Reisetagebuch von Präses Alfred Buß

Sonntag, 28. August

Lebensfreude, Temperament und Begeisterung: Der Posaunenchor swingt, die Menge jubelt. Foto: EKvW

Feierliche Grundsteinlegung für den neuen Hörsaalbau des Sebastian-Kolowa-University-College (SEKUCO) in Lushoto. Die junge, rasch wachsende Hochschule ist einer von sechs Standorten der Tumaini-Universität der Evangelisch-Lutherischen Kirche Tansanias. Stark von der Bethel-Mission geprägt, liegt der Schwerpunkt auf Sonderpädagogik. Menschen mit Behinderung sind in Afrika noch immer Opfer von Ausgrenzung und Diskriminierung. Das SEKUCO setzt hier einen hoffnungsvollen Kontrapunkt.

Heute also Grundsteinlegung, ein glanzvoller Festakt. Zunächst formieren wir uns zu einer Art Prozession: An der Spitze wird ein großes Holzkreuz getragen, dann folgt in Zweierreihen der stattliche Posaunenchor, von Trommeln unterstützt. Bischof Stephen Munga schreitet neben mir, sein grünes liturgisches Gewand kontrastiert zu meinem schwarzen Talar. Es folgen an die zehn Pfarrer und Pfarrerinnen im weißen Talar mit grüner Stola. Dann die weiteren Mitglieder unserer Delegation als Ehrengäste, dann die Kirchenleitung der Nordost-Diözese, schließlich eine große Schar von Gemeindegliedern.

Zunächst geht es ein kurzes Stück zum symbolischen Grundstein. Ich darf das Band zerschneiden und den Stein, in den eine Gedenktafel eingelassen ist, enthüllen. Es folgt – unter polizeilichem Geleit – ein Weg von etwa einem Kilometer zur Kirche, wo wir den Festgottesdienst feiern.

Zwei Dinge sind hier zusammengekommen: straffe Organisation und wohlüberlegte Dramaturgie einerseits – Lebensfreude, Begeisterung und Temperament andererseits. Denn der Posaunenchor swingt, und der Jubel der bunten Menge, die den Zug beschließt, ist mitreißend.

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Sonntag, 28. August
 

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