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auf einen Blick
Lehrerkollegien der Realschule und Sekundarschule Espelkamp blicken zurück und nach vorne

Bewährtes und Neues zusammenführen

ESPELKAMP - Die Birger-Forell-Realschule läuft aus, die Evangelische Sekundarschule Espelkamp ist im Aufbau – um diesen Übergangsprozess weiterhin gut zu gestalten, sind die beiden Lehrerkollegien am Donnerstag und Freitag zu einem Workshop in Hüllhorst zusammengekommen. Thema: »Ein Drittel des Weges ist geschafft«.

Die Sekundarschule im Aufbau steht jetzt am Beginn des 7. Jahrganges. »Es ging um Bilanz und Ausblick«, sagte Schulleiterin Ursula Beinlich: »Gemeinsam haben wir gefragt: »Was gelingt schon richtig gut? Wo hakt es noch? Welche Stärken der neuen Schule müssen wir sichern und ausbauen? Wo müssen wir nachbessern?«

Bewährt hat sich zum Beispiel das »Werkstattband«, eine Besonderheit der Evangelischen Sekundarschule. In dieser täglichen Unterrichtseinheit arbeiten die Schülerinnen und Schüler eigenständig und bestimmen ihre Themen und ihr Lerntempo. »Die meisten schätzen das selbständige Arbeiten«, so Dr. Uta Hallwirth, die Leiterin der Wissenschaftlichen Arbeitsstelle Evangelische Schule in Hannover, die den Aufbau der neuen Sekundarschule begleitet und auswertet. Klar sei aber auch, dass das Lerntagebuch, das »Logbuch«, das die Kinder führen, überarbeitet werden muss.

Die auslaufende Realschule besuchen noch die Jahrgänge 8 bis 10. Schulleiterin Christiane Kreft will die Realschule so zu Ende führen, dass den Schülerinnen und Schülern wie in den Jahren zuvor ein guter Abschuss ermöglicht wird. Kreft: »Das hervorragende Konzept zur Berufswahlorientierung an der Realschule bringen wir gern in die neue Sekundarschule mit ein.«

Als Vertreter des Schulträgers, der Evangelischen Kirche von Westfalen, nahm Schuldezernent Dr. Wolfram von Moritz an der Tagung teil. »Die beiden Kollegien wachsen zusammen. Das konnte ich hier intensiv erleben“, stellte er anschließend fest. „Bewährtes wird weitergeführt, Neues wird entwickelt. Und wir können die besseren Rahmenbedingungen nutzen: Die neue Schulform Sekundarschule hat mehr Lehrkräfte.«

Nach dem Willen der Workshop-Teilnehmer soll die neue Schule »Birger-Forell-Sekundarschule« heißen. Einstimmig haben sie deshalb beschlossen, die Kirchenleitung in Bielefeld um diese Namensgebung zu bitten. Wolfram von Moritz freut sich darüber, dass auch die neue Schule sich damit deutlich dem Erbe des evangelischen Theologen Birger Forell verpflichtet fühlt: »Das ist ein gutes Zeichen der Kontinuität.« Die Kirchenleitung wird voraussichtlich am 24. September über die Namensgebung beraten.

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