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Annette Kurschus würdigt in Rom die Fortschritte des evangelisch-katholischen Miteinanders

Das Alte ist vergangen – Neues ist geworden

Präses Annette Kurschus hat in Rom die Fortschritte des evangelisch-katholischen Miteinanders gewürdigt und zu neuen Schritten der Annäherung ermutigt. In einem Gottesdienst in der deutschen Evangelischen Christuskirche sagte die stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Mittwochabend (18.1.): »An die Stelle der Verwerfungen ist das Gespräch getreten.«

Sie bezog sich auf die Aussage des Apostels Paulus: »Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.« Das zeige sich in ökumenischen Gottesdiensten, im gemeinsamen Gebet und im einstimmigen Bekenntnis zu Christus. »Das Neue bricht sich Bahn in ungezählten Pfarreien und Kirchengemeinden, in vielen konfessionsverbundenen Ehen, in regelmäßigen Gesprächen und gelingenden Beziehungen zwischen evangelischen Landeskirchen und katholischen Bistümern«, erklärte Annette Kurschus. Paulus habe auf die Wirklichkeit Christi und auf seine Kraft der Erneuerung vertraut – »Was hindert uns, es dem Apostel gleichzutun?«

Präses Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, ist noch bis Donnerstag in Rom, wo sie als stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende eine Etappe des Europäischen Stationenweges eröffnet hat. Seit November 2016 erinnert der Europäische Stationenweg an Orte der Reformation. Dazu zählt auch Rom, wo Martin Luther 1510/1511 gewesen ist.

Der Europäische Stationenweg führte im November durch Minden und kommt im Mai 2017 in Mitteldeutschland an. Städte in den Niederlanden und in Ungarn, in Slowenien und Irland werden ebenso angefahren wie Rom, Augsburg, Worms und die Wartburg. In Wittenberg mündet der Weg in die Weltausstellung Reformation. 36 Stunden lang wird jeweils Station gemacht: Regionale und ökumenische Partner laden zu einem Fest mit zahlreichen Veranstaltungen ein, um lokale Beziehungen zur Geschichte der Reformation aufzudecken. (PM 04/2017)

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