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auf einen Blick
Großes Tauffest im Bottroper Bernepark

Ein besonderes Gemeinschaftserlebnis

BOTTROP - Dort, wo fast 40 Jahre lang Abwässer geklärt wurden, sprachen jetzt Pfarrerinnen und Pfarrer knapp 40 Mal die Taufformel »Ich taufe dich in Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes«. Im Bernepark in Bottrop-Ebel hat die Evangelische Kirchengemeinde Bottrop jetzt ein großes Tauffest gefeiert.

Sechs Taufbecken, sechs Pfarrerinnen und Pfarrer, an die 40 Täuflinge vom Baby bis zum Teenager und über 300 Angehörige und Paten: eine Tauffeier in wirklich großem Maßstab. Und wer mitfeierte, konnte ein besonderes Gemeinschaftserlebnis genießen.

Im weiten Rund des Senkbeckens waren dafür ein Altar und sechs Taufbecken aufgebaut worden, dekoriert mit farbigen Tüchern – ein großer logistischer Aufwand für die haupt- und ehrenamtlichen Helfer. »Vom Neugeborenen bis zum 13-Jährigen haben wir 37 angemeldete Täuflinge, die heute mit ihren Familien, Freunden und Paten feiern können«, erklärte Pfarrer Dieter Naumann.

Sechs Pfarrerinnen und Pfarrer aus den Bottroper Pfarrbezirken leiteten den Taufgottesdienst gemeinsam. Das besondere an dem Familiengottesdienst war dabei die außergewöhnliche Stimmung. »So etwas hat man in einem normalen Taufgottesdienst nicht. Das ist für uns alle schon ein besonderes Erlebnis«, meinte Naumann. Bereits zuvor hatten sich die Gäste mit Kreiskantor Matthias Uphoff und Mitgliedern des Posaunenchors Bottrop-Altstadt warmgesungen.

Um alles in geordneten Bahnen zu lenken, waren die Taufstationen farbig gekennzeichnet, so dass jeder Täufling mit seinen Angehörigen wusste, wo er hin musste. Kleine Glasbecken gefüllt mir dem Taufwasser machten deutlich: Wasser ist das Symbol eines neuen Lebens des Getauften mit dem auferstandenen Christus.

2011 war in der Evangelischen Kirche das »Jahr der Taufe«. Damals entstand die Idee für solche Tauffeste. »Wir gehen dabei auf die Kinder zu, die mindestens einen Evangelischen Elternteil haben«, erklärte Pfarrer Naumann. »Mit den Tauffesten möchten wir natürlich möglichst viele Menschen erreichen, die die traditionelle Taufe im Gottesdienst vielleicht nicht anspricht«, sagte Naumann. Daneben gebe es auch sozial schwache Familien oder Alleinerziehende, die sich eine Taufe mit Restaurantbesuch nicht leisten könnten. (Bu)


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