Reisetagebuch von Präses Alfred Buß
Dienstag, 6. September

- Kerstin Othmer-Haake, westfälische Pfarrerin für Kindergottesdienst, arbeitete in Kamerun gemeinsam mit ihrem Kollegen Joseph Bekima.
Voneinander lernen, gegenseitig. Partnerschaft: Austausch auf Augenhöhe. Sich verstehen, verbunden durch den einen Herrn, den einen Geist, die eine Taufe. Gespräch unter Geschwistern.
Oft haben wir das gesagt und von unseren Gastgebern gehört in diesen zweieinhalb Wochen. Darum geht es bei unseren Verbindungen nach Tansania und Kamerun. Aber lassen die so verschiedenen Lebensumstände und Kulturen das zu? Verstehen wir uns wirklich? Kann so ein Besuch, kaum mehr als eine Stippvisite, entscheidend zum Verständnis beitragen? Denken, fühlen und empfinden wir nicht doch ganz anders?
Der Besuch war wichtig – für uns wohl in anderer Hinsicht als für unsere Partner. In Tansania wie in Kamerun wurde die Anwesenheit einer Kirchenleitungsdelegation als starkes Zeichen der Wertschätzung empfunden, das zum Ausdruck bringt: Wir stehen zu euch, auch in schwierigen Zeiten.
Und wir? Etwas von der so ganz anderen Art und Weise, die das Leben in Afrika ausmacht, konnten wir erleben, erspüren, erfahren. Unsere Eindrücke, auch wenn sie an der Oberfläche bleiben, helfen, unsere Geschwister zu verstehen. Bescheiden müssen wir sagen: Dieses Verstehen wird nie auch nur annähernd vollständig sein, denn dazu sind wir zu verschieden. Aber die Ausschnitte und Impressionen dieser ökumenischen Reise werden unsere Partnerschaft künftig mitbestimmen und mitprägen.
















