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Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert besucht Reformationsausstellung

»Der geteilte Himmel« im Ruhr Museum

Seit Anfang April zeigt das Ruhr Museum die Sonderausstellung »Der geteilte Himmel. Reformation und religiöse Vielfalt an Rhein und Ruhr«. Anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums präsentiert sie das Verhältnis und Zusammenleben der unterschiedlichen Religionen und Konfessionen dieser Region.

Am 28. August besuchte Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert zusammen mit den anderen Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats des Gesamtprojekts »Der geteilte Himmel« - darunter auch Präses Annette Kurschus - das Ruhr Museum für einen Rundgang durch die Ausstellung.

Prof. Dr. Lammert ist Schirmherr der Ausstellung und zeigte sich beeindruckt von der Glaubensvielfalt, die die Religionsschau präsentiert. Auch wenn die Ruhrregion gewiss nicht Kernland der Reformation sei, so würden hier jedoch eindrucksvoll die prägenden Kräfte des Umbruchs fortwirken, die Luthers Thesenanschlag vor 500 Jahren ausgelöst habe: »Die Menschen an Rhein, Lippe, Emscher und Ruhr sind in besonderer Weise an ein Nebeneinander von Glaubensrichtungen und Religionen gewöhnt, es ist Teil der regionalen Identität.« Über Jahrhunderte existierten im heutigen Ruhrgebiet die christlichen Konfessionen und das Judentum nebeneinander. Verschiebungen in den konfessionellen Verhältnissen ergaben sich vor allem im 19. und 20. Jahrhundert durch Migrationsbewegungen während der Industrialisierung und nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Migranten brachten auch ihre religiösen Bräuche mit. Den Himmel teilen sich somit heute Fördertürme und Schornsteine mit Kirchtürmen, Synagogen, Moscheen und anderen religiösen Stätten.
 
Die Ausstellung »Der geteilte Himmel. Reformation und religiöse Vielfalt an Rhein und Ruhr« ist Teil des gleichnamigen Gesamtprojekts des Ruhr Museums mit dem Essener Forum Kreuzeskirche und dem Martin Luther Forum Ruhr in Gladbeck und ist noch bis zum 31. Oktober im Ruhr Museum zu sehen.

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