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Vizepräsident Albert Henz: »Mahnung zur Gestaltung eines umfassenden Friedens«

11. September 2001: Der Tag, der die Welt veränderte

Es gibt Tage, die man nie vergisst. Tage, die sich ins Gedächtnis brennen. Tage wie der 11. September 2001. Dem Tag der Terroranschläge von New York. Dem Tag, an dem die beiden Türme des World Trade Centers in sich zusammenstürzten und 2.750 Menschen unter sich begruben.

Noch einmal die Fakten: Am 11. September 2001, einem Dienstag, wurden vier Verkehrsflugzeuge auf Inlandsflügen morgens zwischen 8.13 und 9.30 Uhr Ortszeit fast zeitgleich entführt. Das Ziel der 19 Flugzeugentführer, die sich allesamt zur islamistischen Terrororganisation al-Quaida bekannten: die Zerstörung wichtiger ziviler und militärischer Gebäude in den USA. Zwei Maschinen wurden in die Türme des World Trade Centers (WTC) gelenkt, eine in das US-Verteidigungsministerium, das Pentagon, in Arlington (Virginia). Das vierte, das vermutlich das Weiße Haus in Washington D.C. treffen sollte, wurde nach Kämpfen mit Passagieren vom Piloten der Entführer nahe Pittsburgh (Pennsylvania) zum Absturz gebracht. Insgesamt starben bei den Terroranschlägen knapp 3.000 Menschen.

Auch 15 Jahre später hat niemand diese Bilder der brennenden und in sich zusammenstürzenden Wolkenkratzer vergessen. Der Tag hat Spuren hinterlassen. Sichtbare – am Ort des Geschehens. Und unsichtbare in den Köpfen und Herzen unzähliger Menschen. Auch Vizepräsident Albert Henz erinnert sich: »Der 11. September 2001 hat die Welt und auch in Deutschland verändert. Alte Fragen im Verhältnis armer und reicher Staaten, aber auch Konflikte unter Religionen schlagen im wahrsten Sinne des Wortes auch bei uns aufeinander.« Die Mahnung zur Gestaltung eines umfassenden Friedens, die schon Dietrich Bonhoeffers Vision von einem Konzil für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung gewesen sei »ist damit hochaktuell und fordert vor allem zu alternativen Konfliktpräventionen«.

Die Bochumer Christuskirche stellt den 15. Jahrestag der Terroranschläge am kommenden Sonntag (11.9.) unter das Motto »Den Terror ächten!« und lässt dann zum Gedenken an die Opfer des Terrors weltweit wieder die Glocken läuten. Und zwar die Glocken der evangelischen Christuskirche am Platz des europäischen Versprechens, die – weil für den frei stehenden Turm zu schwer – nur einmal im Jahr geläutet werden: immer am 11. September von 14.46 bis 15.03 Uhr. Zeitgleich mit den Glocken vieler Kirchen in New York. Und weil am Sonntag auch Tag des offenen Denkmals ist, gibt es anschließend auch die Gelegenheit, die Christuskirche – mit Gedenkhalle, Platz des europäischen Versprechens und Turm bis hoch zum Glockengeschoss – im Rahmen zweier Führungen (15.15 und 17.15 Uhr; jeweils 75 bis 90 Minuten) zu besichtigen.

Bildnachweis:
Foto: Robert J. Fisch, CC BY-SA 2.0, commons.wikimedia.org/w/index.php

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