und befreit zu verantwortlichem Handeln«, so die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) vor Journalisten.

Das Weite wirkt-Festival wird so etwas wie ein kleiner Kirchentag. Ein Jahr vor dem 500-jährigen Reformationsjubiläum 2017 weitet sich der Blick über Deutschland hinaus: »Reformation und die Eine Welt« ist in der evangelischen Kirche das Thema des Jahres 2016. Höhepunkt in Westfalen ist das Weite wirkt-Festival  – mit viel Musik, einem Live-Konzert mit Adel Tawil, einem Chor mit über 1.000 Sängerinnen und Sängern, Podien, Workshops, sowie einer Fülle an Aktionen, Kleinkunst und Mitmachangeboten.

Chic, billig – aber für welchen Preis?

Aktuelle Fragen von globaler Bedeutung gehören zum Programm, etwa die Produktionsbedingungen von Textilien: »Chic, billig – aber für welchen Preis?« Antworten darauf geben unter anderem Gerhard Weber und Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller. Zu dem von ihm begründeten Textilbündnis für faire Arbeits- und Handelsbedingungen gehört jetzt auch die GERRY WEBER International AG.

»Nachhaltiges Denken und Handeln sind für uns als international agierender und börsennotierter Konzern ein fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie«, sagte Dr. David Frink, Vorstandsmitglied und CFO (Chief Operating Officer und Chief Finance Officer) der GERRY WEBER International AG. »Aus unserer Sicht hat der im April vorgelegte, überarbeitete Aktionsplan unseren Beitritt zum Textilbündnis ermöglicht. Die Ziele sind ambitioniert, aber durch eine breite Beteiligung der Wirtschaft, der Regierung und der Nichtregierungsorganisationen wird es möglich, nachhaltig soziale und ökologische Bedingungen bei der Herstellung von Textilien zu verbessern.«

GERRY WEBER International AG Mitglied im Textilbündnis

In den vergangenen Jahrzehnten habe der Konzern Aufbauarbeit geleistet und eine direkte Lieferantenstruktur geschaffen, die unmittelbaren Einfluss in allen Ländern garantiere, aus denen die Firma Ware bezieht. »Wir sind uns der sozialen Verantwortung in diesen Ländern bewusst und haben hier eigene Organisationen aufgebaut, mit denen wir ständig bei unseren Lieferanten vor Ort sein und die Produktion entsprechend überwachen können«, so Dr. Frink.
Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller, der das Festival initiiert hat und verantwortet, dankte der GERRY WEBER International AG für die hervorragende Zusammenarbeit. »Sie ist beispielhaft für das zivilgesellschaftliche Engagement eines Weltkonzerns in unserer westfälischen Region.«

500 Flüchtlinge und 1.000 Betreuer

Auf dem Festival geht es auch um die Flüchtlingssituation an den Grenzen Europas und in NRW. Darüber diskutieren unter anderem Bundesminister Peter Altmaier und Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Zum Auftakt am 6. Mai kommen 500 Flüchtlinge und 1.000 meist ehrenamtliche Betreuer, die als Dankeschön für ihren Einsatz zum Konzert mit Adel Tawil eingeladen sind.

NRW-Umweltminister Johannes Remmel, der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Dr. Wolfgang Huber und Dr. Klaus Töpfer, früher Bundesumweltminister und Direktor des Umweltprogramms der UN, sprechen mit internationalen Gästen über »Klimagerechtigkeit jetzt!« Ob der christliche Glaube Kräfte freisetzt, die Politik beeinflussen – darum geht es im Gespräch zwischen Bundesminister Müller und dem namibischen Minister für Armutsbekämpfung, Dr. Zephania Kameeta. Der frühere Bischof arbeitet in seiner Heimat für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

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