Reisetagebuch von Präses Alfred Buß
Samstag, 3. September

- Am festlichen Mittagessen zur Begrüßung in Douala nahmen auch die traditionellen Stammesoberhäupter teil, die in Kameruns Chefs genannt werden. Foto: EKvW
In Douala gelandet, der größten Stadt Kameruns. Glanzvoller Empfang am Flughafen durch Kirchenpräsident Isaac Batoumen und seine Kirchenleitung.
Der kulturelle Unterschied zwischen Tansania und Kamerun ist erheblich: In der Evangelisch-Lutherischen Kirche Tansanias herrscht puritanische Bescheidenheit. Die Form wird gewahrt, es gibt freundliche Begrüßungen und offizielle Empfänge, doch nur mit Fruchtsaft und Wasser. Alkohol ist in kirchlichen Kreisen nicht üblich, Bier oder Wein gibt es nicht in kirchlichen Gästehäusern. Die Bethel-Mission hat diese Kirche geprägt – in mancherlei Hinsicht.
Dagegen die Evangelische Kirche in Kamerun: Beim festlichen Mittagessen zu unserer Begrüßung im Haus von Präsident Isaac Batoumen sind die Tische üppig gedeckt und mit Blumen geschmückt, Vertreter des öffentlichen Lebens mit Gattin, elegant gekleidet, erscheinen in großer Zahl. Es gibt verschiedene Sorten Bier und guten Rotwein.
Dort: pietistisch geprägte Genügsamkeit – hier: französische Lebenskultur. Man merkt, dass Kamerun lange unter französischer Herrschaft stand.


