Kirche und Gesellschaft
Im Handlungsfeld Familie geht es der Evangelischen Kirche insbesondere darum, die Gemeinschaft in der Familie so gut wie möglich zu stärken. Zwar sollen alle Beteiligten zu ihrem Recht kommen und in gegenseitiger Verantwortung ein möglichst eigenbestimmtes Leben führen können.
Niemand soll Opfer einer Gemeinschaftsideologie werden. Doch soll das Zusammenleben mit anderen in der Familie als Bereicherung erfahren und die Unterschiedlichkeit als Gewinn wahrgenommen werden. In diesem Sinn kann der Lebenszusammenhang der Familie als Modell für das Zusammenleben der Gesamtgesellschaft dienen.
Von diesem Selbstverständnis her fördert die Evangelische Kirche den Zusammenhalt in der Familie durch verschiedene gruppenspezifische Angebote, wie beispielsweise Familien-, Kinder- und Krabbelgottesdienste und verschiedene Familienbildungsmaßnahmen. Damit möchte sie u.a. Spielräume und Gestaltungsmöglichkeiten im Familienalltag aufzeigen und im Zeichen der Geschlechtergerechtigkeit (Gender) zu einer flexibleren Rollengestaltung beitragen.
Dies bedeutet heute insbesondere auch eine stärkere Beteiligung der Väter am Leben in und mit der Familie. Darüber hinaus versteht sich die Evangelische Kirche als Anwältin der Familien gegenüber dem staatlichen Gesetzgeber und Behörden. Sie bietet ferner Hilfe in Krisen und Konfliktsituationen an.


