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Das Diakonische Jahr feiert 60-jähriges Jubiläum

12 Monate, die abfärben

Mit einer Feier für ehemalige und aktuelle Freiwillige feierte die Evangelische Kirche von Westfalen am Samstag (05.05.) das 60jährige Bestehen des Diakonischen Jahres. Neben einem interaktiven Gottesdienst und einer bunten Geburtstagstorte bot der Nachmittag die Gelegenheit zum Austausch und zum Schwelgen in Erinnerungen.

Unter den rund 150 Ehemaligen waren sogar drei Freiwillige der ersten Stunde, die das Diakonische Jahr 1958 antraten. Insgesamt engagierten sich in den vergangenen 60 Jahren über 10.000 Freiwillige in verschiedenen Einsatzstellen der Kirche und Diakonie in Westfalen. Ute Gerdom, Leiterin des Diakonischen Jahres freut sich über dessen lange Erfolgsgeschichte: »Die Organisation des Diakonischen Jahres hat sich mit der Zeit weiterentwickelt und verändert«, sagte sie. »Aber die Menschen, die sich engagieren sind gleichgeblieben. Ganz egal wann sie sich engagiert haben – alle erzählen, wie schön dieses Jahr für sie war und dass es sie unheimlich geprägt hat.«

Neue Perspektiven und Freundschaften fürs Leben

Für viele der Freiwilligen war das Diakonische Jahr auch ein Wegweiser in einen sozialen Beruf. So auch für Wolfgang Pagel, der nach dem Freiwilligendienst einen komplett neuen Beruf erlernte. Der ausgebildete Maler und Lackierer machte 1970 ein Diakonisches Jahr auf einer Behindertenstation in Volmarstein. Weil ihn gerade die Arbeit mit Menschen beeindruckte, machte der damals 20-Jährige anschließend eine Ausbildung zum Krankenpfleger. »Bereut«, erzählt Pagel, »habe ich das nie.« 

Andere haben im Diakonischen Jahr Freundschaften fürs Leben gefunden. Brunhilde Wöstmann und Ilse Schmidt lernten sich 1961 beim freiwilligen Dienst im Pflegeheim Salem kennen. Seitdem haben sich die beiden Frauen nie aus den Augen verloren. Ähnliches haben auch Caroline Werrn und Simone Meyer zu berichten, die ihr Diakonisches Jahr 2014 absolvierten. Inzwischen studieren sie auch zusammen und sind quasi untrennbar. »Wir sagen immer, dass wir verloren gegangene Zwillinge sind, die sich im Diakonischen Jahr gefunden haben«, erzählen sie lachend. 

Natürlich soll nach 60 Jahren Diakonisches Jahr noch lange nicht Schluss sein. Für das im Sommer beginnende Freiwilligenjahr sind noch Anmeldungen möglich. (Ann-Marlen Hoolt)

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