Aktuelles :: EKvW.dehttp://www.evangelisch-in-westfalen.dedeEvangelische Kirche von Westfalen, LandeskirchenamtSat, 18 Nov 2017 15:57:51 +0100Sat, 18 Nov 2017 15:57:51 +0100TYPO3 EXT:newsnews-1096Mon, 13 Nov 2017 08:12:48 +0100Westfälische Synode tagt vom 20. bis 23. Novemberhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/christen-im-orient-bedraengt-bedroht-verfolgt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cc17c1132374dad12d2e4d56e9a9873cDie Synode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) kommt vom 20. bis 23. November in Bielefeld-Bethel zusammen. Sie wird einen neuen theologischen Vizepräsidenten wählen.

Dr. Peter Böhlemann, Leiter des Instituts für Aus-, Fort- und Weiterbildung der EKvW in Schwerte-Villigst, und der Dortmunder Superintendent Ulf Schlüter stellen sich am 23. November zur Wahl. Der jetzige Vizepräsident Albert Henz geht im Sommer 2018 in den Ruhestand. Der theologische Vizepräsident ist Stellvertreter der Präses, der leitenden Theologin der westfälischen Landeskirche. Wie alle Mitglieder der Kirchenleitung werden Präses und Vizepräsidenten von der Landessynode für acht Jahre gewählt.

In ihrem Bericht zu Beginn der Synodaltagung wird Präses Annette Kurschus eine aktuelle Zeitansage machen.

Über die bedrängten, bedrohten und verfolgten Christen und Kirchen im Orient spricht der Theologe Professor Dr. Martin Tamcke aus Göttingen. Der syrisch-orthodoxe Erzbischof Mor Polycarpus Dr. Augin Aydin berichtet von ihrer aktuellen Situation.

Der Prozess über „Das Pfarramt in der Dienstgemeinschaft unserer Kirche“ ist nach eineinhalb Jahren zum Abschluss gekommen, mit den Ergebnissen wird sich die Synode beschäftigen. Es geht darum, diesen Schlüsselberuf der Kirche zu stärken – durch Klärung der Rollen und Aufgaben von Pfarrerinnen und Pfarrern in ihrem Verhältnis zu anderen kirchlichen Berufen und zu den zahlreichen Ehrenamtlichen in der Kirche.

Der juristische Vizepräsident Dr. Arne Kupke wird den Haushaltsplan für das nächste Jahr zu Beratung und Beschluss vorlegen.

Die Landessynode, das höchste Leitungsgremium der Evangelischen Kirche von Westfalen, tagt öffentlich. Sie beginnt am Montag, 20. November, um 9.30 Uhr mit einem Gottesdienst in der Zionskirche Bethel. Es predigt die Bielefelder Superintendentin Regine Burg.

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news-1101Fri, 17 Nov 2017 11:33:52 +0100 Ab 20. November am Bethelplatz: Wanderausstellung des Verbandes kirchlicher Archivehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/lutherbilder-aus-sechs-jahrhunderten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8252b8930674fed6bbc97590ef0aa2d2Martin Luther gehört zu den am häufigsten dargestellten Personen der deutschen wie auch der Weltgeschichte. Sein Porträt hat das Bildgedächtnis der Deutschen maßgeblich geprägt. Einen Querschnitt durch die »Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten« bietet die gleichnamige Ausstellung, die vom 20. November bis 20. Dezember 2017 in den Archiven am Bethelplatz zu sehen ist.

Lutherdarstellungen befinden sich bis heute im öffentlichen, kirchlichen und häuslichen Raum. Dabei hat sich bisher jede Zeit »ihr« Lutherbild geschaffen, den Reformator teilweise verherrlicht oder für politische Zwecke instrumentalisiert. 500 Jahre nach der Reformation erläutert die Wanderausstellung des Verbandes kirchlicher Archive diese Zusammenhänge anhand der Abbildungen von 40 Lutherportraits aus sechs Jahrhunderten: In der Anfangszeit der Reformation noch zur Personifizierung der neuen Bewegung verbreitet, wurden Darstellungen Luthers nach seinem Tod als Figur der Heilsgeschichte stilisiert.

Im Widerstreit von Volksfrömmigkeit, Aufklärung und Pietismus begann im 18. Jahrhundert die Auflösung eines einheitlichen Lutherbildes. Die politischen Entwicklungen des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts führten zu einer zunehmenden nationalistischen Vereinnahmung Luthers bis hin zur Ideologie des Nationalsozialismus. Lutherdarstellungen der nachfolgenden Jahrzehnte zeigen eine Annäherung an unterschiedliche Lutherrezeptionen bis heute.

Exponate aus den Beständen des Landeskirchlichen Archivs der Evangelischen Kirche von Westfalen und des Hauptarchivs der v. Bodelschwinghschen Stiftungen wie Konfirmationsscheine, Bibeln und Theologische Schriften zeigen den unterschiedlichen Gebrauch von Lutherdarstellungen im Laufe der Jahrhunderte.

Die Ausstellung ist geöffnet montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr und zusätzlich während des Gadderbaumer Weihnachtsmarktes vom 8. bis 10. Dezember im Foyer der Archive am Bethelplatz, Bethelplatz 2, 33617 Bielefeld.

Der theologische Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen, Albert Henz, wird die Ausstellung mit einem Grußwort am Dienstag, 21. November 2017, um 14.30 Uhr offiziell eröffnen. 

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news-1100Thu, 16 Nov 2017 10:36:57 +0100Die Synode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) kommt vom 20. bis 23. November in Bielefeld-Bethel zusammen. Sie wird einen neuen theologischen Vizepräsidenten wählen.http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/westfaelische-synode-beginnt-am-montag/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d724a060d8a13ba608d8671dece6138dDr. Peter Böhlemann, Leiter des Instituts für Aus-, Fort- und Weiterbildung der EKvW, und der Dortmunder Superintendent Ulf Schlüter stellen sich am zur Wahl. Der jetzige Vizepräsident Albert Henz geht im Sommer 2018 in den Ruhestand.

Auf der Tagesordnung steht auch die Lage der verfolgten Christen im Orient. Das »Kirchenparlament« wird sich außerdem mit dem Thema »Das Pfarramt in der Dienstgemeinschaft unserer Kirche« beschäftigen. Dabei geht es darum, den Pfarrberuf zu stärken – durch Klärung seiner Rollen und Aufgaben im Verhältnis zu anderen kirchlichen Berufen und zu den zahlreichen Ehrenamtlichen in der Kirche.

Die Landessynode, das höchste Leitungsgremium der Evangelischen Kirche von Westfalen, tagt öffentlich. (Pressemitteilung 93/2017)

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news-1099Thu, 16 Nov 2017 10:07:00 +0100Erste Jugendsynode im Kirchenkreis Wittgenstein zu Ende gegangenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wie-die-kirche-im-jahre-2030-aussehen-soll/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3af41a015285c677fc3f5a7cf8b88733Kaum hatte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm im Rahmen der EKD-Synode in Bonn gefordert, Jugendliche stärker in Entscheidungsprozesse einzubinden, war im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein die erste Jugendsynode zu Ende gegangen.

Anderthalb Jahre lang hatten Haupt- und Ehrenamtliche aus der Jugendarbeit im Kirchenkreis die Synode vorbereitet. So konnte das Leitungsteam um Corinna Hedrich mehr als 30 Delegierte zwischen 15 bis 30 Jahren im Abenteuerdorf in Wemlighausen begrüßen.

Nach einem Grußwort von Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann (per Skype zugeschaltet) ging es für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in intensive Gruppenarbeitsphasen.

Dabei drehte sich alles um das Thema »Wie die Kirche im Jahre 2030 aussehen soll«. Konkret ging es um Finanzen und Vernetzung, um Kirche im Internet und Glauben im Alltag, um Mitarbeiter-Motivation und Gottesdienst-Gestaltung, um Gemeinde mit Blick auf die Welt und die Zukunft der Jugendarbeit. Das Ziel: eine lebendige evangelische Kirche in Wittgenstein und im Hochsauerland im Jahr 2030.

Bessere Möglichkeiten der Kommunikation, die leichtere Zugänglichkeit zu Informationen, ein klares Einbringen von christlichen Positionen in den Alltag - all das waren unumstrittene Positionen. Anders als beim Thema Kirchenmusik. Während die einen jüngere Musik forderten, wollten andere den älteren Gottesdienst-Besuchern die Orgel nicht komplett wegnehmen.

Fazit nach drei Tagen intensiver Arbeit: ein Stück gelebte Demokratie und eine wichtige praktische Übung. Die Ergebnisse der Synode wurden Superintendent Stefan Berk am Ende in einem Koffer mitgegeben. Er wird sie auf der nächsten Kreissynode vorstellen. Anfang des kommenden Jahres wird es dann eine öffentliche Tagung geben, auf der die Synodalen des Kirchenkreises mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen können.

Die Jugendsynode wurde vom Kreis Siegen-Wittgenstein und von der Evangelischen Kirche von Westfalen finanziell unterstützt.

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news-1098Thu, 16 Nov 2017 08:12:40 +0100Reformationsjubiläum hat die Kirche veränderthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ekd-synode-beschliesst-aufgaben-fuer-die-zukunft/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c9ac619b15a3e7a5d961fa5067afe6b0Mit einem Abschlussgottesdienst ist die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Mittwoch (15. November) zu Ende gegangen.

»Die Synodentagung war ein wichtiger Schritt, um den Schwung aus dem Reformationsjubiläum mitzunehmen«, sagte Irmgard Schwaetzer, Präses der Synode. Das Reformationsjubiläum habe die Kirche verändert, sie offener gemacht und neue Lust auf Theologie geweckt. »Das macht mich zuversichtlich für eine Kirche mit Strahlkraft«.

Am Vormittag hatte das Kirchenparlament einen Beschluss zum Schwerpunkthema »Zukunft auf gutem Grund« gefasst. Darin wurden wichtige Aufgaben für die künftige Gestaltung der Kirche benannt: Neben einer Vertiefung der Ökumene und der Förderung innovativer Beteiligungsformen gehört dazu auch die Weiterentwicklung zeitgemäßer Kommunikationsformen. »Die Frage nach Gott wird heute anders gestellt als noch vor zwanzig Jahren«, sagte Schwaetzer.

Erste konkrete Projekte zur Lösung der benannten Aufgaben brachte die Synode bereits in Bonn auf den Weg. So beschloss die Synode, bis zur nächsten Tagung Strukturen für einen digitalen Aufbruch der Kirche zu entwickeln. Zudem stimmte die Synode zu, die Konficamps in Wittenberg auch künftig weiterzuführen. Wegweisend für die Zukunft der Kirche ist auch das Thema für die nächste Synodentagung: Im kommenden Jahr will sich EKD-Synode mit den »Lebenswelten der Jugend« beschäftigen.

Die Tagung in Bonn setzte aber auch politische Signale: So unterstrich die Synode ihr Votum für den Familiennachzug von Geflüchteten. »Familie ist der Raum, in dem Vertrauen wächst und in dem Menschen dauerhaft Verantwortung füreinander übernehmen«, heißt es in einer entsprechenden Erklärung. Zudem forderte die Synode, legale Zugänge von Menschen nach Europa zu schaffen.

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news-1097Tue, 14 Nov 2017 15:00:00 +0100Grußkartenaktion zur Jahreslosung 2018 in der Evangelischen Kirchengemeinde Bottrophttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kinder-malen-biblische-worte/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=53c5313ae0dcc74da5be034147112131Was denken Kinder über die Worte der Jahreslosung 2018? Wie verstehen sie den Satz aus der Offenbarung des Johannes: Gott spricht: »Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.« (Offenbarung 21,6)?

Zusammen mit Pfarrerin Dr. Lisa J. Krengel und dem Fachbereich Elementare Bildung und Schule haben Kinder aus allen sieben Kindertageseinrichtungen der Evangelischen Kirchengemeinde Bottrop die Worte der Jahreslosung in ein gemaltes Bild verwandelt. Daraus sind Grußkarten entstanden, die käuflich erworben werden können.

Dabei sind berührende Werke entstanden: Leopold malt, wie ein Mensch einen anderen tauft. Amelies Strichmännchen steht direkt an der Wasserquelle. Und Hannes hat einen Wassertransporter gemalt, der Wasser in Länder fährt, wo es wenig Wasser gibt.

Grafikdesigner Martin Holtkamp von der Agentur Firestone hat aus den Bildern der Kinder zahlreiche Grußkarten und einen DIN A3-großen Kalender erstellt. Diese sind nun zum einen als Grußkartenset (bestehend aus zwölf unterschiedlichen Grußkarten und Briefumschlägen) zum Preis von 7 Euro und als Kalender für das Jahr 2018 mit 13 Bildern zum Preis von 10 Euro zu erwerben. Im Set kann beides zum Preis von 15 Euro erworben werden. Der Erlös der Aktion fließt in ein großes Kinderfest, das im Juni 2018 im Bottroper Stenkhoffbad veranstaltet wird.

Bestellt werden können die Produkte im Infobüro der Evangelischen Kirchengemeinde Bottrop unter 02041 31700 und per Mail: altstadt@ev-kirche-bottrop.de. Die Kosten für Verpackung und Versand betragen 3,95 Euro.

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news-1095Fri, 10 Nov 2017 11:26:08 +0100Reformatorische Erkenntnisse für den Frieden in einer pluralen Gesellschafthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/jahresempfang-des-ev-kirchenkreises-siegen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8deae1a1fe52d23c31062f701a994c03Das 500. Reformationsjubiläum ist noch nicht verklungen. Grund für den Evangelischen Kirchenkreis Siegen, Luther und sein Wirken beim Jahresempfang aufzugreifen.

Etwa 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft, gesellschaftlichen Gruppierungen und Kirche waren dazu am 6. November in die Evangelische Johanneskirche auf dem Rödgen gekommen. Gastredner Professor Dr. Wolfgang Huber, ehemals Berliner Bischof und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, hielt einen Festvortrag zum Thema: »Impulse der Reformation für unsere plurale Gesellschaft heute«.

Als einen Impuls aus der Erkenntnis der Reformation beschrieb Huber zum Stichwort Pluralität zunächst das Berufsverständnis Luthers, das auch auf die ehrenamtliche Tätigkeit in der Zivilgesellschaft oder die Familienarbeit übertragen werden könne »In all diesen Feldern sind Menschen Ehrengäste auf dieser Erde, weil es für sie eine Ehre ist, im Auftrag Gottes für die Mitmenschen tätig zu sein und darin auch für sich selber Erfüllung finden durch das Einbringen ihrer Gaben.«

Hinsichtlich gesellschaftlicher Pluralität in Deutschland benennen die Menschen unwillkürlich die Präsenz des Islam. Huber erinnerte an den schrecklichen Terroranschlag auf das World-Trade-Center und das Pentagon am 11. September 2001. Denn seitdem habe man in Deutschland begonnen, Menschen nach ihrer Religionszugehörigkeit zu sortieren und beispielsweise nicht nach ihrer Staatsangehörigkeit. Weder die Verharmlosung noch die pauschale Dramatisierung werde dem Phänomen der religiösen Pluralität gerecht. Zudem lasse man den Betroffenen nicht Gerechtigkeit widerfahren, wenn man sie auf ein einziges Identitätsmerkmal, wie die religiöse Identität, reduziere. Menschen hätten eine multiple Identität. Wenn bestimmte Identitätsmerkmale absolut gesetzt würden, sei der Konflikt vorprogrammiert.

Die Reformatoren, so Huber, hätten die eine Kirche der westlichen Christenheit, deren Teil sie gewesen seien, auf ihren Ursprung, ihre Wurzel, auf den Kern des Evangeliums zurückführen wollen. Es sei jedoch nicht zur Disputation gekommen und das Tischtuch nach einigen Jahren zerschnitten gewesen. Auf dem Reichstag zu Worms habe Luther dann gesagt: »Widerrufen kann ich nur, wenn ich aus Gründen der Vernunft oder der Heiligen Schrift des Irrtums überführt werde. Wenn ich dieses Irrtums nicht überführt werde, muss ich meinem Gewissen folgen und keine Macht der Welt kann mich zwingen, davon abzulassen.«

Huber erinnerte ferner an das zweite Vatikanische Konzil, das die Ökumene voranbrachte. Und er erinnerte daran, dass die Kirchengemeinschaft zwischen lutherischen und reformieren Kirchen in Deutschland und Europa erst mit der Leuenberger Konkordie von 1973 geklärt wurde. Wolfgang Huber: »Mir ist es so wichtig, auf diesen Punkt einen realistischen und selbstkritischen Blick zu werfen, weil es die unerlässliche Voraussetzung dafür ist, dass wir auf die heutigen Aufgaben des Umgangs mit religiöser Pluralität nicht in einem Geist der Überheblichkeit und der Selbstgerechtigkeit zugehen, sondern in einem Bewusstsein, wie lang die Lernprozesse gedauert haben, die wir selber gebraucht haben.«

Anschließend ging er der Frage nach, ob die deutsche Gesellschaft zu Recht als plurale Gesellschaft beschrieben werde oder sie nicht zutreffender eine säkulare Gesellschaft sei. Säkular bedeute, dass Religion für das Leben und Handeln in dieser Gesellschaft keine Rolle spiele. Hubers Fazit: »Nein, diese Gesellschaft ist nicht säkular, aber der Staat ist, Gott sei Dank, säkular. Staat und Recht sind säkular. Sie kennen keine Präferenz für eine Religion. Und genau damit gewährleisten sie die Religionsfreiheit für alle.« Er gehe davon aus, dass die Rolle des Islam und muslimisch geprägter unterschiedlicher Gemeinschaften wachsen und in Deutschland die säkulare Option eine starke Rolle spielen werde.

Religiös und konfessionell nicht zugeordnet seien in Deutschland heute 35 Prozent der Bevölkerung. Huber: »Wir machen natürlich einen Fehler, wenn wir diese Präsenz der säkularen Option als Kirche meinen ignorieren zu können. Wir machen übrigens auch einen riesigen Fehler, wenn wir uns nicht klar machen, dass unter diesen 35 Prozent, also unter diesen so gerechnet 25 Millionen Menschen, ganz bestimmt sechs oder sieben Millionen Menschen sind, die getauft sind und bleiben, aber im Laufe der Zeit aus dem einen oder anderen Grund die Kirche verlassen haben.« Die von ihm nüchtern beschriebene Situation solle nicht mit dem Argument als etwas nicht Änderbares hingestellt werden, indem man sage, es gehöre doch einfach zur modernen Gesellschaft, dass die Menschen ihre Religionsgemeinschaften in größerem Maße verlassen.

Das sei doch normal. Huber: »Nein, das ist nicht normal.« Er machte deutlich, dass Deutschland sich im weltweiten Vergleich in einer ziemlich untypischen Situation befindet. Weltweit betrachtet gelte ohne jeden Zweifel, dass Religion ein Megathema des 21. Jahrhunderts sei. Das Christentum werde wachsen. Der Islam werde aber stärker wachsen, weil der Islam in Ländern mit hoher Geburtenrate besonders stark sei. Für Huber ist es wichtig,  für einen christlichen Glaubens einzutreten, der den einzelnen Menschen im Gegenüber zu Gott sieht. Und damit jedem die gleiche Würde und die gleichen Rechte anerkennt.

 

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news-1094Fri, 10 Nov 2017 10:31:18 +0100Zwischenbilanz des Pilotprojektes in Borgentreichhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/psychosoziale-beratung-fuer-besonders-schutzbeduerftige-fluechtlinge/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ac5aaf75a69058270069fc7c0578456bPsychosoziale Beratung für Flüchtlinge hilft, Konflikte zu vermeiden, und fördert die Integration. Davon sind alle Kooperationspartner eines Modellprojekts in Borgentreich überzeugt. Seit Mai 2016 bietet dort die Diakonie Paderborn-Höxter in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) des Landes NRW für Flüchtlinge eine psychosoziale Beratung an – als Hilfe für besonders schutzbedürftige, häufig traumatisierte Menschen.

Psychologische Beratungsangebote gehören derzeit nicht zum Beratungsangebot in Unterbringungseinrichtungen für Flüchtlinge des Landes NRW. Das Modellprojekt der psychosozialen Beratung ist auf zwei Jahre angelegt und läuft bis April 2018. In seinem Rahmen soll ermittelt werden, ob in Unterbringungseinrichtungen des Landes eine regelmäßige psychosoziale Beratung und Betreuung notwendig ist – neben der bestehenden Asylverfahrensberatung sowie der medizinischen Versorgung durch Sanitätsstation und Ärzte.

Jetzt haben die beteiligten Projektpartner ein erstes positives Fazit gezogen: »Die bisherigen Erkenntnisse aus dem Modellprojekt zeigen, dass psychosoziale Beratung und Begleitung in ZUEs notwendig ist«, erklärt Jutta Vormberg, Vorstand der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. In vielen Fällen konnte den besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen geholfen werden, viele sind psychisch stabiler geworden. »Alle Kooperationspartner vor Ort bestätigen die positive Entwicklung«, so Vormberg.

Sie dankt der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und dem Evangelischen Kirchenkreis Paderborn, die das Projekt finanziell unterstützen, ebenso der Bezirksregierung Detmold, die die ZUE leitet, und der Betreuungsorganisation der Malteser. Durch die Unterstützung und enge Kooperation aller Beteiligten sei es möglich geworden, dieses Modellprojekt durchzuführen.

»Mit der Förderung des Projektes möchte die Evangelische Kirche von Westfalen ein Zeichen dafür setzen, dass die individuellen Folgen von Krieg, Flucht und Vertreibung für Geflüchtete in der Landesunterbringung Beachtung finden müssen und können. Wir hoffen, dass es sich auf die Gesamtkonzeption des Landes für die Unterbringung auswirkt«, erklärt Pfarrer Helge Hohmann, Beauftragter für Zuwanderungsarbeit der EKvW.

Zwischen Mai 2016 und April 2017 wurde die Beratungsstelle von 129 Personen aufgesucht. In diesem Zeitraum fanden ca. 550 Beratungskontakte mit Einzelpersonen, Familien und Paaren statt. 20 Prozent der Männer und 10 Prozent der Frauen berichteten über Gewalterfahrungen.
Positive Rückmeldungen kommen auch von Flüchtlingen, der Betreuungsorganisation der Malteser und von Kommunen. Das Leben in der Unterkunft sei friedlicher geworden, berichten Betreuer und Bewohner.

Das Modellprojekt Psychosoziale Beratung für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge

Die Evangelische Kirche von Westfalen unterstützt das Modellprojekt aus ihren Sondermitteln für Flüchtlingsarbeit Sie hat 80 Prozent der Personalkosten für die zweijährige Laufzeit übernommen (rund 85.000 Euro). Weitere 20.000 Euro stellt der Evangelische Kirchenkreis Paderborn aus eigenen Mitteln zur Verfügung. Träger des Modellprojektes ist die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. Für das Modellprojekt wurde eine Stelle im Umfang von 30 Wochenstunden eingerichtet und mit einer Diplom-Psychologin besetzt. Beratungsanlässe sind zum Beispiel Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, innere Unruhe, Depressionen oder depressive Verstimmungen, Angststörungen und Albträume. Die psychosoziale Erstberatung bietet entlastende, stützende Gespräche und erste stabilisierende Maßnahmen, die die betroffenen Personen auffangen und für Sicherheit sorgen.

ZUE Borgentreich

Die ehemalige Kaserne in Borgentreich, die der Koptischen Kirche in Deutschland gehört, ist seit Herbst 2014 eine Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) des Landes NRW für Flüchtlinge. In den 29 Gebäuden auf dem über hunderttausend Quadratmeter großen Gelände können im Regelbetrieb bis zu 500 Menschen untergebracht werden. Geleitet wird die Einrichtung von der Bezirksregierung Detmold. Die Malteser betreuen im Auftrag des Landes NRW die Flüchtlinge und Asylbewerber. Sie sind unter anderem zuständig für die Betreuung, Verpflegung und medizinische Akutversorgung der Bewohner. Das Sicherheitsunternehmen Kötter sorgt im Auftrag der Bezirksregierung für einen geordneten Ablauf und hilft, den sozialen Frieden in der Einrichtung zu sichern. Die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. ist für die Asylverfahrensberatung und die Entgegennahme von Beschwerden der Flüchtlinge zuständig. (Pressemitteilung 91/2017)

 

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news-1093Fri, 10 Nov 2017 10:05:55 +0100Zwei neue Lüpertz-Fenster erstrahlen in der Lippstädter Marienkirchehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/die-geschichte-der-kirche-fortschreiben/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=984cff4772b57cfd71aa9e2c926d63fcDer Künstler Markus Lüpertz hat anlässlich des Reformationsjubiläums im Auftrag der Evangelischen Kirchengemeinde Lippstadt zwei Glasfenster für die Marienkirche in Lippstadt gestaltet. Am Sonntag, 12. November, sind sie der Gemeinde und der Öffentlichkeit im Rahmen eines Festgottesdienstes vorgestellt worden.

Nicht einmal zwei Jahre nach der Idee, das nur in Fragmenten vorhandene Luther-Fenster der Marienkirche - es war bei Sanierungsarbeiten in den 1970er Jahren zerstört worden - wiederherzustellen, freut sich die Gemeinde nun über dessen Fertigstellung. Zusätzlich wurde ein weiteres neues Reformationsfenster in Auftrag gegeben.

»Im Presbyterium stellte sich die Frage, warum nur altes wiedergestellt werden soll? Warum nicht im Jahr des Reformationsjubiläums etwas Eigenes, Neues, Zeitgemäßes schaffen und so die Geschichte der Marienkirche fortschreiben«, fasst Pfarrer Thomas Hartmann die damaligen Überlegungen zusammen.

Lüpertz gehört zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart und war Professor für Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe sowie über 20 Jahre Rektor der Kunstakademie Düsseldorf. Zu Lüpertz Werken gehören vor allem Gemälde und Skulpturen aber auch Kirchenfenster, die unter anderem im französischen Nevres, in der Kölner Dominikanerkirche St. Andreas und in der Lübecker Marienkirche zu sehen sind. Hergestellt wurden die Fenster in den Glasstudios Derix in Taunusstein.

Vom Luther-Fenster im Südwesten der Marienkirche existierte seit der teilweisen Zerstörung nur noch der obere Teil sowie das Spruchband. Es trägt den Schriftzug »Ein feste Burg ist unser Gott« und greift den bekannten Choral Luthers auf. Die vorhandenen Fragmente wurden von Lüpertz durch einen neuen Mittelteil ergänzt und lassen die Gestalt des Reformators in einem neuen und bunten Licht erstrahlen.

Das neue Reformationsfenster zeigt eine abstrakte Gestalt. Die rechte Hand der Figur hält ein Buch, die linke Hand weist zum Betrachter hin. Das Gesicht des »neuen Reformators« ist der Darstellung Luthers zugewandt und lädt zu einem Dialog ein. Der Sockelbereich des Reformationsfensters trägt die Inschrift »Der Himmel geht über allen auf - 500 Jahre Reformation 2017«. Sie nimmt Bezug auf das Kirchenlied von Peter Jansen und ist Ausdruck einer geweiteten und offeneren Sicht auf Kirche und Gesellschaft als Luther sie seinerzeit hatte.

Für die Finanzierung der Fenster konnten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Stiftungen gewonnen werden, so dass keine Kirchensteuermittel einfließen. »Das zeigt die Verbundenheit der Lippstädter zu diesem historischen Gebäude und zu diesem wegweisenden Projekt«, freut sich Pfarrer Hartmann.

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news-1092Thu, 09 Nov 2017 14:46:28 +0100Herforder Chorfesttage vom 11. bis 19. Novemberhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/die-reformation-singend-erleben/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=410682499cb1bfe5d47527fcf8ecc1b6Die 8. Herforder Chorfesttage widmen sich in diesem Jahr natürlich dem Jubiläum »500 Jahre Reformation«. In Kooperation von der Hochschule für Kirchenmusik und  Herforder Kirchengemeinden finden vom 11. bis 19. November drei Veranstaltungen statt.

Am 11. November geht es ab 17 Uhr in der Münsterkirche Herford um den »Einen Gott«, im Spannungsfeld zwischen protestantischer und katholischer Kirchenmusik. Aufgeführt werden die »Kirchliche Festouverture« von Otto Nicolai und Felix Mendelssohns »Reformationssinfonie«. Als Kontrast schließt Anton Bruckners klanggewaltiges »Te Deum« das Programm, dargeboten von den Chören der Münsterkirche Herford und der Kantorei Bad Kissingen.

Am Freitag, 17. November, findet ab 16.30 Uhr ein Mit-Mach-Nachmittag in der Hochschule für Kirchenmusik statt. Dazu sind alle Kinder und Jugendlichen von acht bis zwölf Jahren eingeladen. Zusammen mit Frauke Seele-Brandt, Chorleiterin der Singschule Christuskirche Minden und Dozentin für Kinder-und Jugendchorleitung an den Hochschulen Herford und Münster, werden sie singen, sich bewegen und Rhythmen spielerisch erlernen. Der Nachmittag schließt um 18 Uhr mit einer kleinen Präsentation für die Erwachsene und alle Interessierten ab. Um Anmeldungen per E-Mail (info@hochschule-herford.de) wird gebeten.

Den Abschluss der Chorfesttage bildet ein Konzert am 19. November in der Herforder St. Marien-Kirche. Es beginnt um 20 Uhr und zeichnet die Klangwelt einer evangelischen Messe um etwa 1620 nach. Im Mittelpunkt stehen mehrchörige Konzerte von Michael Praetorius mit bis zu 20 Stimmen. Das barocke Instrumentarium, sieben Solisten, der Hochschulchor sowie Mitglieder der Westfälischen Kantorei werden den Kompositionen eine farbige und abwechslungsreiche Gestalt geben.

Kartenvorverkauf:
Buchhandlung Otto, Höckerstr. 6, 32052 Herford
Gemeindebüro Herford Mitte, Münsterkirchplatz 5, 32052 Herford
Widukind Museum Enger, Kirchplatz 10, 32130 Enger
Spielzeug Sundermeier, Goetheplatz 7, 32257 Bünde
Anfragen und Karten für auswärtige Gäste 0160 - 65 00 347

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news-1091Thu, 09 Nov 2017 10:47:45 +0100Erste Bilanz der Fachstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmunghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/umgehend-und-umsichtig-reagieren/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=71eb00f6f4e072dfec8ed98a243d5f55Eine erste Bilanz hat die kirchlich-diakonische Fachstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung (FUVSS) in Düsseldorf gezogen. Die vom Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe, der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und der Lippischen Landeskirche getragene zentrale Anlaufstelle hat ihre Arbeit Anfang 2013 aufgenommen.

Ein Schwerpunkt ist die Bearbeitung von Anträgen auf Anerkennung des Leids, das Betroffenen sexualisierter Gewalt in Kirche und Diakonie widerfahren ist. Vor einigen Jahren war bekannt geworden, dass Kinder und Jugendliche auch in evangelischen Heimen hauptsächlich in den Fünfziger- und Sechzigerjahren Gewalt erleiden mussten. Seitdem haben sich 142 ehemalige Heimkinder und andere Opfer sexualisierter Gewalt an die Fachstelle gewandt. Davon erhielten 139 eine Geldzahlung von jeweils 5.000 Euro in Anerkennung des erlittenen Leids.

»Wir tragen als Kirche und Diakonie Verantwortung für institutionelles Versagen und das dadurch verursachte Leid – auch wenn es sich nicht juristisch oder personell festmachen lässt«, sagt dazu Oberkirchenrätin Doris Damke von der EKvW. »Dieses Leid lässt sich nicht entschädigen und nicht wiedergutmachen. Es geht darum, die Opfer ernst zu nehmen, anzuerkennen und ihr Schicksal zu würdigen. Die Geldzahlung hat Symbolcharakter.« Hinzu kamen weitere Unterstützungen von kirchlicher und anderer Seite wie Therapien und Rentennachzahlungen.

Die Arbeit der FUVSS zielt auch darauf, sexualisierter Gewalt im Bereich von Kirche und Diakonie vorzubeugen – und, wenn es dazu kommt, umgehend und umsichtig zu reagieren. »Einem Verdacht muss immer schnell und konsequent nachgegangen werden. Dabei ist das mögliche Opfer unbedingt zu schützen. Auch die verdächtigte Person darf man nicht vorschnell als Täter abstempeln«, erläutert Birgit Pfeifer, Leiterin der Fachstelle. Sie ist beratend in Kirchenkreisen, Gemeinden und diakonischen Einrichtungen unterwegs, führt Fortbildungen durch und arbeitet gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort an der Prävention. Wichtig ist ihr dabei der Prozesscharakter eines Schutzkonzeptes. »Hier sind Leitungskräfte, Ehren- und Hauptamtliche, aber auch Eltern mit ihren Kindern eingebunden. Es geht um Fachwissen, um verbindliche Regeln für alle, um einen Beschwerdeweg für Betroffene und vieles mehr.« Seit Birgit Pfeifer diese Aufgabe vor einem Jahr übernahm, hatte sie mit mehr als 20 höchst unterschiedlichen einzelnen Fällen zu tun.

»Eine abgestimmte Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure ist wesentliche Voraussetzung für den professionellen Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung«, sagt Christian Heine-Göttelmann, Vorstand des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe. Zu diesen Akteuren gehören unter anderem die qualifizierten Ansprechpersonen in den Kirchenkreisen und Einrichtungen der Evangelischen Kirche von Westfalen (siehe Link). An sie können sich Betroffene, aber auch Beschuldigte und Zeugen wenden. »Wir sind sicher, dass die professionelle Arbeit der Fachstelle sehr geholfen hat, Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung vorzubeugen. Gut, dass es sie gibt«, betont Heine-Göttelmann.

Bereits seit 2001 bestehen in der Evangelischen Kirche von Westfalen Regeln zum Umgang mit sexualisierter Gewalt. (Pressemitteilung 90/2017)

 

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news-1085Thu, 02 Nov 2017 15:59:06 +0100NRW-Kirchen wollen Schwung des Reformationsjubiläums nutzenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/doppelpunkt-nach-dem-hoehepunkt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=abfb5c0341f34fa98a4d586b2ea8c9e4Nach der Reformation ist vor der Reformation: Das Finale des 500. Jubiläumsjahres markiert für die evangelischen Kirchen in NRW das Ende der Feiern, aber nicht das Ende der Veränderung. Herausforderungen sind die Ökumene und der Mitgliederrückgang.

Hammerschläge und Posaunenchöre, Festgottesdienst und Fernsehgala, offene Kirchen und Lichtkunst: Selbstbewusst, aber auch selbstkritisch und selbstironisch haben die evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen den Höhepunkt des Reformationsjubiläums gefeiert. Das Finale am 500. Jahrestag von Luthers Thesenanschlag beendete ein ganzes Festjahr mit einem wahren Veranstaltungsmarathon, dem bereits eine volle Dekade mit Themenjahren zur Reformation vorausgegangen war. Jetzt geht es vor allem darum, was bleibt und wie es weitergeht.

Hunderte Veranstaltungen auf allen Ebenen prägten das Jubiläumsjahr, das aus Sicht der Kirchen größtenteils noch erfolgreicher verlief als erhofft. Entsprechend positiv fielen die meisten Bilanzen der Ausstellungen, Konzerte, Theaterstücke, Gottesdienste, Diskussionsrunden und Aktionen aus. Das Pop-Oratorium »Luther« der Creativen Kirche in Witten sahen mehr als 135.000 Menschen, die Ausstellung »Luther. 1917 bis heute« entpuppte sich mit über 110.000 Besuchern als erfolgreichste Sonderschau in der zehnjährigen Geschichte des LWL-Museums für Klosterkultur in Lichtenau.

Besonders erfolgreich waren Formate, bei denen die Kirchenmauern verlassen wurden oder bei denen Akteure und Institutionen von Kultur und Gesellschaft eingebunden waren - oder sogar eigene Aktionen organisierten. Viel wichtiger als die Zahlen ist aber für die Kirchen, dass sich wieder mehr Menschen mit ihrem Glauben und ihrer Kirche identifizieren. Die protestantische Botschaft der Freiheit eines Christen, der zugleich Verantwortung für seine Mitmenschen hat, sei auf vielfältige, kreative und lebensfrohe Weise in die Gesellschaft getragen worden, hieß es.

Historischer Fortschritt in der Ökumene

Die Rückmeldungen auf eine Briefpost an alle protestantischen Haushalte in Westfalen zeigen nach Angaben der westfälischen Präses Annette Kurschus, dass auch Menschen mit ihren Lebensthemen erreicht wurden, die nicht zur kirchlichen Kerngemeinde gehören. Als Erfolg gilt nicht zuletzt die ökumenische Ausrichtung des Jubiläumsjahres: Statt evangelische Nabelschau zu betreiben, wurde gemeinsam mit den Katholiken ein »Christusfest« gefeiert, vielfach ist von einem historischen Fortschritt in der Ökumene die Rede.

Allerdings dürfe man beim Erreichten nicht stehenbleiben, mahnt der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski. Die Menschen an der kirchlichen Basis hätten wenig Verständnis für ökumenische Stagnation. Auch für Kurschus müssen die jüngsten ökumenischen Akzente »Folgen für das weitere Miteinander unserer Kirchen« haben. Ähnlich sieht es der lippische Landessuperintendent Dietmar Arends: Die Annäherung der Kirchen im Jahr des 500. Reformationsjubiläums sei Schwung und Verpflichtung, konkrete Schritte zu mehr Gemeinsamkeit zu unternehmen.

In glaubenspraktischen Fragen wie einem gemeinsamen Abendmahl zeichnet sich allerdings trotz der atmosphärischen Verbesserungen bislang kein Fortschritt ab. Dass etwa der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki in der ökumenischen Adventsvesper am Reformationstag im Altenberger Dom die einigende Kraft der Taufe hervorhob und dem rheinischen Präses Rekowski ein Luther-Bildnis schenkte, täuscht nicht darüber hinweg, dass der konservative katholische Theologe nach wie vor zentrale Unterschiede im Kirchen- und Sakramentsverständnis sieht. Ein gemeinsames Abendmahl mit Protestanten, das für Rekowski »folgerichtig und konsequent« wäre, kann er sich nicht vorstellen.

»Kraftquelle und Sprungbrett«

Doch nicht nur die Ökumene stellt die evangelischen Kirchen nach dem Reformationsjubiläum vor Herausforderungen. Der 31. Oktober sei kein Schlusspunkt, sondern ein Doppelpunkt gewesen, sagt Präses Kurschus. Die Erfahrungen des Jubiläums könnten »Kraftquelle und Sprungbrett« für die Umsetzung notwendiger Reformen und neuer Ideen in nächster Zeit sein. Landessuperintendent Arends spricht von Reformation als bleibender Aufgabe.

Präses Rekowski mahnt, angesichts sinkender Mitgliederzahlen eingefahrene Gleise zu verlassen und kirchliche Arbeitsformen noch entschlossener umzubauen. »Türen auf, Fenster auf, raus auf die Plätze und Straßen, mutig etwas ausprobieren», lautet seine Devise. Die Kirche müsse auch künftig ihre Botschaft unter die Leute bringen: »Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.« (epd)

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news-1082Tue, 31 Oct 2017 12:30:00 +0100Gottesdienst der Landeskirchen in NRW zum 500-jährigen Reformationsjubiläumhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/praeses-annette-kurschus-die-kirche-ist-kein-bunker/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=70afd3dd0b913db4cd59eafdc9dcd176500 Jahre nach dem Beginn der Reformation hat Präses Annette Kurschus die christliche Freiheit in den Mittelpunkt gestellt. »Vor Gott gibt es nichts, was mich besser oder gesicherter dastehen ließe als andere. Ich genüge voll und ganz. Denn Christus steht für mich ein«, sagte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen im Gottesdienst, den die evangelischen Kirchen in NRW am Dienstag zum Reformationsjubiläum in Soest feierten.

Wer solche Freiheit annimmt, den könne kein fremder und kein eigener Anspruch knechten oder verbiegen. Doch die Unfreiheit sei verführerisch: »Da gibt es Stimmen, die wissen schon immer ganz genau, wer in der Gesellschaft dazugehört und wer nicht. Stimmen, die mit Masse und Lautstärke entscheiden, wer ganz in Freiheit leben darf und wer nicht – und wer es entweder ganz unten aushalten muss oder besser geht. Bereitwillig geben Menschen ihre Freiheit auf – nur damit ihnen jemand die Angst abnimmt und das Denken.« Dagegen betonte die Präses, dass die von Gott geschenkte Freiheit »in die Verantwortung ruft für unsere Mitmenschen«. Die Kirche, das Haus des Glaubens, »ist kein Bunker. Und die feste Burg, die unser Gott ist, verbietet es, ihn bei uns einzumauern und unsere Köpfe und Herzen durch Zugbrücken und Schießscharten vor allem Anderen und Fremden zu schützen.«

Ministerpräsident Laschet las aus der Bergpredigt

An dem Festgottesdienst in der voll besetzten Soester Wiesenkirche wirkte auch Ministerpräsident Armin Laschet mit, der einen Abschnitt aus der Bergpredigt Jesu las. Für die Evangelische Kirche im Rheinland war Vizepräsident Christoph Pistorius dabei, die Lippische Landeskirche vertrat Kirchenleitungsmitglied Susanne Schüring-Pook. Kai Hegemann führte als Ortspfarrer der Wiesenkirche durch die Liturgie. Der Steinmetz Michael Düchting beschrieb sein Handwerk und erklärte, die großen Kirchengebäude seien – wie die Wiesenkirche - immer Baustellen und damit »ein Sinnbild für Kirche heute und in Zukunft«.

»Rausgehen, neue Wege gehen, um anderen zu begegnen – auch das ist Reformation«, sagte Antje Limbrock, die von der ehrenamtlichen Arbeit im Kirchenkiosk »Vis à Wiese« berichtete. In diesem für alle offenen Begegnungszentrum finden Besucher nicht nur Informationen, sondern auf Wunsch auch Ansprechpartner für Fragen des Lebens und Seelsorge.

Leuchtkraft und Vollkommenheit

Die Glasrestauratorin Simone Schmidt schilderte, wie sie an den mittelalterlichen Fenstern der Wiesenkirche arbeitet und sich so mit den Generationen der Jahrhunderte verbunden fühlt, die »bereits damals von der Leuchtkraft und Vollkommenheit gefangen waren«.

Orgel spielte Professor Dr. Helmut Fleinghaus, Direktor der Hochschule für Kirchenmusik Herford. Deren Kantorei sang unter der Leitung von Professor Hildebrand Haake. Landesposaunenwart Daniel Salinga und Kirchenmusikdirektor Ulrich Dieckmann leiteten den westfälischen Landesposaunenchor. An dem Gottesdienst nahmen auch über 350.000 Zuschauer des WDR-Fernsehens und Radiohörer von WDR 5 teil.

Der einmalige Feiertag am Reformationstag, 31. Oktober 2017, erinnert daran, dass an diesem Tag vor 500 Jahren Martin Luther seine Thesen gegen den Ablasshandel veröffentlicht hat. Daraus entwickelte sich eine starke Bewegung, aus der die evangelische Kirche entstand. Der 31. Oktober 1517 gilt als Ausgangspunkt der Reformation. (Pressemitteilung 88/2017)

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news-1081Fri, 27 Oct 2017 13:31:29 +0200 Ostafrika: Evangelische Kirche von Westfalen stellt 15.000 Euro Soforthilfe bereithttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/anhaltende-duerre-gefaehrdet-millionen-von-menschenleben/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cd92288aa160b264cb4eb076173b0107Um die dramatische Hungersnot in Ostafrika zu bekämpfen, hat die Evangelische Kirche von Westfalen 15.000 Euro Soforthilfe für die Diakonie Katastrophenhilfe bereitgestellt.

In Ostafrika herrscht infolge des Klimawandels nach drei schlechten Regenzeiten eine verheerende Dürre. In den Bürgerkriegsländern Südsudan, Nigeria, Jemen und Somalia hungern unzählige Menschen. Besonders gravierend ist die Lage in Somalia. Nach Angaben von den Vereinten Nationen und dem Rotem Kreuz stehen mehr als 20 Millionen Menschen in Afrika und im Jemen vor dem Hungertod, wenn sie nicht schnellstmöglich Hilfe erhalten. Die Krise verschärft sich dadurch, dass viele der Menschen auf der Flucht sind.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist mit ihren lokalen Partnerorganisationen im Südsudan, Somalia, Kenia und Äthiopien vor Ort und versorgt die Menschen mit Lebensmitteln, Saatgut und sauberem Trinkwasser.

Spendenkonto für die Hungerhilfe in Ostafrika:
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502
BIC: GENODEF1EK1

(Pressemitteilung 87/2017)

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news-1077Wed, 25 Oct 2017 11:18:33 +0200Neu im Luther-Verlag: Aufsätze zu Reformation und Modernehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/die-entdeckung-des-individuums-3/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b1b5efe3ac64a63a332f47611c3a3249Was hat die Reformation zur Entstehung des modernen Individuums beigetragen? Wie viel davon war gewollt, was geschah eher unbeabsichtigt?

Diesen und weiteren Fragen widmen sich die hier versammelten Aufsätze und eröffnen so unterschiedliche Perspektiven auf ein nicht nur theologisch wichtiges Thema.

Herausgegeben von Präses Annette Kurschus und Landeskirchenrat Vicco von Bülow befassen sich Theologen und Historiker aus Deutschland und den USA u. a. mit dem Individuum in der frühen Reformation, dem modernen Menschen, mit reformatorischen Impulsen zur Bildung und dem Umgang mit Armut und Andersheit seit der Reformation.

Der Band geht zurück auf ein Symposium der Evangelischen Kirche von Westfalen im Jahr des Reformationsjubiläums 2017.

Annette Kurschus, Vicco von Bülow (Hg.)
Die Entdeckung des Individuums
Wie die Reformation die Moderne geprägt hat
176 Seiten, Paperback
22,2 x 15,2 cm, mit Abb.
ISBN 978-3-7858-0729-3 

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news-1074Wed, 25 Oct 2017 08:18:50 +0200Evangelische Akademien für Demokratieförderung ausgezeichnethttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/diskurskultur-die-widersprueche-nicht-verschweigt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d8a644ecbb9cfed6a78757f265271a4aDie Evangelischen Akademien in Deutschland sind am Sonntag mit dem Bad Herrenalber Akademiepreis ausgezeichnet worden.

Die Akademien wirkten wie eine Art »seismographisches System«, mit dem die Kirchen Weltgespür entwickeln könnten, sagte der nordbadische Prälat Traugott Schächtele in seiner Laudatio in Bad Herrenalb. Zugleich wirkten sie als eine Art »prophetischer Zeitansage« für die Verantwortlichen in Politik, Wissenschaft und Kunst. Die Akademien erhielten den mit 2.500 Euro dotierten Preis für ihre Bildungsarbeit und ihre nachhaltige Demokratieförderung.

Der Generalsekretär der Evangelischen Akademien in Deutschland, Klaus Holz (Berlin), und die badische Akademiedirektorin Arngard Uta Engelmann (Karlsruhe) nahmen den Preis entgegen. Die Akademien setzten sich für eine Diskurskultur ein, die Widersprüche, Macht und Interessen nicht verschweigt, sondern zivilisiert, sagte Holz. Der Preis wird jährlich vom Freundeskreis der Akademie Baden vergeben und wurde erstmals nicht an eine Einzelperson verliehen. Das Preisgeld ist für ein jugendpolitisches Kooperationsprojekt verschiedener Akademien vorgesehen.

Den Preis »in einer Art elementarer Unterbrechung« nicht an Personen, sondern an eine Idee zu vergeben, sei nicht nur eine Würdigung von rund sieben Jahrzehnten erfolgreicher Akademiearbeit, sondern auch ein »Bekenntnis zur Zukunft der Arbeit Evangelischer Akademien in einem nicht einfachen Umfeld«, sagte Schächtele. Der Theologe wies damit Kritik zurück, dass sich die Akademien mit dem Preis lediglich selbst ehrten.

Die 17 Evangelischen Akademien in Deutschland bieten jährlich 2.000 Veranstaltungen an, an denen mehr als 100.000 Menschen teilnehmen. In Nordrhein-Westfalen zählen dazu die Evangelische Akademie im Rheinland in Bonn und die Evangelische Akademie Villigst in Schwerte. (epd)

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news-1070Tue, 24 Oct 2017 14:32:49 +0200Kinder- und Jugendchortag Westfalen in Dortmundhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wie-feiern-kinder-und-jugendliche-reformation/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=28563b9a2375a22e9bf230009d207aa6Dies konnte man am 7. Oktober in Dortmund beim Kinder- und Jugendchortag Westfalen erleben. Rund 400 junge Chormitglieder aus der ganzen Landeskirche folgten der Einladung und erlebten einen bunten Tag voller Gesang, den die Teilnehmer und Teilnehmerinnen selbst mitgestalten konnten.

Die Reinoldikirche, mitten in der Dortmunder Innenstadt, diente als perfekte Location für den Festivaltag, zu dem der Chorverband und das Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung unter Mitwirkung des Kindergottesdienstverbandes eingeladen hatten.

Der Tag fing mit einem Warm-Up an, gemeinsam mit den Ehrengästen Landeskirchenrat  Dr. Vicco von Bülow und Stadtdirektor Jörg Stüdemann. Dabei konnten alle Teilnehmenden ihre Stimmen unter Anleitung von Frauke Seele-Brandt richtig in Schwung bringen. Der weitereTag war von dezentralen Workshops geprägt -  ob im Kreativzentrum, in der Erzählstation oder in den musikalischen Workshops (unter anderem mit den  Schwerpunkten Tanzen, Stimmbildung und Improvisationstheater): In allen Workshops ging es darum, was Reformation heute für uns bedeutet.

Parallel zu den dezentralen Workshops erarbeiteten die Teilnehmenden unter der Leitung von KMD Ute Springer (Villigst und Iserlohn) in der Reinoldikirche singend und mit viel Bewegung ein Musical zur Reformation: »Wenn einer fragt – Martin Luther«. Dieses Stück führten alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Abschlussgottesdienst mit der Kinderkantorei Iserlohn auf. Die zum Teil noch sehr jungen Sängerinnen und Sänger brachten am Abend einen durchaus niveauvollen Gesang und eine packende Erzählung rund um Martin Luther zu Gehör. Das ist nicht selbstverständlich nach so einem langen und eindrucksvollen Tag und spricht für die gute Arbeit in den Kinder- und Jugendchören vor Ort.

Den liturgischen Teil des Gottesdienstes übernahm Pfarrerin Kerstin Othmer-Haake, die mit großer Präsenz die Kinder und Jugendlichen auf eine Reise in die Zeit Martin Luthers mitgenommen hat.

Für die Kinder- und Jugendchöre in der Landeskirche sind solche Tage Höhepunkte, die nachhaltig zu großer Identifikation verhelfen und die Arbeit in den Kinder- und Jugendchören in Westfalen auf lange Sicht beflügeln.

»Es war ein tolles Erlebnis, im Abschlussgottesdienst gemeinsam mit allen Chorsängern das Stück ›Wenn einer fragt‹ zu gestalten«, fand auch die 12-jährige Anna.

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news-1069Mon, 23 Oct 2017 13:58:10 +0200Matthias von Westerholt ist neuer Pfarrer der Evangelischen Studierendengemeinde Dortmundhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/von-costa-rica-nach-dortmund/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ff81c6995728e54bf9f48fb580cfec3bMatthias von Westerholt (54) ist am Donnerstagabend in sein Amt als Pfarrer der Evangelischen Studierendengemeinde Dortmund eingeführt worden.

Er ist Nachfolger von Dr. Kerstin Schiffner, die bereits seit eineinhalb Jahren als Pfarrerin in der Evangelischen Elias-Kirchengemeinde Dortmund arbeitet. In dem Gottesdienst in der St. Margareta-Kirche Eichlinghofen wurde sie von Landeskirchenrat Professor Dr. Dieter Beese (Bielefeld) als Vorgängerin auch offiziell verabschiedet.

Die Evangelische Studierendengemeinde (ESG) fördert Studierende aller Fachbereiche, Nationalitäten und Bekenntnisse. Matthias von Westerholt möchte diese besondere Kirchengemeinde als einen Ort der Begegnung und der Offenheit, des Austauschs und der Inspiration weiterentwickeln: »Sie soll eine Oase sein, in der unterschiedliche Menschen auftanken und Kraft schöpfen können.« Als Seelsorger ist er gerne für Menschen da, die Hilfe und Rat suchen. »Gottes Möglichkeit und Auftrag ist es, dass wir den Mut und die Kraft aufbringen, der Liebe unter Menschen Gestalt zu geben in unserem Tun und Handeln, in der ESG, in der Gemeinde, in der Uni, in der Gesellschaft oder wo auch immer«, sagte er in seiner Predigt.

Studierende der TU Dortmund gestalteten den Gottesdienst mit, ebenso die stellvertretende Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, Andrea Auras-Reiffen. Es sang der Neue Chor Süd-West unter der Leitung von Christoph Hamburger.

Matthias von Westerholt stammt aus Minden. Nach dem Studium der Theologie in Marburg, Buenos Aires und Bochum kam er 1995 als Vikar an die Melanchthon-Kirchengemeinde Bochum und arbeitete anschließend als Krankenhausseelsorger im Kirchenkreis Bochum, später in der Kirchengemeinde Telgte. Ab 2002 war er als Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Lengerich tätig. 2008 erfolgte der Wechsel nach Costa Rica: Matthias von Westerholt übernahm dort im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) den Dienst an der deutschsprachigen Kirchengemeinde San José und in den Nachbarländern Nicaragua, Panama und Honduras. Seit Juni 2017 ist er Pfarrer der Evangelischen Studierendengemeinde Dortmund. (Pressemitteilung 85)

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news-1051Fri, 06 Oct 2017 14:52:14 +0200MÖWe-Gottesdienst zur Aktion »Hoffnung für Osteuropa« http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/zeichen-setzen-fuer-ein-gerechtes-europa/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7e56e5ddec91269193c48a993e61c0b8Serbien ist zu einer vorläufigen Endstation für Flüchtlinge geworden, die nach Deutschland und Westeuropa wollen. Der nächste Gottesdienst des Amtes für MÖWe macht deshalb auf die aktuelle Situation in Serbien und die EHO-Arbeit für Flüchtlinge aufmerksam.

Über die »Balkanroute« kommen kaum noch Flüchtlinge nach Deutschland. Tausende Flüchtlinge stranden in Serbien, nachdem Ungarn seine Grenzen dicht gemacht hat. Das bekommt auch Dortmunds Partnerstadt Novi Sad zu spüren. Eine Anlaufstelle dort ist das Ökumenische Hilfswerk EHO (Ecumenical Humanitarian Organization), das in einem Flüchtlingscamp bei Subotica an der ungarischen Grenze vor allem Kinder betreut.

Die schwierige Lage geflüchteter Menschen haben Dortmunder Jugendliche im Sommer miterlebt. »Wir haben in Subotica im Flüchtlingscamp gesehen, dass es an allem fehlt und unter welchen Bedingungen die Menschen dort leben. Warum stellt der serbische Staat kein Geld zur Verfügung, um dort menschenwürdige Verhältnisse zu schaffen?«, zeigte sich Nikolas in einem Gespräch mit dem Vorsitzendes des Stadtrates schockiert. Der 18-Jährige gehörte zu einer Gruppe von 15 jungen Erwachsenen der Noah-Gemeinde und der evangelischen Jugend Dortmund, die beim Ökumenischen Hilfswerk EHO in Novi Sad ehrenamtlich mitarbeitete. Von ihrem Einsatz werden Jugendliche im Gottesdienst am Sonntag, 8. Oktober, um 17.00 Uhr in der Petri-Kirche in der Dortmunder Innenstadt erzählen.

Zum MÖWe-Gottesdienst laden das landeskirchliche Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) und der Evangelische  Kirchenkreis Dortmund ein. Die Predigt hält Superintendent Ulf Schlüter. Zudem wirken Jugendliche der Noah-Kirchengemeinde und Erzpriester Branislaw Cortanovacki von der Serbisch-orthodoxen Gemeinde mit. Die Kollekte an diesem Sonntag ist bestimmt für die Aktion »Hoffnung für Osteuropa«.

Für die Hilfsaktion wurden im vergangenen Jahr insgesamt rund 53.000 Euro gesammelt. Aus dem Mitteln werden zwei sozialdiakonische EHO-Projekte in Novi Sad mit jeweils 5.000 Euro unterstützt. Sie wollen »Zeichen setzen für ein gerechtes Europa«, sagt Thomas Krieger, stellvertretender Leiter des Amtes für MÖWe und zuständiger Referent für die Aktion »Hoffnung für Osteuropa«.

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