Donnerstag, 28. April

Präses Alfred Buß sprach mit dem deutschen Botschafter in Italien, Michael H. Gerdts (r.). Foto: EKvW

Zu Gast beim deutschen Botschafter in Italien, Michael H. Gerdts. Seine Residenz am Stadtrand von Rom ist eine noble Villa mit parkartigem Garten. Er lädt uns zu einem opulenten Frühstück ein.

Ob wir denn eigens zur bevorstehenden Seligsprechung Papst Johannes Pauls II. nach Rom gekommen seien, will der Botschafter von uns wissen. Die riesigen Plakate des 2005 verstorbenen Papstes sind überall in der Stadt zu sehen. Nein, das war nicht der Grund unserer Reise... Menschen so auf den Sockel zu heben – das ist nicht unsere evangelische Art.

Einer, der sich selber auf einen gewaltigen Sockel stellt, ist der italienische Ministerpräsident Berlusconi. Botschafter Gerdts schildert uns dieses Phänomen. Berlusconi kann im persönlichen Gespräch von gewinnendem Charme und Esprit sein, sagt er; er vermittelt dir liebenswürdig und überzeugend das Gefühl, er sei heute morgen nur für dich persönlich aufgestanden. Abgesehen davon ist der reichste Mann des Landes ein glänzender Verkäufer: Er verkauft sein bella Italia mit Sonne, Rotwein und dolce vita. Mit diesem Marketing ist er erfolgreich, seine Regierung führt er wie ein patriarchalischer Unternehmer, wie sie in Italien immer noch tonangebend sind.

Die Waldenserkirche war dem Botschafter bislang kein Begriff. Unser Besuch hat ihm eine Grundinformation darüber gegeben.

 
 
 
 
Donnerstag, 28. April
 

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