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Gemeinsamer Pfarrkonvent Hamm/Unna diskutierte mit Präses Kurschus

Das tun, was wir tun können

Der Gemeindesaal der Christuskirche in Hamm war voll: über 80 Pfarrerinnen und Pfarrer der beiden Kirchenkreise Unna und Hamm waren der Einladung ihrer Chefin gefolgt. Präses Annette Kurschus reist in diesem Jahr durch ganz Westfalen, um mit ihren Pfarrkollegen ins Gespräch zu kommen.

Der Gemeindesaal der Christuskirche in Hamm war voll: Über 80 Pfarrerinnen und Pfarrer der beiden Kirchenkreise Unna und Hamm waren der Einladung ihrer Chefin gefolgt. Präses Annette Kurschus reist in diesem Jahr durch ganz Westfalen, um mit ihren Pfarrkollegen ins Gespräch zu kommen. »Das Pfarramt in der Dienstgemeinschaft der Kirche« – so lautet das Thema über all den Treffen. In Hamm ging es insbesondere um die Gesundheit im Pfarrberuf.

»Was brauchen Sie von sich selbst, von anderen, von der Kirche, um Ihren Dienst gut und nachhaltig versehen zu können?« fragte die leitende Theologin in die Runde. Dazu sollte über den Tag viel Gelegenheit zum Austausch sein. Gemeinsam mit den beiden Superintendenten Hans-Martin Böcker und Frank Millrath war zu dem Tag eingeladen worden. Einen ersten Impuls gab das Referat von Dr. Jula Well. Sie ist Akademische Rätin der evangelisch-theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Well warnte vor der Verführung des Zuviel-Tuns, die gerade bei Pfarrerinnen und Pfarrern ausgeprägt sei. Eine ständig von Optimierung geprägte Arbeitswelt erzeuge Misstrauen und Erschöpfung: »Optimierung ist ja auch nie abschließbar.« Doch der besondere Schatz der Kirche sei gerade die innere Motivation ihrer Mitarbeitenden. Etwas aus sich heraus tun, in dem ein Sinn steckt, das sei doch für Viele der besondere Antrieb und Ansporn. Wobei die Zusammenarbeit auch so manches Mal ihre Last berge: »Pfarrerinnen und Pfarrer machen die meisten belastenden Erfahrungen mit Pfarrerinnen und Pfarrern.« Hier gelte es besonders bei Fortbildungen und Personalentwicklung Wert auf die Befähigung zur Teamarbeit zu legen.

Die Thesen des Vortrages wurden in acht Kleingruppen diskutiert. Auf einem Podium trafen sich abschließend neben Kurschus und Well die jüngste Pfarrerin im Kirchenkreis Hamm, Denise Beckmann, und der dienstälteste Pfarrer aus dem Kirchenkreis Unna, Michael Niggebaum. Komplettiert wurde die Runde durch Anne Braun-Schmidt, Personalberaterin im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der EKvW. Moderiert wurde das Gespräch von der Journalistin Tanja Schreiber. »Ich habe mitbekommen: Es geht uns gemeinsam darum, dass wir das tun können, was wir gerne tun.« Dieses erste Resümee zog Kurschus zum Ende des Pfarrbildtages. »Ich gehe auch im Wissen, dass wir als Kirchenleitung dafür eine Verantwortung haben.«

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