Frauen in der Kirche
Seit dem 19. Jahrhundert übernahmen Frauen immer größere Anteile der wachsenden sozialen Aufgaben. Bahnbrechend waren dabei die Diakonissenmutterhäuser, die in ihrer Arbeit neue Frauenberufsbilder entwickelten.
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Mitarbeit von Frauen im Gemeindeleben in Verbänden organisiert (z. B. Frauenhilfe, Deutsch-Evangelischer Frauenbund, Bahnhofsmission, Theologinnenverband). 1923 wurden den Frauen in den Presbyterien die gleichen Rechte zugestanden wie den Männern. Diese Gleichberechtigung galt jedoch nicht für das Pfarramt.
Bis 1964 konnten Theologinnen als „Vikarinnen“ lediglich eine eingeschränkte pfarramtliche Tätigkeit ausüben. Erst 1974 konnten Theologinnen ihr Pfarramt mit gleichen Rechten wie Männer ausüben. Die Evangelische Kirche von Westfalen weiß sich durch ihre Kirchenordnung verpflichtet, Geschlechtergerechtigkeit auf allen Ebenen zu fördern.
Aktuelle Herausforderungen
Aufgrund ihrer gesellschaftspolitischen Erfahrungen bezieht die Evangelische Kirche von Westfalen mit Erklärungen zu aktuellen Fragen Stellung und verdeutlicht ihren Standpunkt.
Unsere Landeskirche hat sich in den Gemeinden, kirchlichen Arbeitsbereichen und Kreissynoden mit Themen beschäftigt wie „Zukunft der Arbeit“, „Friedensauftrag der Christen“, „Verantwortung für Gottes Schöpfung", „Gemeinschaft von Frauen und Männern“, „Weltmission, Ökumene und Weltverantwortung“ und „Christen und Juden“.
Seit 2001 beteiligt sie sich an der ökumenischen Dekade zur Überwindung von Gewalt in Familie, Politik und Gesellschaft. "Globalisierung gestalten", die Kamapge gegen Kinderarmut "Lasst uns nicht hängen", die Klima-Allianz sowie das Projekt "Zukunft einkaufen" sind weitere wichtige Meilensteine, die die Evangelische Kirche von Westfalen initiiert hat und maßgeblich mitgestaltet.




