Aktuelles :: EKvW.dehttp://www.evangelisch-in-westfalen.dedeEvangelische Kirche von Westfalen, LandeskirchenamtTue, 26 Sep 2017 03:31:00 +0200Tue, 26 Sep 2017 03:31:00 +0200TYPO3 EXT:newsnews-1043Mon, 25 Sep 2017 10:06:07 +0200Präses Annette Kurschus zum 125-jährigen Jubiläum des Verbandes evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschlandhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wer-gott-sucht-der-wird-gefunden/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dd34b5b07e91eb9fbb677d331b893c57Westfalen/Münster. Präses Annette Kurschus hat die Pfarrerinnen und Pfarrer dazu ermutigt, sich trotz allen Wissens von Gott immer neu überraschen zu lassen.

Im Festgottesdienst zum 125-jährigen Jubiläum des evangelischen Pfarrverbandes in Deutschland sagte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen am Montag (25.9.) in Münster: »Wir Pfarrerinnen und Pfarrer müssen wissen, dass wir wissen und doch zugleich nicht und nie und nimmer wissen, wer oder wie Gott ist.«

Deshalb sollten sie unermüdlich Gott suchen – »immer wieder auch an den Orten, wo wir gewohnt sind, seine Nähe zu spüren«. Gott werde sich nie so finden lassen, wie es menschlichen Erwartungen entspricht. Sondern: »Wer Gott sucht, der oder die wird gefunden.« Pfarrer sein bedeute: von Gott immer neu überrascht sein. Pfarrerinnen und Pfarrer seien einerseits an den gewohnten und traditionellen Gottesorten präsent, würden sich aber andererseits auch von dort herausrufen lassen »von Gott, der so ist, wie wir ihn kennen – und ganz anders.« Pfarrer gehen »mit Wort und Brot« zu den Menschen. Pfarrer sein heißt: »Sie anstupsen , behutsam und geduldig, vielleicht auch zweimal oder dreimal – und ihnen zutrauen, dass sie dann ihren eigenen Weg, auch den zu Gott, selbst finden.«

Dem Verband evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland e.V. gehören etwa 20.000 Theologinnen und Theologen in 22 Mitgliedsvereinen innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD ) an. (Pressemitteilung 79/2017)

 

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Mitarbeitende
news-1042Fri, 22 Sep 2017 11:45:15 +0200Peter Böhlemann und Ulf Schlüter für die Nachfolge von Albert Henz nominierthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/zwei-kandidaten-fuer-das-amt-des-vizepraesidenten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=59e846b477ede10708a217e952455797Zwei Kandidaten für das Amt des theologischen Vizepräsidenten der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) stehen jetzt fest.

Dr. Peter Böhlemann (53) und Ulf Schlüter (55) stellen sich am 23. November der Landessynode zur Wahl. Der jetzige Vizepräsident Albert Henz geht im Sommer 2018 in den Ruhestand.

Peter Böhlemann

Peter Böhlemann, in Siegen geboren, ist Leiter des Instituts für Aus-, Fort- und Weiterbildung (IAFW) der westfälischen Landeskirche in Schwerte-Villigst. Nach dem Studium der Theologie in Marburg und Bielefeld-Bethel lernte er ab 1990 als Vikar praktische Gemeindearbeit in Siegen, anschließend absolvierte er ein Sondervikariat an der Kirchlichen Hochschule Bethel. 1994 wurde er dort zum Doktor der Theologie promoviert.

Als Gemeindepfarrer arbeitete Böhlemann in Siegen und in der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Deuz. 1999 wurde er Dozent am IAFW, das er seit 2012 leitet. Seit 2001 leitete er das westfälische Pastoralkolleg; seit 2010 das Gemeinsame Pastoralkolleg der Evangelischen Kirche von Westfalen, der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Lippischen Landeskirche und der Reformierten Kirche. Böhlemann hat mehrere Bücher zum Gemeindeaufbau und zu geistlicher Leitung veröffentlicht und ein christliches Liederbuch herausgegeben. Er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern.

Ulf Schlüter

Ulf Schlüter, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, stammt aus Lünen-Brambauer. Nach dem Abitur in Dortmund studierte er Theologie in Bethel und Bochum. 1986 kam er als Vikar nach Bottrop in die dortige Altstadtgemeinde. Nach Abschluss seines Vorbereitungsdienstes arbeitete er als Studieninspektor im Pädagogischen Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen in Schwerte-Villigst. Von 1989 bis 1994 leitete Schlüter die landeskirchliche Arbeitsstelle »Konziliarer Prozess«.

Im Anschluss an eine publizistische Zusatzausbildung an der Evangelischen Medienakademie Frankfurt wechselte er 1994 in den Gemeindedienst und war 19 Jahre lang Pfarrer in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Asseln in Dortmund. Seit 2014 steht er als erster Superintendent an der Spitze des Kirchenkreises Dortmund, der aus der Vereinigung von vier kleineren Kirchenkreisen hervorging. Ulf Schlüter ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

Der theologische Vizepräsident ist Stellvertreter der Präses, der leitenden Theologin der westfälischen Landeskirche. Wie alle Mitglieder der Kirchenleitung werden Präses und Vizepräsidenten von der Landessynode für acht Jahre gewählt. Die Wahl findet statt während der nächsten Tagung des »Kirchenparlaments« vom 20. bis 23. November in Bielefeld. (Pressemitteilung 78/2017)

 

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news-1041Thu, 21 Sep 2017 14:54:15 +0200750 Pädagogen werden am 29. September in Dortmund erwartethttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/lehrertag-im-zeichen-der-oekumene/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=83f23be9871221b67e6c6c9711a79f84Erstmals wird der westfälische Lehrertag in ökumenischer Zusammenarbeit vorbereitet und durchgeführt: »Bildung braucht Religion – Religion braucht Bildung« heißt das Motto am 29. September in Dortmund.

Erwartet werden rund 750 Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen. Zu Beginn unterzeichnen Erzbischof Hans-Josef Becker, Präses Annette Kurschus und Landessuperintendent Dietmar Arends eine ökumenische Erklärung über die engere Zusammenarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche mit dem Erzbistum Paderborn.

Nach entsprechenden Vereinbarungen der evangelischen Landeskirchen mit den Bistümern Essen und Münster ist dies das dritte ökumenische Dokument, in dem Protestanten und Katholiken den Willen bekunden, stärker zu kooperieren.

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer spricht ein Grußwort. Den Hauptvortrag über Religion und Bildung hält Altbischof Dr. Wolfgang Huber, der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland. In einer Podiumsdiskussion sprechen darüber die beiden katholischen Theologen und Religionspädagogen Dr. Judith Könemann (Münster) und Dr. Rudolf Englert (Essen), ihr evangelischer Kollege Dr. Christian Grethlein (Münster) und Dr. Mouhanad Khorchide, der in Münster islamische Religionspädagogik lehrt.

Sechs Foren in der Dortmunder Innenstadt widmen sich Themen wie evangelisch-katholischer Religionsunterricht, digitales Lernen, Jugend heute oder Islam und Judentum. Ein Markt der Möglichkeiten informiert über aktuelle Fachliteratur, Schulkonzepte, Ideen für Unterricht und Bildungsarbeit und Unterstützungssysteme zum Religionsunterricht.

Den Tag beschließt ein Gottesdienst in der Reinoldikirche mit Präses Annette Kurschus und Weihbischof Rolf Lohmann sowie Schülern und Lehrern des Mallinckrodt-Gymnasiums Dortmund.

Alle vier Jahre lädt die Evangelische Kirche von Westfalen zum Tag für Lehrerinnen und Lehrer ein. Verantwortlich dafür ist das Pädagogische Institut der EKvW in Schwerte-Villigst, in diesem Jahr unter Mitwirkung der Hauptabteilung Schule und Erziehung des Bistums Münster, des Instituts für Religionspädagogik und Medienarbeit im Erzbistum Paderborn und des Pädagogisch-Theologischen Instituts der Evangelischen Kirche im Rheinland. (Pressemitteilung 77/2017)

 

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Medien
news-1040Wed, 20 Sep 2017 12:36:25 +0200Zwölf medienaffine junge Leute gesucht / Bewerbung bis 1. Dezemberhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/nachwuchs-medientraining-news4u-geht-an-den-start/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1e3ec7f2a045ac10eeba412b52c2b999Ab sofort können sich junge Leute zwischen 16 und 19 Jahren für das evangelische Medien-Training News4U bewerben, das 2018 zum zehnten Mal an den Start geht. Gesucht werden Jugendliche aus Westfalen und dem Rheinland, die bereits erste Medienerfahrungen etwa aus der Mitarbeit an ihrer Schülerzeitung mitbringen.

Zehn Monate lang heißt es: recherchieren, interviewen, moderieren. Fotografieren, filmen, schneiden, texten, bloggen, posten. Gelernt wird an 20 Workshop-Tagen in Düsseldorf, Schwerte und Köln. Ein Produktionswochenende und zweiwöchige Praktika in den Schulferien dienen der Vertiefung.

Der Gewinn des Trainings ist für die rheinische Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer, dass Jugend und Kirche durch News4U immer wieder auf Medienschaffende treffen, »deren berufliche Wurzeln unter anderem in einem der früheren News4U-Projekte liegen«. Philipp Grammes zum Beispiel war Teilnehmer der ersten Ausgabe von News4U. Heute arbeitet er als Redakteur beim Bayerischen Rundfunk und unterstützt News4U als Dozent in der Radio-Werkstatt. Er betont: »News4U ist eine tolle Gelegenheit, in alle Medienbereiche reinzuschnuppern und Erfahrungen zu sammeln.

Das Projekt war einer der Gründe dafür, dass ich heute als Journalist arbeite.« Jasmin Ohneszeit vom Kurs im Jahr 2014 ergänzt: »News4U hat mir nicht nur praktisch viel vermittelt, auch meine Persönlichkeit und mein Selbstvertrauen sind gestärkt worden.« Die Abiturientin startet dieser Tage ins Studium und arbeitet als freie Mitarbeiterin einer Zeitungsredaktion.

Wer im kommenden Jahr an News4U teilnehmen möchte, bewirbt sich bis 1. Dezember mit Lebenslauf, Nachweis medialer Aktivitäten und einer Begründung seines Interesses an news4u@ekir.de. Es gibt insgesamt zwölf Plätze.

News4U ist ein Projekt der Evangelischen Jugend im Rheinland in Kooperation mit der Evangelischen Kirche im Rheinland, dem Amt für Jugendarbeit der rheinischen und der westfälischen Kirche, dem evangelischen Rundfunkreferat, dem Evangelischen Pressedienst (epd) und der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe. Es wird unterschützt von der Deutschen Akademie für Public Relations (DAPR), M-Create und weiteren Partnern aus Kirche und Medien. (Pressemitteilung 76/2017)

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news-1036Mon, 18 Sep 2017 16:26:00 +0200Gottesdienst: 200 Jahre Union lutherischer und reformierter Gemeindenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/christus-selbst-versoehnt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ce66b73238dc6aba3ab205bd175ab9e9Das 500-jährige Reformationsjubiläum bringt ein weiteres historisches Datum mit sich: Vor 200 Jahren war die Geburtsstunde der unierten Kirchen. Die Union Evangelischer Kirchen (UEK) hatte deshalb am Sonntag (17.9.) zu einem Festgottesdienst nach Hagen eingeladen.

In der Reformation seit 1517 entstanden bald zweierlei evangelische Richtungen: Lutheraner und Reformierte. Theologische Meinungsverschiedenheiten, hauptsächlich zum Abendmahl, führten dazu, dass sie sich anfangs unversöhnlich gegenüberstanden. 1817 erging ein Aufruf des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. zur Vereinigung der beiden evangelischen Konfessionen, dem sich viele anschlossen. Ziel dieser »preußischen Union« war es, die Einheit des Protestantismus zu stärken. Heute sind die Unterschiede längst nicht mehr kirchentrennend.

In ihrer Predigt betrachtete Präses Annette Kurschus  die innerprotestantischen Auseinandersetzungen auf dem Hintergrund der biblischen Erzählung von Jakob und Esau. »Wie viel rechthaberische und kleinliche Auseinandersetzung gab es da im Zwist um das Erbe. Wie viel Schuld aneinander haben unsere Väter und Mütter im Glauben da aufgetürmt!« Doch wie Jakob nach erbittertem Streit auf der Flucht vor seinem Bruder unverhofft Gott begegnet sei, könnten auch Christen in ihrem Ringen um Einheit in Glaubensfragen darauf vertrauen: »Das, von dem wir dachten, wir müssten es mühsam erfinden und herstellen, ist in Wirklichkeit längst vorhanden. Es ist uns vorgegeben«, sagte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen. Christus selbst mache als Gastgeber die Versöhnung möglich. Da brauche es nicht »das himmelstürmende Gedankengebäude eines gemeinsamen Abendmahlsverständnisses. Auch nicht einen theologischen Lückenschluss zwischen himmlischem Festmahl und irdischen Mahlfeiern.«

An dem Gottesdienst in der Johanniskirche in Hagen wirkte auch die Amtsleiterin der UEK mit, Bischöfin Petra Bosse-Huber (Hannover), sowie der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski. (Pressemitteilung 75/2017)

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news-1038Mon, 18 Sep 2017 15:32:22 +0200Busunglück überschattet Reformationsfest in Tecklenburghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wir-sind-sehr-traurig/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7ba4daad1531944eeca1f9f6a3887cd6Das Reformationsfest der drei Evangelischen Kirchenkreise Tecklenburg, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Münster auf der Freilichtbühne Tecklenburg wurde von einem schweren Unfall überschattet. Präses Annette Kurschus sprach den Angehörigen ihr Mitgefühl aus.

Ein Shutttlebus, der die Gäste sicher zum Veranstaltungsort bringen sollte, verunglückte zwischen Ledde und Tecklenburg. Eine Frau starb, 21 Menschen wurden verletzt.

Präses Kurschus: »Wir trauern mit den Angehörigen der Frau, die bei diesem Unfall gestorben ist.‎ Wir beten für alle Betroffenen, für die Verletzten, die jetzt unter den Folgen leiden.
Unser Dank gilt Sanitätern, Ärzten, Feuerwehrleuten, Polizisten, Notfallseelsorgern‎ und den weiteren Helferinnen und Helfern, die tatkräftig und besonnen gehandelt haben. Im Unglück bewährte sich eine Gemeinschaft, die das Menschenmögliche getan hat.«

Die Nachricht von dem Unglück erreichte die Organisatoren während des Gottesdienstes auf der Freilichtbühne. 2.400 Gäste hatten den Weg nach Tecklenburg gefunden, um gemeinsam unter dem Motto »Einfach frei im Münsterland« 500 Jahre Reformation zu feiern. Nach der Predigt von Dr. Eckhard von Hirschhausen informierte der Superintendent des Kirchenkreises Tecklenburg, André Ost, die Gottesdienstgemeinde über den Vorfall.

Joachim Anicker, Superintendent des Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken, lud zu einem gemeinsamen Gebet für die Opfer und Angehörigen ein. Zusammen mit Assessor Uwe Völkel (Kirchenkreis Münster) besuchten die Superintendenten anschließend die Betroffenen in der Hauptschule in Tecklenburg, wo diese medizinisch versorgt und durch Notfallseelsorger betreut wurden, und fuhren zur Unfallstelle. »Wir sind sehr traurig« so Ost auf der Pressekonferenz am Nachmittag. »Wir können jetzt nur das tun, was wir als Christen tun können: Die betroffenen Menschen Gott anbefehlen«, fügte Anicker hinzu.

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news-1037Mon, 18 Sep 2017 15:01:31 +0200Herbsttagung der Ruhrsuperintendenten-Konferenzhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/von-der-steinkohle-zur-wissenschaftsregion/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f6837f88abe7d1c7a3348503bc34a1deDer Dortmunder Theologe Michael Stache leitet auch in den kommenden vier Jahren die Ruhrsuperintendenten-Konferenz. Auf ihrer Herbsttagung in Bottrop bestätigten die Vertreter der 15 evangelischen Kirchenkreise im Ruhrgebiet Stache einstimmig in seinem Amt als Moderator des Gremiums, wie Konferenz am Freitag mitteilte.

Der stellvertretende Superintendent im Kirchenkreis Dortmund wird vom Oberhausener Superintendenten Joachim Deterding unterstützt, der als Komoderator ebenfalls wiedergewählt wurde.

Strukturwandel im Ruhrgebiet

Neben den Wahlen stand der Abschied von der Steinkohleförderung im kommenden Jahr im Mittelpunkt der Herbsttagung. Der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands Steinkohle, Michael Weberink, unterstrich, dass die nächsten zehn Jahre darüber entscheiden würden, ob der Strukturwandel im Ruhrgebiet gelingen wird.

Der Bochumer Sozialethiker Traugott Jähnichen hob die Bedeutung des wachsenden Bildungssektors für die Zukunft der Region hervor. Die Kirchen rief er dazu auf, den Weg des Ruhrgebiets zur Forschungs- und Wissenschaftsregion positiv zu begleiten. Die Kirchen hätten sich bisher in Umbruchsituation zu sehr als Bewahrer und Sozialanwalt verstanden, kritisierte Jähnichen, der auch Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen ist. Zudem monierte der Lehrstuhlinhaber für christliche Gesellschaftslehre an der Ruhr-Universität Bochum die mangelnde Präsenz der Kirchen im Bildungsbereich.

Der Ruhrsuperintendenten-Konferenz gehören derzeit 15 evangelische Kirchenkreise im Ruhrgebiet mit knapp 1,5 Millionen Gemeindemitgliedern an. Die Konferenz befasst sich seit mehr als 50 Jahren mit Fragen des Strukturwandels im Ruhrgebiet und fördert den Dialog mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. (epd)

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news-1035Mon, 18 Sep 2017 11:50:14 +0200Ökumenisches Fest setzt Zeichen der Verbundenheithttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/handfest-geerdet-aber-himmelwaerts-ausgerichtet/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c3ed608d9df4f99c5670a634d868456cWie können katholische und evangelische Christen gemeinsam ihre Weltverantwortung wahrnehmen und mehr Ökumene wagen?

Unter dieser Fragestellung stand das Ökumenische Fest am Samstag in Bochum. Die Evangelische Kirche in Deutschland, die Deutsche Bischofskonferenz, das Zentralkomitee der deutschen Katholiken und der Deutsche Evangelische Kirchentag hatten dazu eingeladen.

Mehr Verbindendes als Trennendes

Es sei im Reformationsjahr 2017 ein wichtiger Anlass zu zeigen, dass uns mehr verbindet, als uns trennt, so Kirchentagspräsidentin Dr. Christina aus der Au bei der Eröffnung des Festes vor 850 Teilnehmern im Ruhrkongress. Es sei »schön, heute hier in Bochum zehn Minuten entfernt von der kommenden Kirchentagsstadt Dortmund und in der westfälischen Landeskirche zu sein und weitere Schritte in Richtung 2019 zu gehen.«

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck und Präses Annette Kurschus beschrieben Christen als »handfest, geerdet, aber himmelwärts ausgerichtet«. Ökumene sei da, wo Christen gemeinsam Verantwortung für die Welt übernehmen, so Bischof Overbeck.

Präses Annette Kurschus betonte, dass Christen an einen »heruntergekommenen Gott« glaubten. Deshalb hebten sie nicht erdvergessen ab.

Dem schloss sich der Bochumer Oberbürgermeister Thomas Eiskirch an: Kommunen und Kirchen bildeten seit jeher eine Gemeinschaft und kooperierten beispielsweise, wenn es um Kindergärten, Krankenhäuser und Beratungsangebote ginge. Er dankte allen, die im Saal waren, für ihr Engagement und den Einsatz für die Mitmenschen.

Das ökumenische Fest in Bochum war ein weiteres Element im Rahmen des gemeinsamen Christusfestes 2017. Gegen Ende des Reformationsjahres sollte so ein Zeichen der Verbundenheit untereinander und der Sendung in die Welt gesetzt werden.

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news-1033Thu, 14 Sep 2017 16:11:00 +0200Pfarrer gegen Imame: Zwölftes Fußballturnier der Religionen in Dortmundhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/anstoss-zum-dialog/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=41b00a40c84f7d4a44ac5ed8dfa9d1efFröhliches Miteinander, sportlicher Wettstreit und Fairplay – egal, zu welcher Religion man gehört. Das ist das Ziel des interreligiösen Fußballturniers, das in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal statt findet.  In Zentrum steht auch diesmal ein Spiel evangelischer Pfarrer gegen muslimische Imame - mit einem jüdischen Schiedsrichter.

Die Spiele starten am 17. September im Dortmunder Hoesch-Park um 14 Uhr mit einem Jugend- und einem Herrenturnier. Im Rahmenprogramm gibt es Spiel- und Aktionsstände, Musik und Tanz. Um 15.30 Uhr wird das Turnier offiziell mit den leitenden Geistlichen eröffnet. Anpfiff für das  Hauptspiel »Pfarrer gegen Imame« ist um 16 Uhr. Das Spiel wird live kommentiert von Sportkommentator Johannes Hoppe (Radio 91.2).

Bürgermeisterin Birgit Jörder vertritt an dem Tag den Schirmherrn des Turniers, Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Sie hebt die Bedeutung der Veranstaltung, gerade in der aktuellen, politisch eher angespannten Situation hervor. Ein solcher ›Anstoß zum Dialog‹ sei nicht überall selbstverständlich. Umso begrüßenswerter sei es, dass Dortmund jetzt schon zum zwölften Mal ein solch außergewöhnliches Event präsentieren könne. Vor vier Jahre hatte das Projekt ›Fußballspiel der Religionen‹ unter anderem den Integrationspreis des Deutschen Fußball-Bundes erhalten.

Respekt, Akzeptanz und Abbau von Vorurteilen

»Es geht um gegenseitigen Respekt, Akzeptanz und den Abbau von Vorurteilen zwischen den Religionen« meint Ogün Arpaci von den DITIB - Moscheevereinen. Pfarrer Friedrich Stiller, Leiter des Referats für Gesellschaftliche Verantwortung im Evangelischen Kirchenkreis Dortmund und Initiator des interreliösen Sportereignisses, berichtet:  »In diesem Jahr haben wir im Trägerkreis zudem mit einer gemeinsamen Erklärung Stellung zu aktuellen Störungen im Dialog bezogen.« Evangelische Kirche, DITIB-Moscheen und Jüdische Gemeinde sind die Veranstalter des Turniers. Pfarrer Ralf Greth, auch auf und neben dem Platz für die Evangelische Kirche aktiv, ergänzt: »Die Mannschaften der Pfarrer und der Imame haben diese Erklärung ebenfalls unterzeichnet«.

Obligatorisch ist auch die Verlesung der »Dortmunder Selbstverpflichtung« durch leitende Geistliche aller drei beteiligten Religionen. So wird noch einmal explizit der Charakter des Turniers als interreligiöses Festes herausgestellt.

Begegnungen schaffen

Denn »Toleranz und gegenseitigen Respekt durch Begegnungen schaffen – dieses Ziel verfolgt das Fußballturnier auch im 12. Jahr unverändert«, weiß auch Alexander Krimhand von der Jüdischen Kultusgemeinde. Nur das Beiprogramm hat sich weiterentwickelt. Das Fußballturnier ist zu einem richtigen Familienfest mit Sport- und Kreativangeboten sowie Speisen und Getränken aus verschiedenen Kulturen geworden.
»Man kann sich entspannt hinsetzen und miteinander ins Gespräch kommen«, sagen die Religionsvertreter übereinstimmend. »Wie intensiv dieser Dialog ist, das kann dann jeder für sich selbst bestimmen.«

Möglich wurde das diesjährige Turnier nicht zuletzt durch einen nennenswerten Zuschuss des Projektes »Weißt Du, wer ich bin«, dass die Kirchen, der DITIB Verband und der Zentralrat der Juden gemeinsam tragen. Es wird gefördert mit Mitteln des Bundesinnenministeriums aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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news-1034Thu, 14 Sep 2017 15:57:02 +0200Ökumene-Gottesdienst mit Spitzenvertretern der Kirchen in Trier http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/gemeinsames-zeugnis/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7f62045148ee2562bb9cf0644965ae5dSpitzenvertreter christlicher Kirchen feiern am morgigen Donnerstag in Trier einen besonderen Gottesdienst im Zuge der Feierlichkeiten zum 500. Jubiläum der Reformation.

Die Predigt hält der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm. Der ökumenische Gottesdienst in der Konstantinbasilika solle ein gemeinsames Zeugnis der Kirchen für Jesus Christus in der Gesellschaft geben, hieß es. Im Zentrum stehe der gekreuzigte Christus. Die evangelische Kirche feiert noch bis Ende Oktober 500 Jahre Reformation.

Zu den Mitwirkenden in dem Gottesdienst gehören der Trierer Bischof Stephan Ackermann und der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, Karl-Heinz Wiesemann. Beteiligt sind außerdem die stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende und westfälische Präses Annette Kurschus, EKD-Synodenpräses Irmgard Schwaetzer, der rheinische Vizepräses Christoph Pistorius, der Superintendent des Kirchenkreises Trier, Jörg Weber, der Vorsitzende der Ökumenekommission der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Gerhard Feige, sowie der griechisch-orthodoxe Metropolit Augoustinos und der orthodoxe Erzpriester Radu Constantin Miron. (epd)

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news-1032Thu, 14 Sep 2017 12:17:56 +0200Wanderausstellung über Ludwig Steil zu Gast in Dortmundhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/pfarrer-der-bekennenden-kirche/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bc870b978b148006f558071da3d81b3cLudwig Steil ist der einzige Märtyrer der Evangelischen Kirche von Westfalen im Nationalsozialismus. Eine Wanderausstellung, die an sein Leben und Wirken erinnert, gastiert vom 20. September bis zum 31. Oktober in der Melanchthon-Kirche in Dortmund.

Der Theologe war seit 1929 Gemeindepfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Holsterhausen (Wanne-Eickel). Gegenüber den ›Deutschen Christen‹, die dem Nationalsozialismus nahe standen, trat Steil als entschiedener Gegner auf. Mit Predigten und Vorträgen versuchte er gegen die Lehre der ›Deutschen Christen‹ zu argumentieren und spendete als Seelsorger Trost und Zuversicht in unruhiger Zeit. Gemeinsam mit seinem Bochumer Kollegen Dr. Hans Ehrenberg formulierte Steil 1933 deshalb das ›Wort und Bekenntnis westfälischer Pastoren zur Stunde der Kirche und des Volkes‹. Es wurde - von über 100 Pfarrern unterschrieben - ein zentrales Dokument der Bekennenden Kirche im Kirchenkampf. Schon seit 1933 stand Steil wegen seiner kritischen Äußerungen zum nationalsozialistischen Regime unter Beobachtung der Gestapo. Regelmäßig wurde er von ›Deutschen Christen‹ und NS-Vertretern angegriffen oder denunziert. Im September 1944 wurde Steil schließlich verhaftet, in Dortmund und Herne interniert und im Dezember des gleichen Jahres in das Konzentrationslager Dachau deportiert. Durch Transport und Haftbedingungen schwer erkrankt verstarb Steil am 17. Januar 1945.

Die Wanderausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Lehrstuhls für Kirchengeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Landeskirchlichen Archivs der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Eröffnet wird die Ausstellung mit einem ökumenischen Abend am Mittwoch, 20. September 2017 um 19 Uhr in der Melanchthon-Kirche. Der Chor des Ludwig-Steil-Hauses im Defdahl begleitet den Abend musikalisch. Eine Einführung in das Leben von Ludwig Steil gibt Prof. Hans-Martin Lübking.

Die Ausstellung ist während der Bürozeiten des Melanchthon-Gemeindebüros (Melanchthon-Str. 6; Mo, Do, Fr 9-12 Uhr und Mi 15-18 Uhr) und auf Anfrage geöffnet.

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Mitarbeitende
news-1031Wed, 13 Sep 2017 14:34:20 +0200Ökumenisches Fest mit vielfältigem Rahmenprogramm der beiden Bochumer Ortskirchenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/zeichen-fuer-die-oekumene-setzen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=66341337aeba3ebe885ccf56dbb7a753Am Wochenende ist es soweit: Christinnen und Christen aus ganz Deutschland blicken nach Bochum, wo am Samstag (16.9.) das bundesweite Ökumenische Fest zum Reformationsjubiläum stattfindet. Bereits am Freitag beginnt mit einem Ökumenischen Konzert im Musikforum ein vielfältiges Rahmenprogramm, das die beiden Ortskirchen veranstalten. Das Ökumene-Wochenende steht unter dem Motto »Zwischen Himmel und Erde«.

Auftakt und Abschluss des Rahmenprogramms stehen unter Federführung des Evangelischen Kirchenkreises Bochum: Zunächst mit einem Ökumenischen Konzert, das am Freitagabend (15.9.) um 20 Uhr im Anneliese-Brost-Musikforum stattfindet. Das Konzert wird von der Evangelischen Stadtkantorei gemeinsam mit den Bochumer Symphonikern unter der Leitung von KIrchenmusikdirektor Arno Hartmann gestaltet. Restkarten sind im Vorverkauf erhältlich.

Darüber hinaus findet am Sonntag (17.9.) um 16 Uhr die Verleihung des Hans Ehrenberg-Preises 2017 in der Christuskirche Bochum statt. Die Laudatio für »einen der bedeutendsten Filmkünstler der Gegenwart«, Regisseur Wim Wenders, hält der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm.

Die katholische Stadtkirche Bochum + Wattenscheid ist »mittendrin« am Samstagabend (16. 9.) Gastgeber auf der Bühne des Konrad-Adenauer-Platzes in Bochum. Nach dem offiziellen Abschlussgottesdienst des Ökumenischen Festes vor dem Bergbau Museum findet ab 20 Uhr unter dem Motto »heavens hour« im Herzen des Bermuda-Dreiecks ein 90-minütiges Programm mit Musik, Talk und Begegnung statt. »Dabei soll in lockerer Atmosphäre dem Himmel auf die Spur gekommen werden«, betont Stadtdechant Michael Kemper, der gemeinsam mit Pfarrerin Birgit Leimbach das Programm auf der KaPBühne moderiert. Auftreten werden der Bochumer Posaunenchor Blaswerk, der bekannte Komponist neuer geistlicher Lieder Gregor Linßen mit der Gruppe AMI und Slamerin Vivien Müggenburg. Als Talkgäste werden die stellvertretende Landtagspräsidentin Carina Gödecke (MdL), der Gefängnisseelsorger Alfons Zimmer sowie die VfL Bochum-Fans und Theologen Klaus Wengst und Wilfried Geldmacher erwartet. Der Eintritt ist frei.

»Wir wünschen uns, dass durch dieses Fest auch Zeichen für die Ökumene gesetzt werden«, betonen Superintendent Gerald Hagmann und Stadtdechant Michael Kemper, die das ökumenische Rahmenprogramm organisieren. Beide Stadtkirchen freuen sich bereits darauf, Christinnen und Christen aus vielen Diözesen und Landeskirchen in Bochum begrüßen zu dürfen und wollen dabei »gute Gastgeber sein«.

Zentraler Veranstaltungsort für das Ökumenische Fest am Samstag (16.9.) ist der RuhrCongress. Daneben sind weitere Veranstaltungen an verschiedenen Orten in der Stadt vorgesehen. Zu den prominenten Gästen gehören u.a. Bundestagspräsident Norbert Lammert, Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck und die westfälische Präses Annette Kurschus.

Zum Abschluss des Ökumenischen Festes feiern der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, einen ökumenischen Gottesdienst vor dem Bergbau Museum.

Veranstalter des bundesweiten Ökumenischen Festes sind die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK).

Anmeldungen für den Samstag sind im Internet unter www.oekf2017.de möglich oder an der Tageskasse im RuhrCongress.

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news-1030Tue, 12 Sep 2017 14:37:49 +0200Bethel-Professor Matthias Benad geht in den Ruhestandhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kirchenhistoriker-durch-und-durch/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ec068f058d31c942802993fe49ebfdad25 Jahre und einen Monat hat er an der Kirchlichen Hochschule Bethel - seit 2007 Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel - geforscht und gelehrt. Am 1. Oktober geht Prof. Matthias Benad in den Ruhestand.

»Mir hat es immer Spaß gemacht, mich mit der Geschichte der Kirche und der Diakonie zu befassen«, bekennt Benad. Er war für zwei Institute verantwortlich: Für das 2004 gegründete Institut für Diakonie- und Sozialgeschichte (IDSG), wo sein Mandat noch bis 2019 läuft. Außerdem war er seit 2013 Direktor des Instituts für Diakoniewissenschaft und DiakonieManagement (IDM). Diese Funktion wird ab Oktober Beate Hofmann übernehmen, Professorin für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement.

»Geschichte ist immer konfliktreich, auch in Diakonie und Kirche«, betont der Historiker, der Theologie und Germanistik studiert hat und 1987 in Frankfurt am Main für Kirchengeschichte habilitiert wurde. Als 40jähriger wurde er auf eine Forschungsprofessur an die KiHo Bethel berufen. Sein Auftrag war, sich die Geschichte Bethels in der Zeit des Nationalsozialismus vorzunehmen. Es ging um den Vorwurf, die Anstalten hätten ihre Rolle im Zusammenhang der nationalsozialistischen Krankenmorde beschönigt. »Tatsächlich war von Bethel eine erfundene Heldengeschichte verbreitet worden«, so Prof. Benad. Die Anstaltsleitung verwies bei Nachfragen auf das 1953 erschienene Buch des Autors Kurt Pergande »Der Einsame von Bethel«. Prof Benad stellt klar: »Was Pergande geschrieben hatte, war eine irreführende Mischung aus Tatsachen und freier Erfindung.«

Im Jahr 2004 änderte sich Prof. Benads Arbeitsschwerpunkt erheblich: Die Kirchenleitungen im Rheinland und in Westfalen kündigten die Fusion der KiHos Bethel und Wuppertal an - und machten deutlich, dass nach über hundert Jahren das Ende der Pfarramtsausbildung in Bethel bevorstand. Zugleich aber nahmen länger gehegte Pläne Gestalt an, in Bethel berufsbegleitende Fortbildungsstudiengänge für diakonisches Führungspersonal zu eröffnen. Das Institut für Diakoniewissenschaft und DiakonieManagement wurde gegründet. Prof. Benad war von Anfang an dabei.

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Mitarbeitende
news-1029Tue, 12 Sep 2017 12:41:14 +0200Westfälische Landeskirche: Pfarrer Ralf Lange-Sonntag ist neuer Islambeauftragterhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/weder-blinde-angst-noch-naive-faszination/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b47b07fb4cb24afbb186200f34fa8b23Der Theologe Ralf Lange-Sonntag ist neuer Islam-Beauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen. Der 52-jährige Pfarrer aus Dortmund folgt auf Kirchenrat Gerhard Duncker, der im Juli in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Lange-Sonntag, der als theologischer Referent im Ökumene-Dezernat der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld tätig ist, wird sich auch mit Themen zum Nahen und Mittleren Osten befassen. Zu seinen Aufgaben gehört außerdem der Kontakt zu anderen Religionsgemeinschaften im Bereich der Landeskirche.

In Zeiten, in denen der Islam negative Schlagzeilen macht, kommt es ihm darauf an, im Gespräch zu bleiben: »Als Kirche dürfen wir den Dialog mit dem Islam keinesfalls aufgeben – wir sollten die gesprächsbereiten Religionsvertreter stärken«, sagt Lange-Sonntag. Im Hinblick auf den Islam werde sich die Kirche weder von blinder Angst noch von naiver Faszination leiten lassen.

Mit seiner neuen Aufgabe verbunden ist eine halbe Stelle im landeskirchlichen Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) in Dortmund. Dort ist Lange-Sonntag zuständig für den Arbeitsschwerpunkt »Christlich-Islamischer Dialog« bzw. »Interreligiöser Dialog«.

Ralf Lange-Sonntag, in Schwelm geboren, hat Evangelische Theologie und Islamwissenschaft studiert. Sein Vikariat absolvierte er in Berlin, er kam 1998 nach Dortmund. Als Pfarrer arbeitete er zunächst in der Evangelischen Kirchengemeinde Brackel, ab 2001 dann als Religionslehrer am Paul-Ehrlich-Berufskolleg und ab 2011 als Referent für Fragen des Christlich-Islamischen Dialogs im Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG) in Schwerte-Villigst. Lange-Sonntag ist verheiratet und Vater dreier Kinder. (Pressemitteilung 74/2017)

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Medien
news-1028Mon, 11 Sep 2017 10:26:15 +0200Amerikanischer Theologe übt scharfe Kritik an seinem Präsidentenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/trump-weckt-die-niedrigsten-instinkte/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=796d380df001bab5de54649e665253c2Das Motto »Amerika zuerst« von Präsident Donald Trump steht für einen gefährlicher Rückzug aus der Weltgemeinschaft: »Es wirbt für einen engstirnigen Nationalismus, der in der Vergangenheit schon zu so vielen Konflikten geführt hat und der eine beständige Bedrohung bleibt.«

Pfarrer John Krueger (Indianapolis) von der United Church of Christ (UCC) sparte nicht mit Kritik an seinem Präsidenten. Auf einer Tagung der Evangelischen Kirche von Westfalen in Schwerte-Villigst am Samstag (9.9.) sprach er von der durch Trump erzeugten Stimmung, in der die niedrigsten menschlichen Instinkte freigesetzt und Rechtsextreme ermutigt würden.

Besonders bitter: »Viele konservative Christen unterstützten bereitwillig eine Kandidatur, die im Gegensatz zu einigen ihrer am meisten geschätzten Werte stand.« Die UCC kämpft gegen Trumps Einwanderungspolitik und gegen eine oft fremdenfeindliche Stimmung in den USA. Ihre neuen und wachsenden Gemeinden bestehen häufig aus Immigranten. »Das ist wichtig für uns, da wir als Einwandererkirche begonnen haben«, berichtete Krueger. In der UCC werden Gottesdienste in 26 verschiedenen Sprachen gefeiert. »Egal, wer du bist und wo du dich auf deinem Lebensweg befindest – hier bist du willkommen«, heißt das Prinzip dieser Kirche.

Die vorgesehenen Kürzungen der Trump-Regierung im Ernährungs-, Gesundheits- und Bildungssektor würden besonders zu Lasten von Kindern gehen, sagte Krueger. »Wir haben zu viele Familien mit Alleinerziehenden. Zu viele Kinder leben in Familien mit Einkommen unter der Armutsgrenze.« In Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Institutionen bietet die UCC Essen, Nachhilfe und Pflegepersonal für Bedürftige an.

Auch gegen die Umweltpolitik seiner Regierung wandte sich Krueger: Die Entscheidung, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen, sei »eine große, aber nicht überraschende Enttäuschung. Wir ignorieren die Zeichen einer sich erhitzenden, verschmutzten Welt auf eigene Gefahr«, sagte der Referent und verwies auf die Verantwortung gegenüber den folgenden Generationen.

Die Aufgabe der Kirche sieht Krueger darin, »den Leuten eine Stimme zu geben, die nicht im Raum sind, die über kein politisches Prestige und keine politische Macht verfügen.« Christen seien immer anfällig dafür, von gesellschaftlichen Trends verführt zu werden. »Wir haben uns, im Großen und im Kleinen, an die dominante Kultur um uns herum angepasst«, sagte der Referent selbstkritisch.« Er rief dazu auf, immer wieder neue Fragen zu stellen: »Die theologischen Fragezeichen sind der Lebenssaft der Kirche.«

Die United Church of Christ (Vereinigte Kirche Christi) hat rund eine Million Mitglieder und ist aus dem Zusammenschluss mehrerer Einwandererkirchen entstanden, teils mit deutschen Wurzeln. Die Kirchenbezirke Indiana/Kentucky und Ohio sind mit der Evangelischen Kirche von Westfalen in Gemeinschaft verbunden. Ihrer Pflege dient das jährlich stattfindende UCC-Forum, an dem jetzt rund 60 Personen teilnahmen, darunter fünf amerikanische Gäste. (Pressemitteilung 73/2017)

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news-1027Fri, 08 Sep 2017 22:06:42 +0200Politikertagung der drei evangelischen Kirchen in NRW mit Udo Di Fabiohttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/luther-war-unbeabsichtigt-modern/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e72b416b5fea96a711f99dd29d7b9c3fZwar führt von der Reformation vor 500 Jahren kein gerader Weg in die Moderne – dennoch sind die Anstöße, die Martin Luther und andere damals gaben, bis heute für die freiheitliche Kultur der westlichen Welt höchst wirksam und bestimmend.

Diese Überzeugung vertrat Dr. Udo Di Fabio am Freitag (8.9.) auf der Politikertagung, zu der die drei evangelischen Kirchen in NRW gemeinsam eingeladen hatten. Der frühere Vorsitzende des Bundesverfassungsgerichts betonte den modernen Freiheitsbegriff Martin Luthers. Demnach ist der Mitmensch kein Mittel zum Zweck, kein Objekt, über das man verfügen kann, sondern eigenständiges Subjekt. »Wenn der Mensch zum Objekt wird, ist immer die Menschenwürde angetastet«, sagte Professor Di Fabio, der an der Universität Bonn lehrt. Die freie Entfaltung des Individuums, wie sie im deutschen Grundgesetz verankert ist, setze Bildung voraus. »Wer frei ist, muss die Bedingungen seiner Freiheit kennen und reflektieren« - und dazu seien Wissen und Bildung notwendig, erklärte der Jurist.

Er merkte kritisch an, dass auch ein moderner Sozialstaat nicht davor gefeit ist, »Menschen als Verwaltungsobjekte zu sehen«. In der aktuellen Situation bewährt sich für Udo Di Fabio das Erbe der Reformation gerade auch dann, wenn Flüchtlinge, Fremde aus anderen Kulturen, nicht als Objekte betrachtet werden. »Überzeugend werben wir für eine tolerante Gesellschaft, indem wir den anderen auch in seiner Sperrigkeit achten und nicht umerziehen wollen.« Es sei ein Irrtum zu glauben, dass sich die westlichen Leitideen ganz von selbst durchsetzen würden, warnte der Referent. »Wer für seine Identität etwas tun will, muss sie zeigen und vorleben.« Heute sei die westliche Kultur vielfach bedroht. »Aber wir können diese Krise meistern, weil das westliche Gesellschaftsmodell konkurrenzlos ist. Diktatoren schlafen schlechter.«

Die Evangelische Kirche von Westfalen, die Evangelische Kirche im Rheinland und die Lippische Landeskirche waren zum 500-jährigen Reformationsjubiläum Gastgeber der Begegnungstagung für Politik und Kirche, an der rund 120 Personen teilnahmen.

Präses Annette Kurschus rief zu evangelischer Bescheidenheit auf: »Kirche und Glaube tun gut daran, sich nicht allzu schnell, allzu selbstsicher oder gar selbstgefällig auf der ›richtigen‹ Seite der Geschichte zu verorten. Und damit ja unwillkürlich auch auf der ›richtigen‹ Spur in der Gegenwart.« Denn die Geschichte der Moderne sei eine gleichzeitige Entwicklung verschiedener religiöser und gesellschaftlicher Dynamiken. Dabei hätten gerade die unbeabsichtigten Folgen reformatorischen Handelns besonders stark und einschneidend gewirkt.

Als Beispiel dafür nannte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen Martin Luthers Konzentration auf die Bibel: Er nahm »die Heilige Schrift den Spezialisten aus der Hand und setzte sie den Gläubigen vor die Nase und ins Herz.« Jedem Christenmenschen habe er zugetraut, sie zu lesen und zu verstehen. Kurschus: »Auf diese Weise war der Geist aus der Flasche. Das führte auch zu solchen Bibelverständnissen, die Luther nie gewollt hatte. Dadurch waren plötzlich Formen von Freiheits- und Selbstverständnis in der Welt, die nie in Luthers Absicht lagen.« (Pressemitteilung 72/2017)

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news-1026Thu, 07 Sep 2017 11:00:50 +0200Spendenaufruf für die Hungerhilfe erbrachte bisher fast 600.000 Eurohttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ostafrika-starke-hilfe-fuer-eine-vergessene-katastrophe/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6ec1ffea183b48f41ec854ec8787f8e6Die Spenden-Verdoppelungsaktion für die Hungerhilfe in Ostafrika ist ein großer Erfolg. Genau 592.763,25 Euro wurden bislang von mehr als 1100 Privatpersonen, Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen gespendet. Mit den Geldern können die Diakonie Katastrophenhilfe und die Kindernothilfe vor Ort in Somalia, Äthiopien, Kenia und dem Südsudan dringend notwendige Hilfsmaßnahmen anbieten.

»Mit so einer überwältigenden Hilfsbereitschaft für die Opfer einer eher vergessenen Katastrophe hatten wir nicht gerechnet«, zeigt sich Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, positiv überrascht. Seine Amtskollegin der Evangelischen Kirche von Westfalen, Präses Annette Kurschus, bedankt sich für das Engagement: »Ich bin sehr dankbar dafür, wie sich Privatpersonen, Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen engagiert haben. Das zeigt: Christliche Nächstenliebe kann auch jenseits der großen medialen Präsenz angesprochen werden.«

Neben Kirchengemeinden und Privatpersonen folgten auch zahlreiche diakonische Einrichtungen und ihre Mitarbeitenden dem Spendenaufruf. Das Engagement war vielfältig: So wurden zum Beispiel bei einem ökumenischen Open-Air-Gottesdienst, auf einem Straßenfest und bei Jubiläumsfeierlichkeiten einer regionalen Diakonie Spenden gesammelt.

Ende Juni hatten die drei evangelischen Landeskirchen in Rheinland, Westfalen und Lippe und ihr gemeinsames Diakonisches Werk zu einer Spenden-Verdoppelungsaktion aufgerufen, um dringend notwendige Hilfen für die Hungernden im Osten Afrikas zu ermöglichen. Bis zu einer Spendenhöhe von 100.000 Euro versprach das Diakonische Werk die Hilfsgelder zu verdoppeln. Diese Summe war schon nach zwölf Werktagen erreicht.

Die beiden beteiligten Hilfsorganisationen Diakonie Katastrophenhilfe und Kindernothilfe engagieren sich seit längerem in der Region Ostafrika und werden die Spendengelder zügig in Hilfsmaßnahmen umsetzen. Die Kindernothilfe ist schwerpunktmäßig in Somaliland aktiv und versorgt dort mehrere hundert Menschen mit Trinkwasser und Nahrung und sorgt mit Hygieneschulungen dafür, dass lebensbedrohliche Infektionen vermieden werden. Die Diakonie Katastrophenhilfe wird die Spenden im Südsudan, Somalia, Kenia und Äthiopien einsetzen. Dort versorgt sie Menschen mit Lebensmitteln, Saatgut und sauberem Trinkwasser. Neben der Nothilfe geht es auch hier um Vorsorge. Es werden Maßnahmen unterstützt, die eine Landwirtschaft trotz schwieriger klimatischer Bedingungen möglich machen.

Weitere Spenden für die Hungerhilfe in Ostafrika der Diakonie Katastrophenhilfe und der Kindernothilfe sind notwendig und hoch willkommen:
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin: Evangelische Bank
IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502, BIC: GENODEF1EK1, Stichwort: Verdoppelungsaktion Afrika
Kindernothilfe: Bank für Kirche und Diakonie eG
IBAN: DE96 3506 0190 0000 9779 77, BIC: GENODED1DKD, Stichwort: Verdoppelungsaktion Afrika
(Pressemitteilung 71/2017)

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news-1024Mon, 04 Sep 2017 10:34:45 +0200200 Jahre lutherisch-reformierte Unionhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/gemeinsam-abendmahl-feiern/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f3b7c8132639ad480f12525d783a59ecDie Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) feiert 200 Jahre Union lutherischer und reformierter Gemeinden.

Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde eine konfessionelle Vereinigung von Lutheranern und Reformierten Thema einer groß angelegten Kirchenreform in Preußen. Pünktlich zum 300-jährigen Reformationsjubiläum 1817 unterzeichnete der Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. am 27. September einen Aufruf an alle Synoden, Konsistorien, Superintendenturen und Gemeinden, zum Reformationstag am 31. Oktober 1817 das Abendmahl in einer gemeinsam lutherisch-reformierten Feier zu empfangen.

Dieser Aufruf wurde begeistert aufgenommen. Bereits einige Wochen zuvor war im Herzogtum Nassau eine Vereinigung der evangelischen Konfessionen vollzogen worden. 1818 folgte die Pfalz. 1821 wurde in Baden eine dort 1807 eingeführte Verwaltungsunion zu einer Konsensunion weiterentwickelt. Auch in Rheinhessen, Hanau, Waldeck-Pyrmont und Anhalt-Bernburg folgten Unionen. Sie alle waren von dem Geist getragen, dass die aus der Reformationszeit stammenden Lehrunterschiede innerhalb des Protestantismus überwunden werden können.

Ziel war es, eine evangelische Kirche zu bilden und die Einheit des Protestantismus zu stärken. Der Aufruf vom 27. September markiert den Beginn der »preußischen Union« und ist deshalb auch das Gründungsdatum der heutigen UEK. In ihr sind die Landeskirchen, die aus der preußischen Union hervorgegangen sind und weitere unierte und reformierte Landeskirchen in Deutschland verbunden.

Das Unionsjubiläum wird in den Landeskirchen, in Kirchenkreisen und Gemeinden vielfältig begangen. Am 17. September 2017 findet in der Johanniskirche in Hagen um 10.30 Uhr ein Abendmahlsgottesdienst unter der gemeinsamen Leitung der Amtsleiterin der UEK Bischöfin Petra Bosse-Huber, der westfälischen Präses Annette Kurschus und des rheinischen Präses Manfred Rekowski statt.

Der Gottesdienst ist eingebettet in eine Tagung der rheinischen und westfälischen Kirchengeschichtsvereine, die sich dem Thema Union mit Fachvorträgen widmet. Diese Tagung findet ebenfalls in der Hagener Johanniskirche vom 15. bis 17. September statt. An die Tagung schließt sich eine Exkursion nach Wetter an der Ruhr, Dortmund-Wellinghofen und Unna an. In diesen Ort sind die Unionsbestrebungen zum Teil an den Kirchbauten ablesbar.

Für den 18. und 19. September 2017 lädt die Kommission für kirchliche Zeitgeschichte der Evangelischen Kirche von Westfalen zu einer Konferenz ins Tagungszentrum Haus Villigst in Schwerte ein. Sie widmet sich mit insgesamt 13 Vorträgen v. a. der Wirkungsgeschichte der Union innerhalb und außerhalb Deutschlands.

Ein weiterer Höhepunkt ist der Festgottesdienst im Berliner Dom am 24. September um 10 Uhr. Er wird gestaltet von Kirchenpräsident Christian Schad (Ev. Kirche der Pfalz), President Dr. John Dorhauer, Leitender Geistlicher der United Church of Christ (UCC) in den USA, die deutsche Wurzel in den evangelischen Unionskirchen hat, und Domprediger Thomas C. Müller. Der Staats- und Domchor Berlin singt unter der Leitung von Professor Kai-Uwe Jirka. An der Orgel spielt Professor Dr. Andreas Sieling.

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news-1023Mon, 04 Sep 2017 10:31:14 +0200Hans-Ehrenberg-Preis geht an Wim Wendershttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/eine-grosse-metapher-fuer-dieses-land/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2ff52d8fb91e161430b9096aeaaed8acHans Ehrenberg war Jude und Christ, Philosoph und Publizist, er wurde zum Vordenker gegen die Nazis und ihren totalitären Staat. Der protestantische Hans-Ehrenberg-Preis erinnert an den Bochumer Pfarrer. Am 17. September wird der Preis an den Künstler Wim Wenders verliehen, die Laudatio hält der Ratsvorsitzende der EKD, Heinrich Bedford-Strohm.

Wenders, einer der bedeutendsten Filmkünstler der Gegenwart, wird für einen künstlerischen Stil geehrt, »der den Spielraum offen hält für das, was sich dem Zugriff entzieht«, so der Bochumer Superintendent Gerald Hagmann: Die Freiheit des Glaubens, die Hans Ehrenberg gegen den totalitären Staat verteidigt habe, sei immer auch die Freiheit der Kunst, die Freiheit der Kunst immer auch die des Glaubens, so Hagmann weiter, beide seien sie »Indikatoren einer freien Gesellschaft«.

Der Hans-Ehrenberg-Preis wird von der Evangelischen Kirche in Bochum gemeinsam mit der westfälischen Landeskirche an Persönlichkeiten verliehen, »die in öffentlicher Auseinandersetzung protestantische Positionen beziehen«. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem die Politikerin Antje Vollmer, der Publizist Robert Leicht, Altpräses Manfred Kock gemeinsam mit Karl Kardinal Lehmann sowie die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste.

Dass mit Wim Wenders nun erstmals ein Künstler geehrt wird, fällt nicht zufällig in das Jahr, in dem die Evangelische Kirche das Reformationsjubiläum begeht: Eine der wesentlichen reformatorischen Überzeugungen ist, dass der einzelne Mensch ein Eigenrecht hat gegenüber Gesellschaft, Staat und eben auch der Kirche, er ist nicht gebunden an das, was ist, sondern wie es sein könnte.

Diese reformatorische Einsicht, sagt der Bochumer Theologieprofessor Traugott Jähnichen, Mitglied der Findungskommission für den Hans-Ehrenberg-Preis, habe »eine kulturprägende Kraft entwickelt, die andauert«: Sie gehöre nicht der Kirche, »sie kommt uns in vielfachen Formen entgegen  -  als kulturelle Schöpfung, als Befragung und Infragestellung, als Suche und öffentlicher Streit um die Wahrheit«.

Nur  -  und diese Frage hat jetzt Wim Wenders aufgeworfen: »Ist ‚Wahrheit‘ nicht gerade im öffentlichen Leben komplett beliebig geworden? In einer Zeit, in der es ein Pendant dazu gibt, die ›alternativen Fakten‹?« Im Interview mit Johann Hinrich Claussen, dem Kulturbeauftragten der EKD, betont Wenders, wie sehr er die Künste  -  Kino und Theater, die Literatur und zeitgenössische Musik  -  »in der Pflicht« sehe, existenzielle Fragen zu stellen und hier besonders »die einfachste, aber auch dringlichste von allen: ›Wie soll man leben‹?«

Derzeit, so Wenders, beweise vor allem die Popular-Musik der Gegenwart »den erstaunlichsten Reichtum an Mut, sich allen Fragen zu stellen«. Das Kino zeige nur »hin und wieder, was es alles kann«, auch Theater und Literatur »drücken sich so gut es geht«, selbst die Kirchen würden großen Fragen meistens ausweichen: »Niemand will den Geruch einer ‚moralischen Anstalt‘ an sich haben. Das ist heute einfach uncool. Obwohl gerade das mehr gebraucht würde als je zuvor.«

Aber können die Künste und Kirchen das überhaupt noch, ethische Orientierung bieten? Es ginge »nur dann, wenn man viel von sich selber investiert«, so Wenders, er sieht die Künste  -  und ebenso die Kirchen  -  vor eine Aufgabe gestellt, die ins Herz des künstlerischen wie religiösen Ausdrucks trifft: die Aufgabe, wahrhaftig zu sein. Wahrhaftigkeit, so Wenders, bezeichne »ein Streben nach etwas Wahrem, den ständigen Versuch, ihm nahe zu kommen. Weil man davon ausgeht, dass es das gibt, ein Wahres.«

Wenders nimmt den Hans-Ehrenberg-Preis am 17. September um 16 Uhr in der Predigtstätte Ehrenbergs, der Christuskirche Bochum am Platz des europäischen Versprechens entgegen. Die Laudatio hält der Ratsvorsitzende der Evangelischen  Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm. Der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland, Johann Hinrich Claussen, moderiert das Gespräch zwischen Wenders und Bedford-Strohm, die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, spricht ein geistliches Wort. Der Festakt steht unter dem Thema »Eingewoben in Kunst«, die Teilnahme steht allen am Thema Interessierten offen.

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news-1022Fri, 01 Sep 2017 11:15:25 +0200Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht ist ab 2018 möglichhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/gemeinsamkeiten-staerken-unterschieden-gerecht-werden/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8f88b99dc8ccb44eaebe14727dc7f843Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen), Präses Manfred Rekowski (Evangelische Kirche im Rheinland) und Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche) sowie Bischof Dr. Felix Genn (Münster), Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Essen) und Erzbischof Hans-Josef Becker (Paderborn) haben entsprechende Vereinbarungen zum konfessionell-kooperativen Religionsunterricht ab dem Schuljahr 2018/19 unterzeichnet. Das Ministerium für Schule und Bildung in Düsseldorf und die Bezirksregierungen begrüßen die Initiative der Kirchen.

Mit dieser Zusammenarbeit stellen sich die beiden großen Kirchen auf die veränderte Schullandschaft ein, denn die Zahl christlicher Schüler ist rückläufig. Religionsunterricht, den nur Schülerinnen und Schüler einer einzigen Konfession besuchen, findet immer seltener statt. Auch bei getauften Kindern und Jugendlichen sind christliche Traditionen und biblisches Wissen schon längst nicht mehr selbstverständlich. »Der Religionsunterricht soll die jeweils eigene evangelische oder katholische Identität - sowohl für sich selbst als auch in Beziehung zueinander - bewusst machen. Außerdem will er zum kritischen Nachdenken anregen und das Gewissen schärfen«, erklärte Landeskirchenrat Fred Sobiech, Bildungsdezernent der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) in Bielefeld. Die Verantwortlichen in den Kirchenämtern und Generalvikariaten hoffen, dass die authentische Begegnung mit der anderen Konfession nachhaltig möglich wird und man sich der eigenen Konfession bewusster werden kann.

Schon jetzt kommt es nicht selten vor, dass der evangelische oder katholische Religionsunterricht im Klassenverband erteilt wird – aus organisatorisch-praktischen Gründen, wenn etwa nur wenige katholische oder evangelische Kinder vorhanden sind. Diese Praxis entspricht allerdings weder dem Grundgesetz noch der nordrhein-westfälischen Landesverfassung oder dem Schulgesetz des Landes. Denn danach werden die Inhalte vom Staat in Übereinstimmung mit den Religionsgemeinschaften festgelegt: Der Unterricht ist immer an das jeweilige – katholische oder evangelische – Bekenntnis gebunden. Der konfessionell-kooperative Religionsunterricht will die Unterschiede jedoch keineswegs aufheben.

»Gemeinsamkeiten stärken – Unterschieden gerecht werden«, so heißt denn auch die leitende Absicht des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts. Dazu sind die weiterhin geltenden evangelischen und katholischen Lehrpläne aufeinander zu beziehen und in entsprechende Unterrichtsplanungen zu übersetzen. Wie bisher können auf Wunsch und mit Zustimmung der betreffenden Lehrkraft auch Schülerinnen und Schüler anderer Religionen am Religionsunterricht teilnehmen.

Eine Grundschule oder eine weiterführende Schule im Sekundar I-Bereich, die in das neue Modell einsteigen will, muss bei der zuständigen Schulaufsichtsbehörde einen Antrag stellen. Das Einvernehmen mit den Kirchen wird vor Genehmigung hergestellt. Voraussetzungen dafür sind vor allem, dass die Fachkonferenzen den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht befürworten, die Schulkonferenz darüber berät und entsprechende Unterrichtspläne vorliegen, die den Wechsel der Fachlehrkräfte berücksichtigen. Eine begleitende Fortbildung wird den Schulen angeboten. (Pressemitteilung 69/2017)

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Medien
news-1021Thu, 31 Aug 2017 15:06:16 +0200Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert besucht Reformationsausstellunghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/der-geteilte-himmel-im-ruhr-museum/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d2d18a16d336be06d1070170ac0e73aaSeit Anfang April zeigt das Ruhr Museum die Sonderausstellung »Der geteilte Himmel. Reformation und religiöse Vielfalt an Rhein und Ruhr«. Anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums präsentiert sie das Verhältnis und Zusammenleben der unterschiedlichen Religionen und Konfessionen dieser Region.

Am 28. August besuchte Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert zusammen mit den anderen Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats des Gesamtprojekts »Der geteilte Himmel« - darunter auch Präses Annette Kurschus - das Ruhr Museum für einen Rundgang durch die Ausstellung.

Prof. Dr. Lammert ist Schirmherr der Ausstellung und zeigte sich beeindruckt von der Glaubensvielfalt, die die Religionsschau präsentiert. Auch wenn die Ruhrregion gewiss nicht Kernland der Reformation sei, so würden hier jedoch eindrucksvoll die prägenden Kräfte des Umbruchs fortwirken, die Luthers Thesenanschlag vor 500 Jahren ausgelöst habe: »Die Menschen an Rhein, Lippe, Emscher und Ruhr sind in besonderer Weise an ein Nebeneinander von Glaubensrichtungen und Religionen gewöhnt, es ist Teil der regionalen Identität.« Über Jahrhunderte existierten im heutigen Ruhrgebiet die christlichen Konfessionen und das Judentum nebeneinander. Verschiebungen in den konfessionellen Verhältnissen ergaben sich vor allem im 19. und 20. Jahrhundert durch Migrationsbewegungen während der Industrialisierung und nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Migranten brachten auch ihre religiösen Bräuche mit. Den Himmel teilen sich somit heute Fördertürme und Schornsteine mit Kirchtürmen, Synagogen, Moscheen und anderen religiösen Stätten.
 
Die Ausstellung »Der geteilte Himmel. Reformation und religiöse Vielfalt an Rhein und Ruhr« ist Teil des gleichnamigen Gesamtprojekts des Ruhr Museums mit dem Essener Forum Kreuzeskirche und dem Martin Luther Forum Ruhr in Gladbeck und ist noch bis zum 31. Oktober im Ruhr Museum zu sehen.

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news-1020Wed, 30 Aug 2017 09:25:56 +0200Tag der Schöpfung auf der Landesgartenschauhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/so-weit-himmel-und-erde-ist/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f7dc44722be93d58a8ce52f9a57e270aIm Glaubensgarten auf der Landesgartenschau in Bad Lippspringe wird am 9. September ein ökumenischer Tag der Schöpfung gefeiert. Die Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) steht unter dem Leitwort »So weit Himmel und Erde ist«.

Sie beginnt mit einem Rahmenprogramm und endet mit einem ökumenischen Gottesdienst, in dem die nordrhein-westfälische ACK-Vorsitzende Annette Muhr-Nelson predigt.

Der Tag der Schöpfung wird seit 2010 in Deutschland gefeiert. In diesem Jahr findet die zentrale Feier am 1. September in Lübeck statt, zudem gibt es bis Anfang Oktober Veranstaltungen in einzelnen Gemeinden.

Der Glaubensgarten auf dem Gelände der Landesgartenschau wurde von den sieben Religionsgemeinschaften mit sieben Gärten gestaltet. Christen, Bahai, Hindus, Buddhisten, Muslime, Sikh und Juden hätten dort einen Ort geschaffen, der die Begegnung von Menschen aus unterschiedlichen Glaubensrichtungen ermöglichen solle, hieß es.

Der Schöpfungstag startet um 14.30 Uhr mit einem Rahmenprogramm. Um 17 Uhr wird er mit einem Ökumenischen Gottesdienst auf der Adlerwiese der Landesgartenschau abgeschlossen. Die Landesgartenschau hat bis 15. Oktober täglich von 9 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. (epd)

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news-1018Mon, 21 Aug 2017 14:20:55 +0200Ausstellung und Workshops mit afrikanischem Bildhauer Edious Nyagweta in Haus Nordhellehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/shona-art-im-sauerland/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=25a410503c2f6c50312bafa406a6452dAußergewöhnliche Skulpturen sehen und eigene Werke aus Stein schaffen: das bietet die Ausstellung Shona-Art im Sauerland, die  in der Evangelischen Tagungsstätte Haus Nordhelle in Meinerzhagen-Valbert zu sehen ist.

Steinbildhauer Edious Nyagweta zeigt dort bis zum 17. September seine Arbeiten aus Serpentinstein und stellt die traditionelle Kunst aus seiner Heimat Simbabwe im südlichen Afrika vor. Der bis zu 2,5 Milliarden Jahre alte Stein hat verschiedene Farben, Maserungen und Härtegrade. Steinbearbeitung hat in dem afrikanischen Land eine lange Tradition. Der Künstler bietet dazu während der Ausstellungsdauer mehrere Workshops an.

Nyagweta schafft seine Figuren nur mit Hammer, Meißel, Raspel und Feile. Sie zeugen von in Stein gemeißelten Emotionen wie Liebe, Harmonie und Zufriedenheit, sie symbolisieren aber auch Spiritualität und Mythologie. Der Bildhauer Nyagweta gilt als ein Meister der Emotionen, dessen Skulpturen sanfte Züge haben und so eine zwischenmenschliche  Beziehung entstehen lassen.

Shonakunst bezeichnet heute zeitgenössische Bildhauerei in Siambabwe. Sie entstand in den 1960er Jahren. Shona ist ursprünglich der Name der größten Volksgruppe des Landes.

Zur Ausstellung in Haus Nordhelle findet ein Begleitprogramm statt. Dazu zählt ein Ökumenischer Open-Air-Gottesdienst mit dem Bildhauer Nyagweta und dem Musiker Michel Sanya (Kongo) am Sonntag, 3.9., um 10.30 Uhr. Mitveranstalter sind das Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) der westfälischen Landeskirche und die Galerie Shona-Art in Witten.

 

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news-965Fri, 23 Jun 2017 11:25:52 +0200Evangelische Kirche und Diakonie rufen zu Spenden für Ostafrika aufhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/jede-spende-wird-verdoppelt/ch/505423154ac9030d6cfc65c97eb8e0f0/Um dringend notwendige Hilfen für die Hungernden im Osten Afrikas zu ermöglichen, rufen die drei Evangelischen Landeskirchen in Rheinland, Westfalen und Lippe zu einer Spenden-Verdoppelungsaktion auf. Jede Spende an die Diakonie Katastrophenhilfe oder die Kindernothilfe unter dem Stichwort »Verdoppelungsaktion Afrika« wird aus dem Nothilfe-Fonds des Diakonischen Werkes bis zu einer Summe von 100.000 Euro verdoppelt.

Die sich zuspitzende Lage in der Dürreregion und die noch immer zurückhaltende Spendenbereitschaft in Deutschland ist Anlass für diesen ungewöhnlichen Aufruf. Erstmals bitten die drei leitenden Theologen der Landeskirchen und der Vorstand des Diakonischen Werkes gemeinsam ihre Mitglieder und Mitarbeitenden, Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen um eine solche Unterstützung. »Christinnen und Christen dürfen nicht tatenlos zusehen, wie Menschen an Entkräftung, Unterernährung und Krankheiten in Folge von Mangelernährung sterben«, schreiben Präses Annette Kurschus von der Evangelischen Kirche von Westfalen, Präses Manfred Rekowski von der Evangelischen Kirche im Rheinland, Landessuperintendent Dietmar Arends von der Lippischen Landeskirche und Vorstand Christian Heine-Göttelmann vom Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe. Das Schicksal von 23 Millionen Menschen, die vom Hungertod in Ostafrika bedroht sind, dürfe uns nicht unberührt lassen, heißt es im Spendenaufruf weiter.

Im Rahmen dieser Aktion wirkt jede Spende doppelt gegen den Hunger, denn alle bis Ende August eingehenden Spenden und Kollekten werden verdoppelt. Dazu stellt das Diakonische Werk bis zu 100.000 Euro aus einem Nothilfe-Fonds zur Verfügung. Unterstützt werden sollen Projekte von zwei Hilfswerken, die seit Jahren in der Region aktiv sind: Diakonie Katastrophenhilfe und Kindernothilfe.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist mit ihren lokalen Partnerorganisationen im Südsudan, Somalia, Kenia und Äthiopien vor Ort und versorgt die Menschen mit Lebensmitteln, Saatgut und sauberem Trinkwasser. Neben der Nothilfe werden die Menschen zudem in der Vorsorge unterstützt. Dabei geht es insbesondere darum, Wissen zu vermitteln, wie Landwirtschaft trotz schwieriger klimatischer Bedingungen möglich ist. Im Fokus der Hilfe stehen auch vielfach intern vertriebene Menschen, die durch berufsbildende Trainings und Einkommen schaffende Maßnahmen Perspektiven für eine neue Lebensgrundlage erhalten.

Die Kindernothilfe versorgt schon seit Monaten über ihre lokalen Partnerorganisationen zehntausende Kinder und Erwachsene in Somalia und Äthiopien mit frischem Wasser und Nahrungsmitteln. Die Menschen dort leiden unendlich, und es zeichnet sich keine Besserung ab. Zusätzlich breiten sich Cholera- und Durchfallerkrankungen aus. Deshalb müssen die Kräfte von Hilfsorganisationen und Partnern gebündelt werden, um die Not zu lindern. Die Lage in Ostafrika ist seit Monaten verheerend. Viele Kinder sind schon an den Folgen der Dürre gestorben. Die Dürre hat die Ernten zerstört und ungezählte Nutztiere getötet. (Pressemitteilung 56/2017)

Spenden:
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Verdoppelungsaktion Afrika
Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/verdoppelungsaktion-afrika

Kindernothilfe
Bank für Kirche und Diakonie eG
IBAN: DE96 3506 0190 0000 9779 77
BIC: GENODED1DKD
Stichwort: Verdoppelungsaktion Afrika
Online unter: www.kindernothilfe.de/Verdoppelungsaktion-Afrika

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news-950Thu, 08 Jun 2017 09:46:03 +0200Pilotprojekt »Musik in Kitas« startet im Kirchenkreis Herfordhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/kinder-kitas-und-musik/ch/ea9716c7229c1f87accd31d424108d25/»Kinder brauchen Musik. Ich bin glücklich, dass wir uns bei dem Pilotprojekt gemeinsam auf den Weg machen«, sagt Martin Bartelworth, Geschäftsführer der Pop-Akademie. Das bestätigt Superintendent Michael Krause: »Kinder, Kitas und Musik, das passt gut zusammen. Wir freuen uns über diese Zusammenarbeit.«

Bei dem neuen Pilotprojekt »Musik in Kitas – Markenkern Evangelischer Trägerschaft« haben die Evangelische Pop-Akademie in Witten
und der Evangelische Kirchenkreis Herford eine Partnerschaft vereinbart. Das Projekt beginnt am 1. Juli 2017 und ist befristet auf zunächst drei Jahre.

Bereicherung für die musikalische Landschaft

In den 53 evangelischen Kindergärten und Kitas im Kirchenkreis ist das Singen und Musizieren mit Kindern Bestandteil des Angebots und des Bildungsauftrags. Bei dem Pilotprojekt sollen neue Formen der alltagsintegrierten Musikerziehung insbesondere unter religionspädagogischen Gesichtspunkten erprobt und bewertet werden. »Das Projekt ist eine Bereicherung für die musikalische Landschaft«, betont Kreiskantorin Johanna Wimmer.

Ziel ist es, die musikalische, religionspädagogische Arbeit in Kitas zu stärken. Musikalische Bildung von Kindern soll gefördert werden, damit sie unabhängig von ihrer individuellen Ausgangslage einen chancengerechten, partizipativen, alters- und situationsgerechten Zugang zum Musizieren bekommen.

Zunächst erfolgt eine Bestandsaufnahme in den Einrichtungen des Kirchenkreises sowie mit Blick auf mögliche regionale und überregionale Kooperationen. »Es ist wichtig die Akteure zu kennen und gut zusammenzuarbeiten«, meint Pfarrer Rolf Bürgers, Vorsitzender des Leitungsausschusses Kita im Kirchenkreis.

Später sind thematische Fortbildungsangebote und berufsbegleitende Zusatzqualifikation geplant. »Leider spielt heute Musik in der
Berufsausbildung von Erzieherinnen und Erzieher nur noch eine geringe Rolle. Dabei ist Bewegung und Musik enorm wichtig für die Entwicklung von Kindern«, meint Regine Henneken, Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis.

Burkhard Leich, Diakon und Gemeindepädagoge aus Herford, koordiniert das Projekt. Im Projektzeitraum können sich mehrere Kitas einen intensiven Beratungs- und Entwicklungsprozess beteiligen. Anschließend sollen »best practice«Verfahren entwickelt werden, für den Kirchenkreis Herford, der Evangelischen Kirche von Westfalen und darüber hinaus.

Im Jahr 2017 jährt sich zum 500. Mal die Verbreitung von Luthers Thesen zur Kirchenerneuerung. Die Reformation war von Beginn an eine singende und musizierende Bewegung. Verkündigung des Evangeliums ohne Gesang ist, wie eine Kirche ohne Musik, undenkbar. Mit der Errichtung der Evangelischen Pop-Akademie hat die Evangelische Kirche von Westfalen und die Stiftung Creative Kirche 2015 eine Qualitätsoffensive »singende und musizierende Gemeinde« ausgerufen.

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MitarbeitendeGemeinden
news-915Mon, 15 May 2017 07:54:13 +0200Präses Annette Kurschus zur Landtagswahl in NRWhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/hoehere-wahlbeteiligung-ist-ein-gewinn-fuer-die-demokratie/ch/d1ebd8b14076e1a6dc7704fd8818608c/Zum Ergebnis der NRW-Landtagswahl am 14. Mai äußert sich Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen.

»Der neuen Regierung wünsche ich Mut, Kraft und den Segen Gottes für eine Politik, die allen Menschen in Nordrhein-Westfalen ein Leben in Würde mit guter Perspektive ermöglicht. So haben wir es im Wahlaufruf der evangelischen Kirchen gesagt, und ich hoffe, dass sich auch die neue Opposition im Landtag in fairer Auseinandersetzung für dieses Ziel einsetzt.

Die höhere Wahlbeteiligung ist ein Gewinn für die Demokratie. Sie verleiht dem Handeln des Parlaments eine solide Grundlage und bedeutet zugleich einen hohen Anspruch für die Gewählten.
In diesem Sinne erwarte ich auch von der ›Alternative für Deutschland‹ eine konstruktive parlamentarische Arbeit.«

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MedienMitarbeitende
news-913Wed, 10 May 2017 09:55:47 +0200Wahlen bei der Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschafthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/praeses-kurschus-ist-neue-aufsichtsratsvorsitzende/ch/13987871a5fa56492bfa44d71a86b0e0/Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, ist neue Vorsitzende des Aufsichtsrates der Deutschen Bibelgesellschaft. Sie tritt damit die Nachfolge des ehemaligen bayrischen Landesbischofs Dr. Johannes Friedrich an.

Die 37. Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft tagte am Montag und Dienstag, 8. und 9. Mai, in der Lutherstadt Wittenberg. Professor Dr. Christoph Levin, Dozent für Altes Testament in der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität München, wurde von der Deutschen Bibelgesellschaft mit der Canstein-Medaille ausgezeichnet.

Kurschus erklärte zu ihrer Kandidatur: »Ich liebe die Bibel und mir liegt daran, dass sie möglichst viele Menschen erreicht. Dazu möchte ich gern durch die verantwortliche Mitarbeit in der Deutschen Bibelgesellschaft beitragen.« Die 54-jährige Theologin aus Bielefeld ist bereits stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Hermann-Kunst-Stiftung. Die Stiftung unterstützt und fördert die Arbeit des Instituts für neutestamentliche Textforschung mit Sitz in Münster. Es ist mit der Deutschen Bibelgesellschaft durch die Herausgabe des Neuen Testaments in der griechischen Ursprache verbunden.

Als stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates wurden wiedergewählt: Dr. Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald), Bischof der Nordkirche im Sprengel Mecklenburg und Pommern, und Stefan Werner (Neulingen), Oberkirchenrat der badischen Landeskirche und ab 1. Juli Direktor des Oberkirchenrates der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Weitere Mitglieder des Aufsichtsrates sind der württembergische Oberkirchenrat Werner Baur (Mössingen), Thies Gundlach (Hannover), Vizepräsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Michael Jung (Schwaigern-Stetten a.H.), Bereichsleiter Unternehmenskunden der Baden-Württembergischen Bank, Sebastian Knöfel (Doberschütz), Geschäftsführer der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig, Dr. Rolf Krämer (Hemmingen), Juristischer Vizepräsident der hannoverschen Landeskirche, Professor Dr. Christoph Levin (München), Professor Dr. Holger Strutwolf (Münster), Direktor des Instituts für neutestamentliche Textforschung, und Eva Thomi (Biel/Schweiz), Geschäftsführerin der Schweizerischen Bibelgesellschaft.

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news-912Tue, 09 May 2017 15:42:39 +0200Visitation: Kurze Wege lassen sich umweltfreundlich bewältigenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/mit-dem-kirchenrad-durch-den-kirchenkreis/ch/745f4d6f00a7682b69c60415016faff5/Kurze Wege sind ein Kennzeichen des Evangelischen Kirchenkreises Vlotho. Da liegt es nahe, für viele Strecken nicht das Auto zu nehmen, sondern das Fahrrad. Das gilt auch für die landeskirchliche Visitation.

Die Mitglieder des Visitationsteams sind umweltfreundlich unterwegs: Sie benutzen oft das »Kirchenrad«, ein Pedelec, das von der Klimaschutzagentur der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) entwickelt wurde. Andere haben ihr eigenes Fahrrad dabei und bewegen sich ausschließlich mit Muskelkraft vorwärts.

Mit E-Bike kamen am Dienstag (9.5.) zum Kreiskirchenamt: Präses Annette Kurschus, ihr persönlicher Referent Dr. Jan-Dirk Döhling, Kirchenrat Dr. Vicco von Bülow und Christa Kronshage, Mitglied der Kirchenleitung.

Das »Kirchenrad« ist für Pfarrerinnen und Pfarrer, aber auch für alle anderen haupt- und ehrenamtlich in der EKvW Beschäftigten gedacht. Zusammen mit einer Münsterländer Fahrradmanufaktur ist ein Pedelec (E-Bike) aus hochwertigen Komponenten zusammengestellt worden, das nun zu einem günstigen Preis vom Hersteller angeboten wird. Es gehört zum Mobilitätskonzept der EKvW und soll dazu anregen, auch für die Strecken ab fünf Kilometer auf das Fahrrad umzusteigen. Dazu ist ein Pedelec ideal und genau so schnell wie das Auto.

»Fahrradfahren tut der Gesundheit gut und macht die Pfarrerin und den Pfarrer in der Gemeinde sichtbarer«, erklärt Volker Rotthauwe, Pfarrer für nachhaltige Entwicklung der EKvW. »Man kommt unverschwitzt zum Hausbesuch, kann schnell für ein kurzes Gespräch auf dem Weg absteigen oder das Rad als Werbung für die Gemeinde nutzen.«

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news-911Tue, 09 May 2017 14:29:57 +0200Staffelstabübergabe zur Vorbereitung auf den 37. Deutschen Evangelischen Kirchentaghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/du-siehst-mich-wieder-in-dortmund-2019/ch/cfd1dbd5454c492c9bcccd46c2a25518/Ganz unspektakulär sieht er aus, der kurze Stab aus Holz mit dem Kirchentagskreuz. Am Kirchentagssamstag (27. Mai) wird er in einem feierlichen Akt von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz an die Evangelische Kirche von Westfalen übergeben. Dort findet in zwei Jahren in Dortmund der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag statt.

Anders als beim Staffellauf wird der Stab nicht einfach so, mal eben schnell im Vorbeilaufen übergeben. Prominenz aus Politik und Kirche nehmen sich eineinhalb Stunden Zeit für die Staffelübergabe.

Albert Henz, Theologischer Vizepräsident Ev. Kirche von Westfalen, der Dortmunder Superintendent Ulf Schlüter, der Berliner Probst Dr. Christian Stäblein und die Berliner Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein gehen der Frage nach: Was Dortmund von Berlin wissen sollte!

Berlins Bischof Dr. Markus Dröge und Präses Annette Kurschus, leitende Geistliche der Evangelischen Kirche von Westfalen, unterhalten sich mit dem Regierenden Bürgermeister Berlins Michael Müller und dem Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau darüber, was die zentralen Botschaften sind.

Abschließend gibt Kirchentagspräsidentin Dr. Christina Aus der Au einen Rückblick und Ausblick.
Die Veranstaltung findet am 27. Mai 2017 auf der Bühne an der St. Marienkirche, Karl-Liebknecht-Str. 8, von 15 bis 16.30 Uhr statt.

Moderiert wird sie von Bettina von Clausewitz, musikalisch begleitet von der Band Patchwork.

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news-891Tue, 25 Apr 2017 10:51:34 +0200Interviewhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/praeses-und-bischof-fuer-mehr-zusammenarbeit-im-religionsunterricht/ch/efafe2c44001016129b810643e298b10/Die westfälische Präses Annette Kurschus und der Münsteraner Bischof Felix Genn haben sich für mehr Zusammenarbeit der beiden Kirchen beim Religionsunterricht ausgesprochen.

In der religiös bunten Gesellschaft werde es immer wichtiger, dass Christen über ihren Glauben Bescheid wüssten und Auskunft geben könnten, sagte Kurschus in einem gemeinsamen Interview mit der evangelischen Wochenzeitung »Unsere Kirche« und der katholischen Bistumszeitung »Glaube+Leben«. In einem konfessionell-kooperativen Religionsunterricht sollten nicht die Unterschiede zwischen den Konfessionen eingeebnet werden. »Da wird Verbindendes wie Unterscheidendes und Trennendes zur Sprache kommen«, sagte Kurschus.

Der Münsteraner Bischof Genn nannte als weiteres Feld der Zusammenarbeit das Thema Flüchtlinge. Die Flüchtlingsfrage werde in diesem Wahljahr von Bedeutung sein, »wenn wir als Christen rote Linien ziehen gegenüber bestimmten Meinungstendenzen in der Gesellschaft«, sagte Genn. Es gehe dabei nicht um einfache Lösungen oder populistische Parolen. »Wir wollen als Christen in unserer Gesellschaft unseren Beitrag politisch setzen.« Da gebe es viele Formen der Zusammenarbeit.

Vom Gedenken an den Beginn der Reformation vor 500 Jahren erhoffen sich Kurschus und Genn Verbesserungen in der Ökumene. »Allein die Atmosphäre dieses gemeinsamen Betens, Sprechens wird eine gute Gesprächskultur entwickeln, so dass wir dann wiederum anders über das Kontroverse sprechen können«, sagte Genn.

Bei den Feiern zum Reformationsjubiläum würden auch die Unterschiede zur katholischen Kirche deutlich werden, sagte Präses Kurschus. Das Evangelische werde dabei jedoch nicht in Abgrenzung zum Katholischen definiert, sondern »in positiver Bestimmung dessen, was Fundament unseres Glaubens ist«, unterstrich die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen. Bei allen Unterschieden werde dabei auch deutlich: »Uns eint das gemeinsame Bekenntnis zu Jesus Christus, dem Herrn der einen Kirche.«

Die evangelische Kirche feiert bis Oktober dieses Jahres 500 Jahre Reformation. Am 31. Oktober 1517 hatte Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht. Der legendäre Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte.

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news-889Mon, 17 Apr 2017 10:30:00 +0200Präses Annette Kurschus predigt im Fernsehgottesdienst zu 150 Jahre Bethelhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/gott-sucht-und-erwartet-und-findet-uns/ch/45b2843a1de831c152e3008bb1482c85/»Gott sucht und erwartet und findet uns und alle Welt. Und er wird uns nicht dort lassen, wo Angst und Schrecken sitzen. So wie er seinen Sohn nicht dort gelassen hat.« In ihrer Predigt am Ostermontag (17.4.) in Bielefeld-Bethel hat Präses Annette Kurschus das »österliche Geheimnis des Lebens« in den Mittelpunkt gestellt.

Anhand der biblischen Erzählung vom Propheten Jona, der von einem großen Fisch verschluckt und wunderbar gerettet wird, ermutigte sie dazu, auch in scheinbar ausweglosen Situationen auf Gottes Liebe zu vertrauen.

»Wie tief du auch stürzen, wie weit unten auch immer du sitzen magst – und sei es im Tod: Der dich gemacht hat und der dich liebt hat, geht dir nach. Er ist schon da; da, wo du hineinfielst, und da, worin du festsitzt. Da, wo es dich rüttelt und schüttelt – und wo du denkst, es ist das Ende«, sagte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Ostern beschrieb sie als »Fest des leisen Ahnens, des allmählichen Verstehens, des vorsichtigen Hoffens.« Es sei ein Fest für Menschen, die sich, »leise und langsam und immer neu« miteinander auf den Weg des Lebens machen – so wie in Bethel, wo Menschen mit Behinderung leben. Einige davon, Mitglieder des Teams Integrative Öffentlichkeitsarbeit in Bethel, wirkten an der Feier mit. Kinder der Förderschule Mamre-Patmos haben Bilder zur Jona-Geschichte gemalt, die in der Kirche  zu sehen waren.

Unter dem Motto »aufgetaucht« stand der Gottesdienst in der Zionskirche im Zeichen des 150-jährigen Jubiläums der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Er wurde vom WDR für die ARD/Das Erste übertragen.

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news-888Sun, 16 Apr 2017 10:30:00 +0200Vizepräsident Albert Henz predigt in der Marienkirche Lemgohttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/ostern-bewegt-zu-neuen-aufbruechen/ch/c6c5107473ddcd1a5444743632dc2127/Die Botschaft von Ostern hat die Kraft, Neues anzustoßen und Menschen zu bewegen. Das hat Albert Henz, Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen, am Ostersonntag (16.4.) in der Lemgoer Marienkirche betont.

Zwar sei die Kirche alt und manchmal auch müde: »Wir tun uns schwer mit Neuem. Wir haben uns eingerichtet.« Doch viele österliche Aufbrüche zeigten, dass sich das ändern könne.

Als Beispiele nannte der Theologe das Luther-Oratorium von Dieter Falk mit mehreren tausend Mitwirkenden, neue Kirchengemeinschaften in Brasilien oder ungewöhnliche Formen kirchlichen Lebens in Deutschland. Henz rief dazu auf, »dem neuen Leben nachzuspüren und sich von ihm senden zu lassen«. Zielführend für die Kommunikation des Evangeliums seien neue Medien wie das social web – »Ich bin sicher: Luther hätte es gemacht«, sagte Henz.

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news-885Tue, 11 Apr 2017 14:52:34 +0200Wirtschaftliche Schieflagehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/aus-fuer-jugendbildungsstaette-berchum/ch/da7ecbd5d34cae9ae6ad2a41b55047d6/Die evangelische Jugendbildungsstätte Berchum schließt zum 31. Dezember. Sie ist in eine wirtschaftliche Schieflage geraten.

Die evangelische Schülerinnen und Schülerarbeit (eSw) am Ergster Weg in Berchum schließt zum 31. Dezember 2017. Diese wird seit fast 135 Jahren von einem gemeinnützigen Verein geführt, der 100 Mitglieder zählt.

Die bittere Nachricht vom Aus erfuhren die 28 Mitarbeiter am Donnerstagabend. Das Landeskirchenamt hatte dem Träger-Verein um den 1. Vorsitzenden Dr. Michael Fink angekündigt, ab dem Jahr 2018 den jährlichen Zuschuss zu streichen. Dieser beläuft sich, so Andreas Duderstedt, Pressesprecher des Landeskirchenamtes, auf 260 000 Euro.

»Es ist hart, eine solche Entscheidung zu treffen«, versichert Udo Bußmann, Landesjugendpfarrer der evangelischen Kirche von Westfalen. »Aber sie war unausweichlich. Geld weiter in eine Aktivität zu investieren, die absehbar nicht kostendeckend zu führen ist, macht keinen Sinn. Und noch einmal groß in ein Gebäude zu investieren, verbietet die Gesamtentwicklung der kirchlichen Finanzen.«

Als Vorsitzender der eSw sagte Michael Fink: »Ohne diesen Zuschuss können wir nicht weitermachen. Der Vorstand musste deshalb handeln, allein schon aus rechtlichen Gründen handeln.«

Trauriges Ende einer Entwicklung

Es ist eine Entscheidung, die dem Vorstand der evangelischen Schülerinnen- und Schülerarbeit in Westfalen schwer gefallen ist. Aber letztlich, so ergänzt Ute König, Leiterin der Einrichtung und geschäftsführende Bildungsreferentin des Vorstandes, gab es keine andere Entscheidung.

Niemand kann aktuell sagen, wie es am Ergster Weg in Berchum weitergehen wird. »Wir kämpfen«, betonte Ute König gestern, »und wir suchen nach einer Lösung. Möglicherweise mit der Unterstützung anderer Jugendträger. Ideen dafür gibt es.«

Gleichwohl steht für sie fest: »Das ist ein trauriger Schritt und das Ende einer langen Entwicklung.« Ein wesentlicher Faktor sei, dass das 145 Betten zählende Haus aktuell nicht mehr zukunftsfähig sei. Ute König: »Hier müsste richtig investiert werden, denn es gibt bei uns in den Vier-Bett-Zimmern noch Doppelstockbetten.« Diese würden die Mädchen und Jungen aller Schulformen noch bis zur Mittelstufe akzeptieren. Und auch die Konfirmanden.Doch in der Altersstufe danach werde es schwierig.

Weil die Landeskirche perspektivisch von einem Rückgang der Steuereinnahmen ausgehe, werde aktuell alles zur Disposition gestellt, um für die Zukunft gewappnet zu sein. Ute König: »Ohne die Unterstützung der Landeskirche kann das Haus aber nicht weiter betrieben werden.« Diese Aussage möchte die Leitende Bildungsreferentin aber nicht als Kritik an der Landeskirche verstanden wissen. »Diese hat hier in Berchum bereits Millionen investiert.«

20 000 Gäste pro Jahr

Auch das Land NRW habe die Jugendeinrichtung stets unterstützt. »Aber die Förderungsmodalitäten haben sich verändert. Es gibt keine Strukturförderung mehr, nur noch eine Projektförderung.« Rund 20 000 Gäste habe das Haus im Jahr 2016 gezählt, unter ihnen viele Jugendliche aus Osteuropa. Schließlich sei die vom ehemaligen Geschäftsführer Paul Gaffron vorangetriebene East-West-East-Idee ein Schwerpunkt der inhaltlichen Arbeit gewesen. Diese sei auch die Motivation für die Mitarbeiter zu versuchen, das Haus, in welcher Form auch immer, am Markt zu halten und neue Modelle zu entwickeln, die zukunftsfähig seien.

Die Nachricht von der wirtschaftlichen Schieflage hätte die Mitarbeiter nicht unvorbereitet getroffen. »Ich habe immer mit offenen Karten gespielt. Es hat stets Transparenz geherrscht«, so die Leiterin.auf die Praxis. (Volker Bremshey/Westfalenpost)

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news-884Tue, 11 Apr 2017 14:34:25 +0200UK hat mit Haustürwerbung in Herne nichts zu tunhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/unlautere-werbemethoden/ch/f64cc0caf958c68080225aa44f5797e3/In Herne versuchen Drückerkolonnen an der Haustür, mit betrügerischen Mitteln Abonnenten für Kirchenzeitungen zu gewinnen. Mit der evangelischen Wochenzeitung UNSERE KIRCHE (UK) hat das nichts zu tun.

Nach einem Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) steckt dahinter ein Verlag in Hamm oder Offenburg. Mit der Zeitschrift »Liboriusblatt« sollen Katholiken angesprochen werden, mit dem Titel »Christliche Woche« evangelische Christen. Gerd-Matthias Hoeffchen, Chefredakteur der in Bielefeld erscheinenden evangelischen Wochenzeitung UNSERE KIRCHE, distanziert sich nachdrücklich davon: »Wir haben schon vor geraumer Zeit entschieden, auf Haustürwerbung ganz zu verzichten.«

Laut WAZ sind die dubiosen Geschäftemacher auch in Duisburg und Mülheim aufgefallen. Sie geben vor, im Auftrag der örtlichen Kirchengemeinde Spenden zu sammeln, und wer gutgläubig eine »Quittung« unterschreibt, erhält ein paar Wochen später eine Rechung für ein Abonnement.

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news-880Fri, 07 Apr 2017 19:00:00 +0200 Präses Annette Kurschus: Höchste Motive verursachen oft tiefstes Leidhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/religion-kann-in-ihr-gegenteil-verkehrt-werden-1/ch/a1c7ba5ce54534b06e4d8e99f3ce3ea5/Die westfälische Präses Annette Kurschus hat vor der Gefahr einer Verkehrung ins Gegenteil gewarnt, die in jeder Religion enthalten ist. Wo die Grenze zwischen Gott und Mensch nicht anerkannt werde, könne sogar Gewalt drohen im Namen eines instrumentalisierten Gottes, sagte sie am Freitag (7.4.) in Essen.

Die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen hielt eine Fastenpredigt im katholischen Essener Dom. Die Predigt war Bestandteil einer Reihe unter dem Motto »Alle sollen eins sein« zur Erinnerung an den Beginn der Reformation vor 500 Jahren.

Die Aussage, religiös begründete Verbrechen hätten mit recht verstandener Religion nichts zu tun, sei »falsch oder zumindest reichlich dünn«, sagte Präses Kurschus und bezog sich dabei auf islamisch begründete Gewalttaten wie im Irak, in Syrien oder die Terrorangriffe in London oder St. Petersburg. Ebenso nannte sie Beispiele für Aggression unter christlichem Vorzeichen: den Irakkrieg von Präsident George W. Bush oder den von der orthodoxen Kirche befeuerten russischen Nationalismus.

»Nicht selten waren es die höchsten Motive und die ehrwürdigsten Traditionen ausgerechnet der Religionen, die tiefstes Leid verursachten.« Religion sei nicht von sich aus gut oder schlecht. »Auch unser gemeinsamer christlicher Glaube ist es nicht. Er ist immer zwiespältig; immer ambivalent.« Davon erzähle schon die Bibel, etwa in der Geschichte von der Versuchung Jesu (Matthäus 4,1-11): »Wo Gott zum Menschen kommt, gerät der Mensch in Versuchung. Die menschliche Versuchung liegt nahe, Gott nicht Gott sein zu lassen.«

Präses Kurschus warnte auch davor, Bibelzitate aus dem Zusammenhang zu reißen: »Manche greifen zum Gotteswort wie in eine Zauberkiste und nehmen flugs einen passenden Vers heraus. Ich vermute, diese Versuchung ist für uns Evangelische besonders stark.« Aber die Bibel in der Vielfalt ihrer Aussagen könne nur durch Auslegung und Interpretation recht gehört werden.

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news-865Tue, 28 Mar 2017 15:53:22 +0200Dienstantritt: Drei Vikarinnen und vier Vikare starten am 1. April durchhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/damit-das-ganze-ganz-wird-und-ganz-bleibt/ch/43ebdf17fb1872016034cad7c1fc11f7/Drei Vikarinnen und vier Vikare treten am 1. April ihren Vorbereitungsdienst in der Evangelischen Kirche von Westfalen an. In einem Abendmahlsgottesdienst am 28. März  in der Bielefelder Süsterkirche sind sie von Präses Annette Kurschus und Oberkirchenrätin Petra Wallmann begrüßt worden.

Nach bestandenem 1. Theologischen Examen erhielten sie ihre Berufungsurkunden und lernen nun zweieinhalb Jahre lang praktische Gemeindearbeit. Darin sind drei Monate Schulpraktikum eingeschlossen. Mit Beginn des neuen Vikariatskurses sind insgesamt 35 westfälische Vikarinnen und Vikare, 16 Männer und 19 Frauen, im Vorbereitungsdienst.

»Wir sollen in unserer Arbeit – ob beim Predigen oder in der Seelsorge, ob in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen oder in der Begleitung alter und kranker Menschen dafür einstehen, vertreten und verteidigen, dass jeder und jede Einzelne unentbehrlich ist für das Ganze – und dass es auf jeden und jede Einzelne ankommt, damit das Ganze ganz wird und ganz bleibt.« Das sagte Präses Annette Kurschus in ihrer Predigt über die Geschichte vom verlorenen Schaf (Lukasevangelium Kapitel 15, Vers 3 bis 7).

Der kirchliche Auftrag und die Sendung von Pastorinnen und Pastoren werde immer wichtiger in einem gesellschaftlichen Klima, in dem der Blick auf das Ganze – und auf die Würde des Einzelnen – keineswegs selbstverständlich sei. Kurschus: »Dieser Blick muss mehr und mehr aktiv eingeübt werden. Mitunter müssen wir ihn beherzt verteidigen gegen allerlei Grenzzieher, Torwächter und Zaunkönige.«

Ihr Vikariat am 1. April beginnen:

  • Moritz Gräper
    Ev. Kirchengemeinde Burgsteinfurt, Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken

  • Simon Hillebrecht
    Ev. Kirchengemeinde Vorhalle, Kirchenkreis Hagen

  • Marie Jürgens
    Ev. Kirchengemeinde Recklinghausen-Ost, Kirchenkreis Recklinghausen

  • Nele Kaiser
    Ev. Kirchengemeinde Massen, Kirchenkreis Unna

  • Mirjam Klein
    Ev. Kirchengemeinde Voerde, Kirchenkreis Schwelm

  • Hendrik Meisel
    Ev. Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen, Kirchenkreis Hamm

  • Simon Schu
    Ev. Kirchengemeinde Gütersloh, Kirchenkreis Gütersloh
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news-860Sun, 26 Mar 2017 09:05:55 +0200Zwei Jahre nach dem Germanwings-Absturz: Trost für Angehörige der tödlich Verunglücktenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/ihre-herzen-bleiben-in-gottes-herz-geborgen/ch/69a39ed2dd1895d463d489b3eb7a4aea/Zwei Jahre nach dem Flugzeugabsturz in den französischen Alpen hat Präses Annette Kurschus den Angehörigen der tödlich Verunglückten und den Mitarbeitenden der Lufthansa Trost zugesprochen.

In ihrer Predigt in einem ökumenischen Gottesdienst in Digne nahe der Absturzstelle sagte sie am Freitag (24.3.): »Ein Mensch sieht, was vor Augen ist. Mehr nicht. Das kann mitunter einsam machen. Sehr einsam. So einsam, dass Menschen, die sich nah stehen, füreinander zum Rätsel werden. Unergründlich, manchmal unheimlich und fremd. Und: Das kann ein lebensnotwendiger Schutz sein.«

Gott habe es voller Fürsorge so eingerichtet, dass da ein Schutz sei. Und »dass nicht alles bloß und offen da liegt vor dem Blick und dem Urteil der anderen.«  Einen aber gebe es, dem müsse man nichts erklären. Einer halte es mit aus. »Gott aber sieht das Herz an.« Christen, so Kurschus, vertrauten darauf, dass Gott den Menschen mit seinem eigenen Herzen nahe komme. »In Jesus Christus ist Gott seinerseits von Herzen bei uns. Ja, mehr noch: Gott nimmt unsere Herzenserfahrungen auf sich, so dass sie uns nicht zerstören.« Präses Kurschus schloss ihre Predigt mit der Gewissheit: »Die Herzen, die vor zwei Jahren jäh aufhörten zu schlagen, bleiben in Gottes Herz geborgen.«

Am 24. März 2015 war ein Flugzeug der Lufthansa-Tochter Germanwings auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den südfranzösischen Alpen abgestürzt. Alle 150 Menschen an Bord der Maschine kamen ums Leben. Unter ihnen waren auch 16 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern, die auf dem Rückweg von einem Austausch mit Spanien waren.

Fotonachweis: Matthias Groote/CC BY-NC-SA 2.0

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news-854Tue, 21 Mar 2017 14:59:57 +0100Zusammenführung der drei kreiskirchlichen Verwaltungen in Münsterhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/rainer-oetting-wird-neuer-verwaltungsleiter/ch/9282e6b8a69c0ce676841ce0359097e1/Der Verband der Evangelischen Kirchenkreise Münster, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg hat einen neuen Verwaltungsleiter: Der Verbandsvorstand wählte jetzt Rainer Oetting zum zukünftigen Leiter der gemeinsamen kreiskirchlichen Verwaltung der Evangelischen Kirche im Münsterland.

Zugleich steht der 48-Jährige bis zu einer Zusammenführung der drei Kreiskirchenämter der kreiskirchlichen Verwaltung in Steinfurt vor. Der Betriebswirt und Wirtschaftspädagoge tritt seine Stelle zum 1. Mai an und folgt an der Bohlenstiege in Steinfurt auf die bisherige Verwaltungsleiterin Angelika Starke.

»Mit Rainer Oetting haben wir einen überaus kompetenten, engagierten und aufgeschlossenen Leiter für unsere gemeinsame kreiskirchliche Verwaltung im Münsterland gefunden«, meint André Ost. Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Tecklenburg steht als Vorstandsvorsitzender dem neu gegründeten Verband vor.

Damit kommt Oetting in den kommenden Jahren die Aufgabe zu, die noch eigenständigen Kreiskirchenämter in Münster, Lengerich und Steinfurt zu einem neuen, gemeinsamen Amt zusammen zu führen. Am Coesfelder Kreuz in Münster errichten die drei Evangelischen Kirchenkreise, die als eigenständige Körperschaften bestehen bleiben, ein neues Verwaltungsgebäude.

Bis dahin leitet der in Köln geborene, zweifache Vater außerdem die Geschicke des Kreiskirchenamtes in Steinfurt. Marlies Beckemeyer, derzeit Verwaltungsleiterin im Evangelischen Kirchenkreis Tecklenburg, wählte der Verbandsvorstand zu Oettings Stellvertreterin für das neue, gemeinsame Verwaltungsamt.

»Ich freue mich auf die vor uns liegenden Herausforderungen«, meint der zukünftige Verwaltungsleiter. Und weiter: »Mir ist es ein Anliegen, die Mitarbeitenden in einem kommunikativ-kollegialen Miteinander einzubinden sowie meine Erfahrungen aus der freien Wirtschaft in meine Leitungsarbeit einfließen zu lassen sowie für die Einführung der kaufmännischen Buchführung und den anstehenden Prozess der Zusammenführung zu nutzen«.

Derzeit wirkt Oetting als Finanz- und Verwaltungsleiter eines großen Berliner Berufsbildungsanbieters. Von 2009 bis 2015 leitete der gelernte Bankkaufmann die Gäste- und Jugendherberge Velbert. Zuvor stand Oetting den Jugendherbergen in Wuppertal und Trier vor und verantwortete als Geschäftsführer ein Kölner Unternehmen zur Planung und Durchführung beruflicher Bildung. An der Humboldt-Universität zu Berlin studierte der engagierte evangelische Christ Betriebswirtschaftslehre, an der Universität zu Köln absolvierte Oetting ein Studium der Wirtschaftspädagogik.

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news-819Mon, 20 Feb 2017 11:31:15 +0100Zur Fastenzeit gibt es viele Angebotehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/7-wochen-ohne/ch/f277b47c994581c1e29aed193a1324b4/Am 1. März wird die Fastenzeit eingeläutet. Zu dem weit verbreiteten Verzicht auf Süßigkeiten gibt es auch dieses Jahr wieder viele interessante und kreative  Alternativen.

So geht die Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit in die nächste Runde. Die von der Klimaschutzagentur der EKvW  initiierte Aktion regt dazu an, unter dem Motto »So viel du brauchst…«, das eigene Handeln im Alltag zu überdenken und innezuhalten. Dazu gibt es jede Woche ein besonderes Thema, welches die  Ernährung, das Konsumverhalten bis hin zur persönlichen Einkehr in den Mittelpunkt stellt. So lässt sich erfahren, was es eigentlich wirklich braucht im Leben. Näheres zur Aktion gibt es unter www.klimaschutz-ekvw.de/klimafasten.

Auch die bundesweite Kampagne »7 Wochen ohne« bietet dieses Jahr einiges an neuen Ideen. Zentrale Botschaft ist: »Augenblick mal! 7 Wochen ohne sofort«. Alleine oder in Fastengruppen können Interessierte hier versuchen, ihre Fastenzeit so stressfrei wie möglich zu gestalten. Mal wieder richtig durchatmen und den Alltagstrott entschleunigen ist hier das Ziel. Passend zum Thema gibt es jede Woche ein Zitat aus der Bibel. Wer noch eine Fastengruppe sucht oder mehr Infos zur Aktion braucht findet alles Weitere unter http://www.siebenwochenohne.de.

Zusätzlich gibt es in Westfalen aber noch einige andere Aktionen zur Fastenzeit. Der Evangelische Kirchenkreis Hamm zum Beispiel ruft alle Autofahrerinnen und Autofahrer dazu auf, den PKW öfters mal stehen zu lassen. Die gesparten Kilometer werden zur gemeinsamen Motivation im Netz gesammelt und am Ende sogar in einen Geldbetrag umgewandelt und gespendet. Hier kann man sich anmelden: https://www.autofasten-hamm.de/

Ganz gleich wie Sie Ihre Fastenzeit gestalten: Wir wünschen Ihnen gesegnete sieben Wochen!

Wie fasten Sie? Schreiben Sie uns gerne bei Facebook oder Twitter.

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news-812Sun, 12 Feb 2017 16:42:52 +0100Vizepräsident Henz segnet und entsendet das Team für den Kirchentag 2019 in Dortmundhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/womanpower-fuer-den-kirchentag/ch/1ec40c5f57ac19c8d9dabccb573c8e19/Fast 400 Menschen sitzen im großen Hauptschiff der St. Reinoldikirche in Dortmund. Sie alle sind zuvor an der kleinen »Bude« vorbeigelaufen, die direkt neben dem Eingang der Kirche steht. Die »Bude« ist eigentlich ein Anhänger. Aber ein gut verpackter. Denn er sieht aus wie eine typische Ruhrgebiets-Bude. Und er lädt zum Kirchentag 2019 nach Dortmund ein.

Das ist zwar noch eine Weile hin, aber schon jetzt hat das fünfköpfige Team rund um Pfarrerin Marit Günther, die westfälische Beauftragte für den Kirchentag in Dortmund, die Arbeit aufgenommen. Grund genug, sie offiziell in einem Festgottesdienst am Kirchentagssonntag (12. Februar 2017) zu entsenden und zu segnen. Vizepräsident Albert Henz hat's getan.

Zum Team gehören neben Marit Günther auch Katja Breyer (Programm aus der Region), Kerstin Gralher (Regionales Kulturprogramm), Pfarrerin Gudrun Mawick (Regionales Gottesdienstliches und Geistliches Programm) und Pfarrerin Christa Thiel (Regionale Öffentlichkeitsarbeit). Fünfmal geballte Woman-Power, wie Henz zu Beginn der Segenshandlung augenzwinkernd bemerkte.

Kein Wunder, dass auf der Kanzel mit Dr. Ellen Ueberschär, Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, ebenfalls eine Powerfrau zu Gange war. Sie spannte in ihrer Predigt einen weiten Bogen vom Schicksal der verfolgten Christen in Syrien über die biblische Geschichte von Abraham, Sarah und ihrer Kammerzofe Hagar (1. Mose 16) bis hin zum Motto des diesjährigen Kirchentages »Du siehst mich«.

Ueberschär: »In diesen drei Worten schwingt alles mit, was den Kirchentag so gut macht: die Begegnung von Angesicht zu Angesicht, die Begegnung mit Gott mitten in der Welt und die besonere Atmosphäre unter denen, die den Kirchentag vorbereiten.« Von Gott mit Liebe angeschaut zu werden, fühle sich gut an. Es hole aus der Angst heraus, mache stark und sei der Grund für die Würde des Menschen.

Mit Blick auf die verfolgten Christen in Syrien mahnte die Generalsekretärin: »Ganz ohne Möglichkeiten sind wir nicht. Wir können eine Politik unterstützen, die für Frieden sorgt. Wir können Menschen im Irak und in Syrien unterstützen über Brot für die Welt und andere Hilfsorganisationen. Wir können immer wieder daran erinnern, dass Christinnen und Christen systematisch verfolgt, entführt, ermordet werden. Wir können beweisen, dass sie uns etwas bedeuten und nicht nichts.«

Der Gottesdienst wurde von der Jugendkantorei an St. Reinoldi und Kantor Klaus Eldert Müller musikalisch begleitet. Die Liturgie übernahm Pfarrerin Susanne Karmeier.

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news-795Mon, 06 Feb 2017 15:03:20 +010012. Februar: Startschuss für die Arbeit des westfälischen Kirchentagsteamshttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/gottesdienst-zum-kirchentag-in-dortmund-2019/ch/aa67189809c860f7ef92885016a1768e/Noch scheint er in weiter Ferne, der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) in Dortmund 2019. Doch die Vorbereitungen in der gastgebenden westfälischen Landeskirche haben längst begonnen, das westfälische Team steht fest. In einem Gottesdienst am Sonntag, 12. Februar, in der Dortmunder Reinoldikirche fällt der offizielle Startschuss für die Arbeit der fünf Frauen, die für das regionale Kirchentagsprogramm und vieles mehr zuständig sind. Der Gottesdienst in St. Reinoldi, Ostenhellweg 2, beginnt um 11.30 Uhr.

Die Predigt hält Dr. Ellen Ueberschär, Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Albert Henz, Theologischer Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen, wird das regionale Team »entsenden«. Es besteht aus der landeskirchlichen DEKT-Beauftragten Marit Günther, Katja Breyer als Mitarbeiterin am Regionalprogramm, Gudrun Mawick für die Gottesdienste in der Region, Kerstin Gralher für das Kulturprogramm und Christa A. Thiel als Mitarbeiterin der Öffentlichkeitsarbeit. An dem Gottesdienst wirken außerdem mit: Reinoldi-Pfarrerin Susanne Karmeier und Kantor Klaus Eldert Müller. (Pressemeldung 11/2017)

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news-787Thu, 02 Feb 2017 09:17:12 +0100Reformatorischer Hörweg wird in Haus Villigst eröffnethttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/der-g-code/ch/18ea73c55d8be9ffbe25263e681175c8/Am Internationalen Frauentag (8. März), wird in Haus Villigst (Schwerte) der reformatorische Hörweg »G-Code« eröffnet. Pointiert und humorvoll liefert er den Hörerinnen und Hörern reformatorische Impulse zum Thema Gleichstellung auf die Ohren.

Ab März können Besucherinnen und Besucher des Parks von Haus Villigst an den Bänken kleine Schilder entdecken, auf denen Martin Luther mit Kopfhörern und Katharina von Bora mit einem QR-Code zu sehen sind. Wer die Codes mit dem Smartphone einscannt, kann die kurzen Beiträge mit reformatorischen Impulsen zum Thema Gleichstellung hören.

Ein Hörbeitrag trägt etwa den Titel »Freiheit eines Christenmenschen«. »Bei dieser Hörstation geht es um das Thema Reformation und Demokratie«, erläutert Nicole Richter, Fachbereichsleiterin im Frauenreferat und Initiatorin des G-Code-Projektes. Andere Stationen heißen »Das Weib schweige in der Gemeinde?« zum Thema Frauen im Pfarramt oder »Herrlich ist dämlich« zur Gleichstellung in der Sprache. Der Titel »G-Code« steht für »Gender-Code«, also für den geschlechtersensiblen Blick.

In fünf Hörbeiträgen diskutieren Katharina von Bora und Martin Luther als fiktive Personen über unterschiedliche Themen. Manchmal meldet sich auch Gott zu Wort. Außerdem kommen prominente Persönlichkeiten wie der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm, die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann und Präses Annette Kurschus zu Wort. »So bekommt man beim Spazieren gehen reformatorische Impulse mit auf den Weg«, fasst Nicole Richter die Projektidee zusammen.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine gemeinsame Initiative der Konferenz der Frauenreferate und Gleichstellungsstellen in den Gliedkirchen der EKD. Finanziell unterstützt wird es auch durch Mittel der Kampagne »Einfach frei« der Evangelischen Kirche von Westfalen sowie der Konferenz der Frauenreferentinnen und Gleichstellungsbeauftragten der EKvW.

Die G-Codes können – über den reformatorischen Hörweg hinaus - vielfältig eingesetzt werden. Auf Roll-ups gedruckt können sie als Ausstellung genutzt werden. Auf Plakaten eignen sie sich für reformatorische Impulse bei Seminaren oder einem Gemeindeabend. Auf Postkarten kann man die Impulse ins Land verschicken und mit Servietten ein Kaffeetrinken »reformatorisch« gestalten.

Wer Interesse an dem Projekt »›G-Code‹ – 5x3 Minuten Reformation zum Hören« hat, einen reformatorischen Hörweg in einer Gemeinde oder Einrichtung plant oder andere Materialien bestellen möchte, kann sich an Nicole Richter im Frauenreferat der EKvW wenden (Telefon: 02304 755-234).

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news-765Sat, 14 Jan 2017 16:43:15 +0100Neuer Leiter des Amtes für missionarische Dienste eingeführthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/wie-auf-den-leib-geschnitten/ch/b0f4d69d881f9b0e5e8b17a05bcd6b74/Ingo Neserke ist am Samstag in Dortmund als neuer Leiter des Amtes für missionarische Dienste (AmD) der westfälischen Landeskirche eingeführt worden. Der 51-jährige Theologe ist Nachfolger von Birgit Winterhoff, die in den Ruhestand gegangen ist. Neserke war zuvor Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Hattingen-Witten. Das Amt für missionarische Dienste mit Sitz in Dortmund berät Gemeinden bei der Entwicklung und Umsetzung von missionarischen Aktivitäten und Gemeindeaufbau.

»Die Aufgabe scheint Dir wie auf den Leib geschnitten«, sagte die westfälische Präses Annette Kurschus bei der Amtseinführung in der Dortmunder Kirche St. Marien. Sie verwies auf Neserkes Biografie, seine Schwerpunkte als gelernter Theologe, Soziologe und Politikwissenschaftler, sein Amtsverständnis als Gemeindepfarrer und Superintendent, seine persönlichen Erfahrungen und seinen Glauben »als Christ mit tiefer Gründung - und mit Anfechtungen«.

Der gebürtige Iserlohner Ingo Neserke hat seine Kindheit in Südafrika verbracht. Er absolvierte ein missionarisch-diakonisches Jahr in Tansania, bevor er Theologie, Soziologie und Politologie in Bielefeld-Bethel, Heidelberg und an der Berkeley-Universität in den USA studierte. Nach einem Vikariat in Witten arbeitete er als Pfarrer für Ökumene und Partnerschaften im Kirchenkreis Hattingen-Witten. Seit 2006 war der Theologe Superintendent des Kirchenkreises.

Zu den Arbeitsbereichen des AmD gehören unter anderem Bibelpädagogik und Gemeindeseminare zu Grundfragen des Glaubens. Zudem sind die Citykirchenarbeit, die Initiative »Offene Kirchen« sowie die Beratung in Sekten- und Weltanschauungsfragen dort angesiedelt. (epd)

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news-764Fri, 13 Jan 2017 12:22:04 +0100WDR Big Band zu Besuch in der Hans-Ehrenberg-Schulehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/jazzschool/ch/341e33d005b9afe55389ec203529408d/Gemeinsam mit der WDR Big Band proben, musizieren und auftreten: das ist der Traum vieler Bläserinnen und Bläser, die sich dem Jazz verschrieben haben. Für die Mitglieder der Big Band der Hans-Ehrenberg-Schule in Bielefeld-Sennestadt ist er jetzt wahr geworden.

Bei der WDR-Ausschreibung »Jazz@School« wurde die Hans-Ehrenberg-Schule, die sich in Trägerschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen befindet, angenommen. So hatten die Schülerinnen und Schüler der Big Band die Ehre, von den Musikern einer der besten Big Bands der Welt zu lernen und gemeinsam mit ihnen ein Konzert in der Aula der Schule zu geben.

Los ging es bereits im Dezember mit einem Besuch der WDR-Studios in Köln. Dort wurden die jungen Musikerinnen und Musiker von den Profis gecoacht. Die einzelnen Register (»Sections«) der Band, also Rhythmusgruppe, Trompeten, Posaunen und Saxofone wurden von den Berufsmusikern unterrichtet und erhielten  Tipps für das Zusammenspiel, Tongebung und Artikulation.

Einen Monat später, am 12. Januar 2017 gab die WDR Big Band dann ihr Konzert in der Aula, bei dem auch die Big Band der Schule drei Stücke präsentieren durfte, die zuvor in Köln verfeinert worden waren.

Nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern für die gesamte Schulgemeinde war diese Veranstaltung ein echtes Highlight im Schuljahr: ein tolles, unvergessliches Konzert.

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news-762Tue, 10 Jan 2017 15:02:05 +0100Infotagung der Evangelischen Kirche von Westfalenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/gute-berufsaussichten-fuer-pfarrerinnen-und-pfarrer-1/ch/8614984eebf73cb3d3e1cbe9c50b4c4b/Die Evangelische Kirche von Westfalen bietet allen Interessierten am 2./3. Februar 2017 in Bielefeld eine Informationstagung zum Pfarrberuf an.

Das Studium der Evangelischen Theologie, der weitere Ausbildungsweg und die Arbeitsfelder im Pfarrberuf – darüber informiert diese Veranstaltung, die sich hauptsächlich an Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe richtet. Fachleute vom Landeskirchenamt in Bielefeld, Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Theologiestudierende stellen den Studiengang ausführlich vor, berichten aus der Praxis und stehen zur persönlichen Beratung zur Verfügung.

Die Berufsaussichten sind gut: Zahlreiche Pensionierungen führen in den nächsten Jahren zu einem erhöhten Bedarf an Pfarrerinnen und Pfarrern. Auch die Evangelische Kirche von Westfalen wird jährlich eine etwa gleich bleibende Zahl von jungen Theologinnen und Theologen einstellen können.
Die Tagung in Haus Salem (Bielefeld-Bethel) beginnt am Donnerstag, 2. Februar um 10 Uhr und endet am folgenden Tag um 14 Uhr. Die Teilnahme (mit Übernachtung) ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. (Pressemitteilung 1/2017)

Information und Anmeldung (bis zum 24. Januar) per E-Mail: birgit.hering@lka.ekvw.de oder Telefon: 0521 594-325.

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news-761Mon, 09 Jan 2017 09:15:00 +0100v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel 150 Jahre althttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/und-dass-ihr-mir-niemanden-abweiset/ch/30cf6fab6e48ed613a8b630906bbb9f7/Vor 150 Jahren wurde in einem alten Bauernhaus am Rande Bielefelds ein Haus für »epileptische Jungen« eröffnet. 1867 gründete die Innere Mission, der Vorläufer der Diakonie, die »Rheinisch-Westfälische Anstalt für Epileptische«. Der Grundstein für die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, wie Bethel heute offiziell heißt, war gelegt.

Heute engagieren sich über 18.000 Mitarbeitende in Einrichtungen und Diensten von Bethel in acht Bundesländern. Dazwischen liegen 150 Jahre »Für Menschen da sein«, wesentlich geprägt von Friedrich von Bodelschwingh und seinem Sohn Pastor »Fritz«. Sie leiteten Bethel von 1872 bis 1946. Mit Pastor Ulrich Pohl steht heute der neunte Leiter (heute Vorstandsvorsitzender) seit der Gründung an der Spitze der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.

Bethel engagiert sich aktuell für jährlich rund 230.000 kranke, behinderte, sozial benachteiligte, pflegebedürftige und zu fördernde Menschen. Mit seiner Geschichte, den vielfältigen Angeboten und der großherzigen Unterstützung von rund 350.000 Freunden und Förderern ist Bethel wohl einzigartig in der Welt.

1867 wurden in der neuen Einrichtung, für die sich Bielefelder Kaufleute engagiert hatten, zunächst nur einige epilepsiekranke Jungen betreut. Später kamen wanderarme, suchtkranke, behinderte und psychisch kranke Menschen dazu. Getreu dem Ausspruch Friedrich von Bodelschwinghs: »… und dass ihr mir niemanden abweiset!«.

Allmählich wurde Bethel (»Haus Gottes«) zu einer Ortschaft mit Werkstätten, Handwerksbetrieben, Schulen sowie mit einer Kirche und einem Friedhof ausgebaut - ein Ort mit Verständnis für Menschen, die Unterstützung in ihrem Leben brauchen.

Der Betheler Idee folgten dank Bodelschwinghs Initiative weitere Orte. 1882 gründete er die erste deutsche Arbeiterkolonie Wilhelmsdorf bei Bielefeld. 1899 entstand die Arbeiterkolonie Freistatt bei Diepholz. 1905 wurde die Kolonie Hoffnungstal bei Berlin (heute Lobetal/Bernau) aufgebaut, um sich der Obdachlosen der boomenden Reichshauptstadt anzunehmen.

1958 schließlich begann Bethels Arbeit im Ruhrgebiet in Breckerfeld/Zurstraße bei Hagen. Seit den 1990er-Jahren werden die Wohn- und Betreuungsangebote von Bethel zunehmend regionalisiert. In vielen Städten sind so neue bürgernahe Einrichtungen entstanden, jenseits der traditionellen Bethel-Orte.

Was in den Anfangsjahren ein Akt der christlichen Nächstenliebe war, die wesentlich auch von engagierten Bürgern getragen wurde, ist heute die Arbeit eines diakonischen Unternehmens im Sozialstaat. Bethel ist eine kirchliche Stiftung privaten Rechts und als gemeinnützig anerkannt. Die Arbeit wird durch Spenderinnen und Spender sehr gefördert. Dadurch ist zusätzlich vieles möglich, was die Lebensqualität und die Teilhabe der betreuten Menschen verbessert.

An rund 280 Orten bietet Bethel Betreuung, Unterstützung und Hilfe an. Dazu gehören Wohngruppen, ambulante Dienste, Betreutes Wohnen, Begegnungszentren, stationäre Hospize, Pflege- und Seniorenzentren, Werkstätten, Schulen, Ausbildungsstätten und Betriebe sowie Fachkliniken und Krankenhäuser. Weitbekannt sind die Brockensammlung Bethel (Sammlung und Verkauf von gebrauchter Kleidung) und die Briefmarkenstelle Bethel (Sammlung und Verkauf von entwerteten Briefmarken), durch die Menschen mit Behinderungen Arbeit haben.

Am 17. April  (Ostermontag) überträgt die ARD ab 10 Uhr einen festlichen Ostergottesdienst anlässlich des Jubiläums aus der Zionskirche. Die Predigt hält Annette Kurschus, stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende und Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen.

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news-760Thu, 05 Jan 2017 14:33:39 +0100»Einfach frei«-Banner ziert Fassade des Landeskirchenamteshttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/22-quadratmeter-reformationsjubilaeum/ch/59e9b86971a035ab73ae1504de94e6bd/Rechtzeitig zum Start in das Reformationsjahr 2017 hängt an der Fassade des Landeskirchenamtes in der Bielefelder Innenstadt das gut 22 Quadratmeter große Banner, das für das 500-jährige Reformationsjubiläum wirbt. Wer vom Rathaus kommend am Landeskirchenamt vorbei in Richtung Altstadt läuft, kann es gar nicht übersehen.

»Reformationsjubiläum 2017« leuchtet es Passanten in großen orangefarbenen Buchstaben entgegen. Dazu das Kampagnenmotto »Einfach frei« mit seiner Doppelbotschaft: sowohl dem Hinweis auf den 31. Oktober 2017 als bundesweit einmaliger Feiertag als auch dem Freiheitsgedanken als Grundeinsicht reformatorischer Theologie.

»Mit dem Banner«, so der Theologische Vizepräsident Albert Henz, »wollen wir Aufmerksamkeit erzeugen für die zahlreichen Veranstaltungen die auch weniger kirchenverbundenen Menschen den Wert unseres Glaubens nahebringen wollen und weil wir zu Recht auf die vielen Impulse verweisen möchten, die die Reformation in unsere Gesellschaft gebracht hat. 500 Jahre ist ja schon ein bedeutendes Jubiläum.

Weitere Infos rund um das Reformationsjubiläum und die westfälische »Einfach frei«-Kampagne unter www.einfach-frei-2017.de

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news-759Thu, 05 Jan 2017 14:01:55 +0100Präses Annette Kurschus im Kinder- und Jugendhospiz Bethelhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/hier-wird-besonders-intensiv-gelebt/ch/5c65983789510c1f9f3beda3cb66fbfe/»Dies ist ein ganz besonderer Ort«, stellte Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, gestern (4. Januar 2017) bei ihrem Besuch im Kinder- und Jugendhospiz Bethel in Bielefeld fest.

»Gerade weil das Sterben und der Tod hier nicht verschwiegen werden, wird hier besonders intensiv und bewusst gelebt«, so Annette Kurschus. Sie war beeindruckt von der warmherzigen Atmosphäre in der Einrichtung.

Anders als ein Hospiz für Erwachsene ist das Kinder- und Jugendhospiz Bethel nicht nur ein Ort für die letzte Lebensphase. Die Mehrzahl der Kinder und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen kommen gemeinsam mit ihren Familien hierher, um zwischendurch Atem zu holen und neue Kräfte zu sammeln. Auf diese Weise werden die Angehörigen für einige Wochen im Jahr entlastet.

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news-758Mon, 02 Jan 2017 09:05:18 +0100Für die Arbeit mit Gruppenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/reformation-zum-hoeren-und-diskutieren-1/ch/0055c241362fd7c059c6424c7220c2c0/Passend zum Reformationsjubiläum 2017 bietet das Programm der evangelischen Kirchen für den Privatfunk in NRW (Redaktion PEP) ab sofort Radiobeiträge zum Thema auf seiner Internetseite zum Download an.

Kirchengemeinden, Haus- und Bibelkreise oder Jugendgruppen können die maximal zwei Minuten langen Kurzandachten herunterladen und sie als Gesprächs- oder Gedankenimpuls für ihre Arbeit einsetzen.

Die ersten zehn Beiträge der kirchlichen Sendereihe »Augenblick mal!« mit Themen wie »Typisch evangelisch« oder »Alles nur eine Frage der Gnade« sind bereits abrufbar. Zu jedem Radiobeitrag gibt es eine kurze Inhaltsangabe sowie Fragen, die zur Weiterarbeit oder als Gesprächsanstoß genutzt werden können.

Pfarrerin Christa A. Thiel, die die Beiträge und die entsprechende Internetseite redaktionell verantwortet hat, sagt über das Projekt: »Einige aus den Autorenteam von ›Augenblickmal!‹ haben es in Gemeindegruppen ausprobiert und ziemlich lebhafte Diskussionen erlebt. Reformation war dann nicht mehr ein geschichtliches Ereignis, sondern im Hier und Jetzt spürbar.«

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news-756Thu, 29 Dec 2016 10:29:41 +0100Neuer Redakteur im Evangelischen Rundfunkreferathttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/daniel-schneider-folgt-auf-christa-a-thiel/ch/327152315f6c405924473be76db2a8cf/Neuer Redakteur im Evangelischen Rundfunkreferat NRW wird ab Jahresbeginn der Journalist und Theologe Daniel Schneider (37). Er folgt auf Christa A. Thiel, die neue Aufgaben in der Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen übernimmt.

Als gemeinsame Einrichtung der evangelischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen verantwortet das Rundfunkreferat evangelische Sendungen im WDR und im Privatfunk. Dazu gehören auch Radio- und Fernsehgottesdienste.

Daniel Schneider stammt aus Löhne. Nach einem Volontariat beim Evangeliumsrundfunk in Wetzlar arbeitete er als Moderator und Redakteur bei dem Webradio crosschannel.de und anschließend bei Radio Paradiso (Brandenburg).

Ab 2008 absolvierte er eine theologische Ausbildung an der Evangelistenschule Johanneum in Wuppertal. Seit 2010 zählt er zu den Sprechern und Autoren der kirchlichen Beiträge in den Hörfunkprogrammen 1Live und WDR 2.

Nach einer zusätzlichen Ausbildung in der Fernsehredaktion Religion und Bildung des WDR ist er seit 2012 als freiberuflicher Journalist und Theologe tätig. Im Evangelischen Rundfunkreferat arbeitete er bereits ab 2015 an der Sendung »Kirche in 1Live« mit.

Daniel Schneider ist verheiratet und hat drei Kinder.

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news-755Sun, 25 Dec 2016 13:37:31 +0100 Präses Annette Kurschus zu Weihnachten: Gott will darin Gott sein, dass er da ist, wo wir sindhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/gott-ist-auch-in-aleppo-und-in-berlin/ch/4288c7370039b116072b5329e2a2a5da/Weil Gott schutzlos, hilflos und unter ungesicherten Verhältnissen Mensch wird, ist er nahe bei den schutzlosen und hilflosen Menschen, deren Leben bedroht ist.

Das hat Präses Annette Kurschus ihrer Weihnachtspredigt betont. »Offenbar ist Stärke nicht die Weise, auf die Gott zur Welt und zu den Menschen kommt. Offenbar ist Macht nicht die Art, mit der etwas wirklich Neues beginnt«, sagte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) am 1. Weihnachtstag (25.12.) in der Bielefelder Süsterkirche.

Die Gewissheit des christlichen Glaubens verlasse sich darauf, »dass Gott dahin kommt, wo wir Menschen am menschlichsten sind: Klein und schwach; ungesichert und in Not; angewiesen auf Solidarität und Liebe. Gewissheit weiß: Gott will darin Gott sein, dass er da ist, wo wir sind.«

Präses Kurschus sprach von Gottes »verrückter Leidenschaft« für die Kleinen, für die Unerheblichen und die Übersehenen und für alle, die sich keine Illusionen über ihre eigene Stärke machen können. »Wer eine Ahnung davon gewinnen will, wo und wie Gott zur Welt kommt, dem sollte es nicht darum gehen, ‚great again‘ zu sein oder zu werden.«

Gott sei auch in Aleppo und in Berlin, in jeder zerstrittenen Familie und bei jedem geflüchteten Menschen, dem Hass und Gewalt entgegenschlagen. »Gott ist da. Und Gott bleibt. Hält mit aus. Hält mit dagegen. Bis zum Ende. Und durch das Ende hindurch. Gott bleibt in der Welt – auch durch gewaltsames Sterben hindurch. Dafür steht der Tod Jesu am Kreuz. Der nicht das Ende blieb, sondern ein neuer Anfang wurde.«

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news-754Fri, 23 Dec 2016 12:15:00 +0100Weihnachten 2016http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/wir-brauchen-das-licht-der-weihnacht-noetiger-denn-je/ch/10f1271a1ca6ea44432c21ddc478463a/ 

Von Präses Annette Kurschus

Nichts ist allgegenwärtiger, nichts buchstäblich offensichtlicher und nichts lebensnotwendiger als Licht.

Ohne Licht gäbe es nichts zu sehen; Pflanzen könnten weder grünen noch Sauerstoff produzieren; kein Tier würde atmen, kein Korn würde wachsen und auch kein Weihnachtsbaum, kein Brot würde gebacken und auch keine Lebkuchen.

Nichts ist rätselhafter als das Licht. Die Physiker sagen, Licht sei Welle und Materie zugleich. Und wenn jemand einwendet, das passe doch nicht zusammen, dann antworten sie: »Stimmt!«.

Was allgegenwärtig und offensichtlich und lebensnotwendig ist, kann – wenn es fehlt - schmerzlich vermisst werden. Zu manchen Zeiten wird nichts verzweifelter gesucht und ersehnt als Licht. Von klein auf stecken dieses Wissen und diese Erfahrung in uns: Mit dem Dunkel kommt die Angst. Und mit dem Licht weicht sie.

Merkwürdig, wie der Horizont, der - je nach Jahreszeit - irgendwann zwischen halb fünf und halb acht vom Nachtschwarz in sehr dunkles Grau übergeht, einem nicht nur ins Auge fallen kann, sondern auch ins Herz. Oder der eine Stern, der seinen Schein durch die dezemberdichte Wolkendecke schickt. Oder das eine erleuchtete Fenster in der schwarzen Hausfassade.

Merkwürdig, dass ein schmaler Strich aus Licht es nicht nur außen heller macht, sondern wirklich in uns drin. Und wie er Vorfreude und Erwartung weckt auf die Schönheit und Güte des Lebens, auf Vertrauen und Liebe zwischen Menschen, auf die Freundlichkeit von Erde und Himmel. Auch wenn da noch so viel Nacht, noch so viel Einsamkeit und noch so viel Verlorenheit sind. So viel unbegreiflicher Hass, der sich in blinder Gewalt entlädt und Menschen in Angst und Schrecken versetzt. An so vielen Orten der Welt. Auch hier, bei uns.

»Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt«, heißt es im Buch des Propheten Jesaja. Und mit einem Mal sind das Licht über uns und das Licht in uns ganz nah beieinander.

In einem Atemzug kann man diesen Satz aussprechen. Und wirklich – im ersten Atemzug des Gottes- und Menschenkindes Jesus von Nazareth kommt für den christlichen Glauben beides zusammen und bleibt untrennbar beieinander, was doch angeblich gar nicht zusammen passt:

Die Macht des Kosmos und das verletzliche Leben.
Der Glanz Gottes und die Würde des Menschen.
Die Nacht des Todes und das Licht der Welt.

In aller Angst und allem Schrecken brauchen wir das Licht der Weihnacht nötiger denn je. Möge es hell werden in Ihnen und über aller Welt. Trotz allem. Gerade jetzt.

Aus: Westfalen-Blatt vom 24. Dezember 2016

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news-749Fri, 16 Dec 2016 09:41:01 +0100Pfarrerin der Jugendkirche Hamm wechselt an das Pädagogische Instituthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/iris-kessner-wird-beauftragte-fuer-konfirmandenarbeit/ch/ae7248d08365d96d7c16a416a8c1c0cf/Dr. Iris Keßner (46) wird Dozentin für die Konfirmandenarbeit in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW).

Die bisherige Pfarrerin der Jugendkirche Hamm tritt zum 1. Februar die Nachfolge von Thomas Böhme an, der an das Comenius-Institut für Erziehungswissenschaft in Münster gewechselt ist. Im Pädagogischen Institut der EKvW (Schwerte-Villigst) wird Iris Keßner die Verantwortung für den Fachbereich Konfirmandenarbeit übernehmen und für deren konzeptionelle Weiterentwicklung zuständig sein.

Zu ihren Aufgaben gehören auch entsprechende Aus- und Fortbildungsangebote für Pfarrerinnen und Pfarrer und andere, die mit Konfirmanden arbeiten. »Die Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie die konfirmierten Jugendlichen sind die lebendige Gegenwart und Zukunft unserer Kirche, die wir gestalten müssen: mit viel Offenheit zu ihren Lebenswelten, mit unserem Glauben, all unserer Kreativität, mit den besten Konzepten, die wir entwickeln können«, erklärt die Theologin. In den Gemeinden der westfälischen Landeskirche werden jährlich etwa 20.000 Jugendliche nach eineinhalb Jahren Vorbereitung konfirmiert. Das entspricht etwa einem Drittel eines Jahrgangs.

Iris Keßner stammt aus Plettenberg. Nach dem Studium der Theologie in Bielefeld-Bethel, Heidelberg und Sao Paulo/Brasilien promovierte sie über »Wahrnehmungen des Islam in Deutschland«. Ab 2007 lernte sie als Vikarin praktische Gemeindearbeit in Hamm, seit 2010 ist sie dort Pfarrerin der Jugendkirche. Sie hat zahlreiche religionspädagogische Fortbildungsangebote entwickelt und Fachliteratur zum Thema veröffentlicht. Iris Keßner ist verheiratet und hat drei Kinder. (Pressemitteilung 75/2016)

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news-748Wed, 14 Dec 2016 16:33:17 +0100Gottesdienst in der Bielefelder Süsterkirchehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/oberkirchenrat-conring-ist-jetzt-mitglied-der-kirchenleitung/ch/a9855f0797bcc6e40b75637c49766bb7/Dr. Hans-Tjabert Conring (50) ist am Mittwoch (14.12.) von Präses Annette Kurschus in sein Amt als Juristischer Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) eingeführt worden.

Die Westfälische Landessynode hatte Conring am 17. November zum hauptamtlichen Mitglied der Kirchenleitung gewählt. Als Oberkirchenrat tritt er die Nachfolge von Dr. Arne Kupke an, der seit April 2016 Juristischer Vizepräsident der EKvW ist.

In ihrer Predigt zur Einführung in der Bielefelder Süsterkirche beschrieb Präses Kurschus die Bedeutung des Gebets: »Das Gebet gibt unserem Denken und unserer Weise, Menschen und Situationen einzuschätzen, die Kirche zu leiten und die Welt zu gestalten, etwas irritierend Offenes und Unfertiges.« Es sei ein Faktor in menschlichen Strategien und Rechnungen, »der gerade kein Faktor ist, sondern die Beziehung zu einem Gegenüber, das uns fragt und fordert, das hört und antwortet, das handelt und sieht. Für uns und vor uns – und so auch durch uns.«

Hans-Tjabert Conring, geboren 1966 in Genf, studierte Rechtswissenschaften in Freiburg, Göttingen, Heidelberg und Marburg. Seit 1999 war er im Landeskirchenamt Bielefeld als Landeskirchenrat Dezernent für Kirchenrecht und Staatskirchenrecht. Damit war er juristisch auch zuständig für die Aufgabenbereiche Gottesdienst und Kirchenmusik, Diakonie, Seelsorge und Mission. Im März 2016 übernahm er kommissarisch außerdem den Bereich Finanz- und Vermögensaufsicht. Hans-Tjabert Conring ist verheiratet.

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news-743Sun, 11 Dec 2016 15:01:30 +0100Herford: Lutherbibel 2017 mit handschriftlicher Widmung von Präses Kurschus übergebenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/wer-die-bibel-anderen-um-die-ohren-schlaegt-hat-sie-vorher-zugeklappt/ch/7991478783817dc6a9cb269a29794bda/»Die Bibel ist ein mächtiges Buch«, sagte Präses Annette Kurschus am 3. Adventssonntag (11.12.) im Herforder Münster. Zuvor hatte sie die erste von fast tausend Bibeln in der jetzt revidierten Übersetzung von Martin Luther feierlich auf den Altar gelegt.

»Aber die Bibel ist mächtig als offenes Buch; als Buch, das wir weder besitzen noch in unseren Dienst nehmen sollen, sondern das immer neu gehört und gelesen werden will. Das uns seinerseits in Dienst nimmt«, so die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW).

Annette Kurschus beschrieb die Bibel als Buch, »auf das wir uns einlassen und von dem wir uns zuallererst selbst dreinreden lassen. Deshalb liegt die Bibel offen auf unseren Altären und Abendmahlstischen.« Die Erfahrung mit dem biblischen Wort verbiete es, die Wirklichkeit aufzuteilen »in ein immer schon bekanntes und immer gleiches Ja – Nein, Richtig – Falsch, Gut – Böse.« Diese Erfahrung lasse es nicht zu, »die Bibel für unheilige Machtspiele zu missbrauchen und mit ihr die eigenen Machtansprüche zu betonieren. Wer die Bibel dazu benutzt, um sie anderen um die Ohren zu schlagen, der hat sie vorher zugeklappt.«

Es sei nicht die Aufgabe des Glaubens und erst recht nicht Aufgabe der Kirche, »immer schon zu wissen, was Gott geredet hat und reden will.« Er entscheide im Sinne der Gerechtigkeit und der Güte und gegen Lüge und Unfrieden. »Gott schlägt sich mit Haut und Haaren, mit Fleisch und Blut auf unsere Seite – in dem Menschenkind und Gottessohn Jesus von Nazareth.«

Fast alle 501 Gemeinden der EKvW erhalten die Lutherbibel 2017 als neue Altarbibel - mit handschriftlicher Widmung der Präses. Noch an drei weiteren Orten wird sie das Buch persönlich übergeben: in der Immanuelkirche Dortmund-Marten, im Gemeindezentrum Barkenberg in Dorsten und in der Dorfkirche Westheim im Sauerland.

500 Jahre nach der Reformation wurde Luthers Bibelübersetzung gründlich revidiert. Das Erscheinen der Lutherbibel 2017 ist ein Höhepunkt des Reformationsjubiläums. Über fünf Jahre lang haben rund 70 Theologinnen und Theologen gemeinsam mit anderen Fachleuten den Text überarbeitet. Ziel war es, nach der Revision von 1984 eine größere sprachliche Genauigkeit herzustellen und gleichzeitig der Sprachkraft Martin Luthers gerecht zu werden. »Luthers Sprache verbindet auf unvergleichliche Weise Theologie und Poesie, Sorgfalt und Kreativität, Bilder und Klang miteinander«, erklärt Präses Annette Kurschus. (Pressemitteilung 73/2016)

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news-734Tue, 29 Nov 2016 12:02:21 +01007. europäisches Symposion: EKvW und polnischer Ökumenischer Rat arbeiten zum Thema Flucht und Migrationhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/zum-umgang-mit-fremden-in-europa/ch/02ec6dfe0b9deb784c626ae354e984ac/Die Flüchtlingsfrage ist eine gesamteuropäische Aufgabe. So lässt sich ein Fazit des westfälisch-polnischen Symposions formulieren, das die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) und der Polnische Ökumenische Rat (PÖR) in Breslau durchgeführt haben.

Während die polnische Regierung in den Medien vor allem durch nationalistische, von Ängsten getriebene, ausländerfeindliche Haltung auffällt, befassen sich die Kirche in Polen intensiv mit dem Thema Fremde und Flüchtlinge. »Unsere jetzige Regierung hat den Wahlkampf mit Ängsten vor Fremden geschürt und so die Wahlen gewonnen. Ich schäme mich dafür«, sagt Jerzy Samiec, leitender Bischof der evangelisch-augsburgischen Kirche in Polen.

Im Juli dieses Jahres haben die sieben Mitgliedskirchen des PÖR gemeinsam mit Vertretern der katholischen Kirche ein geistliches Wort zur freundlichen Aufnahme von Geflüchteten in Polen veröffentlicht. Ein Zeichen gegen den medial geschürten Fremdenhass.

Die Bibel sei voll von Fluchtgeschichten. Deshalb könnten Christen die Schicksale der vor Bürgerkrieg, Gewalt und Verarmung Geflohenen nicht ignorieren. Als Christen in Europa sind wir nah beieinander, wenn wir uns der gemeinsamen, christlichen Werte vergewissern. So lautete eine zentrale Erkenntnis des Symposions. Das Gebot der Nächstenliebe lade zu tätigem Handeln ein: in Polen, Ungarn, Deutschland und in Italien. Auch wenn die gesellschaftlichen und kulturellen Kontexte in den vier Ländern unterschiedlich sind, können positive Geschichten über Flucht und Geflüchtete erzählt werden.

Zum Beispiel die von Izajasz Techane Mesfin. Er kam vor über 30 Jahren als Student aus Afrika nach Polen. Dann wurde er abends in Breslau von Skinheads überfallen und schwer verletzt. Gerettet hat ihn eine polnische Familie. Sie pflegten ihn in der nahegelegenen Wohnung und brachten ihn ins Krankenhaus. Heute arbeitet der äthiopische Christ für den PÖR und engagiert sich für Flüchtlinge. Mittlerweile ist er eingebürgert, spricht perfekt polnisch und erzählt ohne Groll von dem Überfall vor 20 Jahren mit großer Wertschätzung für seine damaligen Retter.

Polen tue sehr viel für ukrainische Bürgerkriegsflüchtlinge, berichtet Maryna Los. Sie kommt aus Charkiv aus der Ostukraine. Von dort, wo die Rebellen ganze Stadtteile zerstört und damit eine Binnenmigration von Hunderttausenden Ukrainern verursacht haben. In Polen hat sie schnell Aufnahme in Breslau gefunden. Bei Behördengänge und der Arbeitssuche halfen ihr Menschen der örtlichen, lutherischen Gemeinde. Da sie in der Ukraine zur lutherischen Gemeinde gehörte war das Ankommen in Polen leichter für sie.

Die westfälische Wirklichkeit und das Engagement der Kirchen für Flüchtlinge stellten Mitglieder des Europaausschusses der EKvW vor. Aus der Stadt Nyíregyháza in Ungarns Nordosten berichtete ein lutherischer Pfarrer über die Flüchtlingsarbeit und den Aufbau eines Integrationshauses in seiner Gemeinde. Italiens Situation stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Die kleine, italienische Waldenserkirche nennt ihr gemeinschaftliches Engagement für die Mittelmeerflüchtlinge mediterranean hope. Mit  »humanitären Korridoren« ermöglichen Sie 1.000 Menschen auf der Flucht eine sichere Passage nach Italien.

Breslau, die niederschlesische Metropole Polens und ihre multireligiöse Vergangenheit waren im Rahmen eines Rundgangs durch das »Viertel des gegenseitigen Respekts« Teil des dreitägigen Austausches. Janusz Witt, Mitgründer der Bonhoeffer-Gesellschaft in Breslau zeigte im Altstadtbereich wie eng lutherische, polnisch-orthodoxe Kirche und die jüdische Synagoge kooperieren.

Und auch die Bronzezwerge fanden großes Interesse. Ab 2001 wurden die kleinen, 30 Zentimeter großen Figuren in der Altstadt aufgestellt. Sie erinnern an das satirisch-künstlerische Element der „Orangenen Alternative“, einer politischen Protestbewegung aus Breslau im ehemals kommunistischen Polen. Heute sind sie ein neues, touristisches Wahrzeichen der Stadt.

Der PÖR vertritt sieben lutherische, reformierte, methodistische, baptistische, orthodoxe und altkatholische Kirchen im mehrheitlich katholischen Polen und ist Hauptkooperationspartner der EKvW.

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news-733Tue, 29 Nov 2016 07:52:39 +0100Vielseitiges Programm zur Beteiligung am Europäischen Stationenweghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/minden-in-einer-liga-mit-rom-dublin-und-riga/ch/67202382bfe0a5b87bb849a5ff73e0c5/»Was ist das denn, das ist ja voll krass!«, so kommentierte am Freitagmittag gegen 13 Uhr ein vorüber gehender Teenager die Ankunft des Stationenweg-Trucks auf dem Mindener Martinikirchhof.

In der Tat ist das himmelblaue Gefährt, mit dem die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in 68 europäischen Städten Geschichten rund um das Thema Reformation sammelt, beeindruckend groß.

So musste eine ganze Weile rangiert werden, bis das Fahrzeug gerade stand. Der weitere Aufbau nahm mehrere Stunden in Anspruch. Dann aber bildete der Truck mit der kleinen Bühne und den Hütten, in denen Mindener Vereine und Institutionen Kulinarisches und Informationen bereithielten, ein einladendes »Luther-Dorf«. Es bildete den Mittelpunkt für ein vielseitiges Wochenende voller interessanter Angebote.

Am Freitagabend begrüßten Superintendent Jürgen Tiemann für den Kirchenkreis, die stellvertretende Bürgermeisterin Ulrieke Schulze für die Stadt und Dr. Rolf Becker für die EKD offiziell das Projekt Stationenweg in Minden. In Hannover habe man gestaunt über das breit gefächerte Programm, berichtete Becker. »Minden kann mithalten mit den großen Städten wie Rom, Dublin und Riga, die ebenfalls vom Stationenweg-Mobil angefahren werden«, sagte er.

Damit hatte er Recht. Genau so wie der junge Mann, der den Truck mittags »krass«  fand. Gleich nachdem Posaunen- und Vokalchöre den Truck begrüßt hatten, fand in der St.-Martini-Kirche eine eindrucksvolle Uraufführung statt. Kantor Dr. Ulf Wellner hatte anlässlich des Reformationsjubiläums ein »Magnificat« komponiert.

Mit großem Aufgebot an Sängerinnen und Sängern, Musikerinnen und Musikern wurde es aufgeführt und vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen. Gleich im Anschluss daran fand in der nahe gelegenen Petrikirche ein Poetry-Slam zum Mindener Stationenweg-Motto »Nicht ohne dich!« statt.

Am Samstag gab es in der St.-Marien-Kirche eine weitere Uraufführung. Konfirmandinnen und Konfirmanden der Gemeinde sangen und spielten ein »Reformationsspiel«, das Marien-Kantorin Anna Somogyi eigens für dieses Wochenende komponiert hatte. Das Libretto stammt von Pfarrer Dr. Manuel Schilling. Unter dem Titel »Die Murmel« erzählt das Singspiel aus der Perspektive zweier Kinder Mindens Geschichte in der Reformationszeit.

Sowohl am Samstag als auch am Sonntag erwiesen sich die Reenactment-Gruppen »Facing the Past« und »Augenblick-Theater« als Publikumsmagneten. In historischen Kostümen führten sie vor Augen, wie zur Reformationszeit das Leben in Minden ausgesehen haben könnte. So wurden zum Beispiel Fäden gesponnen, Leder und Holz verarbeitet, Messer geschliffen und Würfel gemacht.

Auch historische Stadtführungen und kleine Szenen aus dem Leben Nikolaus Krages, von dem die Mindener protestantische Kirchen- und Schulordnung stammt, standen auf dem Programm.

Am Samstagabend begrüßten Bürgermeister Michael Jäcke und Superintendent Jürgen Tiemann rund 260 geladene Gäste im Rathaussaal zu einem festlichen Programm. Als eindrucksvolle Rednerinnen waren Präses Annette Kurschus und Ministerin Christina Kampmann zu erleben. Für die musikalische Gestaltung sorgten der Chor Tookula der Christuskirche, der Kammerchor der St.-Marien-Kirche und das Saxophon-Quintett Quintessenz.

Höhepunkte am Sonntag waren ein gemeinsamer historischer Gottesdienst aller Innenstadtgemeinden in St. Martini, eine Singspiel-Version des von Martin Luther für seine Kinder gedichteten Weihnachtsliedes »Vom Himmel hoch, da komm ich her«, die Preisverleihung in St. Marien zu einem Wettbewerb an weiterführenden Schulen, der anlässlich der Beteiligung am Europäischen Stationenweg durchgeführt wurde und schließlich ein Posaunenkonzert in St.Martini unter dem Motto »Ein musikalisches Apfelbäumchen«.

Nächste Station des Trucks ist am 29. November Stadthagen. Bis zur Ankunft in der Lutherstadt Wittenberg am 20. Mai 2017 wird der Truck danach noch 55 weitere Städte anfahren. Ein großes Programm für ein großartiges himmelblaues Gefährt.

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news-732Mon, 28 Nov 2016 16:40:07 +0100Ehrenamtliche gesucht für UCC-Camps im Sommer 2017http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/auf-in-die-usa/ch/79624786f8f59f0bd97a18bed621f44e/Wer jetzt schon Sommerpläne fürs nächste Jahr schmieden will, kann dabei Amerika entdecken.

Für Camps der United Church of Christ (UCC) werden ehrenamtliche Mitarbeitende, Theologiestudierende und Religionspädagogen aus der westfälischen Kirche gesucht, die in Ohio während der Sommerferien  Familien-, Kinder- und Jugendfreizeiten begleiten und unterstützen.

Unter dem Motto »Mitarbeiten in Campsites der UCC in den USA« betreuen die Freiwilligen die Gruppen von Campern, erledigen Arbeiten im Haus oder helfen im Garten und beim Rasenschneiden mit. Die Camps greifen verschiedenen Themen auf und  dauern jeweils eine Woche. Sie finden rund das Pilgrim Hills Conference Center statt, das  in einem Waldgebiet mit Zugang zu einem See und Fluss gelegen ist. Neben gemeinsamen Singen und Beten gehört auch das Grillen am Lagerfeuer dazu. Gesucht werden Freiwillige, die für einen Monat in die USA gehen, um in den Campsites zu arbeiten.

Die Evangelische Kirche von Westfalen Landeskirche und die United Church of Christ (UCC) sind seit 25 Jahren eng miteinander verbunden. Im Rahmen der Kirchengemeinschaft gibt es Gemeindepartnerschaften und einen Austausch zwischen Jugendgruppen sowie Kirchenchören. Einmal jährlich findet im Frühherbst ein UCC-Forum statt, zuletzt im September in Haus Villigst.

Ein Info-Tag zur Mitarbeit in den UCC-Camps findet am Samstag, 28. Januar, im Haus Landeskirchlicher Dienste, Olpe 35, in Dortmund von 11 bis 14 Uhr statt. Informationen und Anmeldungen beim Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) in Dortmund an Gabriele Pawlowski, Telefon 0231 75409-78 oder per Mail gabriele.pawlowski@moewe-westfalen.de.

Auskünfte und Informationen zu Bewerbungen erteilt Thomas Krieger, Telefon 0231 540977, thomas.krieger@moewe-westfalen.de.

Die Bewerbungsfrist endet am 3. Februar 2017.

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news-731Mon, 28 Nov 2016 14:33:38 +0100Predigt in der Universitätskirche in Münsterhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/praeses-kurschus-von-unsicheren-zeiten-nicht-entmutigen-lassen/ch/fd3cc6f09ebdd45de205bc8e691635a8/Die westfälische Präses Annette Kurschus hat dazu aufgerufen, sich in Zeiten der Verunsicherung nicht entmutigen zu lassen.

Zwar seien »menschliches Scheitern und himmelschreiende menschliche Ungerechtigkeit« zurzeit »weltweit auf erschreckende Weise an der Tagesordnung«, sagte sie am Sonntag in einem Gottesdienst zur Wiedereinweihung der evangelischen Universitätskirche in Münster. Doch sollten Ungerechtigkeit und Scheitern nicht das letzte Wort behalten. Gerade die »freudige Ahnung« im Advent mache Mut, trotz allem Verantwortung zu übernehmen, betonte Kurschus in ihrer Predigt.

Selten habe sie in der Welt eine so starke Unsicherheit und Sehnsucht nach besseren Zeit gespürt wie in diesem Jahr, sagte die Präses. Doch harsche Kritik allein könne lähmen und bitter machen. »Zum Schluss könnte sie womöglich sogar die zynische Schlussfolgerung erlauben, dass - wenn es um die Welt und um die Wirklichkeit ohnehin so schlecht bestellt ist - der Gerissenste, der Eigennützigste und Rüpelhafteste von allen dann auch der Richtige ist, um in einer Welt voll Rüpel, Eigennutz und Gerissenheit den Ton anzugeben«, erklärte Kurschus laut Redemanuskript. Insbesondere der Advent lasse aber darauf hoffen, dass es »unter Menschen sehr wohl anders zugehen kann«. (epd)

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news-730Mon, 28 Nov 2016 14:24:28 +0100LfM-Hörfunkpreis 2016http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/herausragende-produktionen-des-lokalfunks-in-nrw-ausgezeichnet/ch/34da46f4a53389bfb4da01716250dae0/Ein Online-Radiomagazin von Flüchtlingen für Flüchtlinge hat den Medienethischen Sonderpreis der Kirchen in Nordrhein-Westfalen erhalten.

Der Privatsender »Radio Wuppertal 107,4« habe mit dem Projekt »Refugee FM« als erstes Lokalradio in Deutschland ein Angebot entwickelt, das sich gezielt an die Flüchtlinge in seinem Sendegebiet richtet, hieß es bei der Preisverleihung am Freitagabend in Düsseldorf. Dabei seien geflüchtete Menschen nicht nur Gegenstand der Berichterstattung, sondern als Macher selbst journalistisch aktiv.

Der mit 2.500 Euro dotierte Sonderpreis der evangelischen und katholischen Kirchen in NRW wurde bei der Vergabe der diesjährigen Hörfunkpreise der Landesanstalt für Medien (LfM) überreicht. Die Kirchen würdigen mit dem 2015 gestifteten Sonderpreis herausragende Beiträge in den 45 Privatradios in NRW, die Grundwerte des gesellschaftlichen Zusammenlebens thematisieren oder sich am christlichen Menschenbild orientieren. Der LfM-Hörfunkpreis wurde zum 25. Mal vergeben. Insgesamt zeichneten die Jurys elf Produktionen in zehn Kategorien aus.

Das Audio-Magazin »Refugee FM« verbreitet alle zwei Wochen online Berichte und Nachrichten auf Deutsch, Englisch und Arabisch. Die häufig serviceorientierten Beiträge der beiden Syrer Ahmad Idriss und Delchad Heji helfen laut Preisbegründung bei der Integration und vermitteln wichtige alltagstaugliche Informationen an Flüchtlinge, die in Wuppertal überwiegend in der Stadt verteilt in Wohnungen leben. Durch die mehrsprachige Produktion und die Verbreitung im Internet werde nahezu die gesamte Zielgruppe tatsächlich erreicht.

Viele Beiträge würden zudem für das normale Radioprogramm aufbereitet, »so dass alle Hörer mitbekommen, was Flüchtlinge in Wuppertal bewegt«, erklärte die Jury. Das Magazin gebe beispielsweise Tipps für kostenlose Sportangebote und günstige Mobilfunktarife, warne vor Abzocke von Flüchtlingen bei der Wohnungssuche und informiere über die Inhalte des Integrationsgesetzes. Auch kritische Themen wie Kriminalität und islamistische Anschläge würden nicht ausgeblendet. Es sei »zu hoffen, dass diese Reihe nicht nur viele Hörer findet, sondern auch als bundesweites Pilotprojekt wirkt und viele Nachahmer findet«.

Nominiert waren auch eine Multimedia-Reportage zum Thema Flüchtlinge und ein Beitrag über das Leben im Kloster. Die insgesamt 19 eingereichten Beiträge unterschiedlicher Formate hätten eine große Bandbreite sozialer, karitativer, religiöser und wertevermittelnder Themen abgebildet, hieß es. Die Autoren beschäftigten sich demnach unter anderem mit Kinderferienspielen, jugendlichen Straftätern und der Frage, woran Menschen glauben.

In der Jury haben in diesem Jahr zwei evangelische Mitglieder mitgewirkt: Ingo Lehnick, Chefredakteur des epd-West (Vorsitz), und Pastor Christof Neumann von den Freikirchen. Die Preisverleihung hat Pfarrer Volker König, leitender Dezernent für Politik und Kommunikation der Evangelischen Kirche im Rheinland, vorgenommen.

Unter www.lfm-nrw.de/hfp16 stehen die Beiträge als MP3-Dateien zur Verfügung. Dort sind ebenfalls viele weitere Informationen zum LfM-Hörfunkpreis, inklusive einer Rückschau auf die Veranstaltungen der vergangenen Jahre, abrufbar. (mit epd-Material)

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