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auf einen Blick
Vizepräsident Albert Henz zum Karfreitag

Dennoch – und: trotz allem

Wir alle kennen sie: die Lebensstunden, in denen uns die Sonne nicht scheint. Die Lebensstunden, in denen uns Abschiede, Schmerzen, Todesboten begegnen. Die Stunden, in denen die Welt nicht so ist, wie Gott sie gut geschaffen hat. Die Stunden auch, in denen ich mit mir selbst nicht zufrieden, vielleicht sogar über mich selbst erschüttert bin. Manche verlieren in solchen Zeiten ihr Zutrauen auf Gott, ihren Glauben. Nichts als eine schöne Illusion ist ihr Fazit.

Andere allerdings bleiben dran. Liegen Gott hartnäckig im Ohr. Bedrängen ihn im Gebet. Erinnern ihn an seine Zusagen. Bitten um seinen Beistand. Gerade jetzt! Und: Seltsamerweise wachsen sie in solchen Zeiten im Glauben und im Vertrauen. Geben eben nicht auf und spüren: Jetzt, auch und gerade jetzt ist Gott mir nahe. Er ist an meiner Seite. Er kämpft um mich und für mich.

Manche verstehen in solchen Zeiten die Bibel besser. Sie verstehen, was es mit dem Weg Jesu auf sich hat. Mit seinem Leiden. Mit seinem Sterben. Aber eben auch mit Ostern und der Auferstehung. Mit seiner Stellvertretung. Stellvertretung für uns. Jesus kennt die dunklen Lebensseiten, die vom Tod gezeichneten Stunden. Er hat sie durchlitten. Er hat sie aber auch durchschritten. Für uns. Er hat sie überwunden. Er hat damit die Tür am Ende eines dunklen Ganges geöffnet. Für das Osterlicht. Für unsere Zukunft bei Gott. In seiner Hand. In seiner Nähe.

Dazu musste er durch das Dunkel, durch den Tod, durch das Leiden gehen. Ja, der Karfreitag. Kein wirklich schöner Feiertag. Er stellt sich den dunklen Stunden. Dem Leiden und dem Tod. Aber er erinnert: Jesus kannte und kennt das auch. Vielleicht sogar besonders intensiv. Und er hält das aus. Mit uns aus. Für uns aus. Er ist an unserer Seite. Und: Wie er werden wir überwinden. Das Beste liegt noch vor uns. Christen haben immer eine Zukunft. Eine helle Zukunft.

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