Matthias Surall, Studierendenpfarrer in Paderborn. Foto: ESG Paderborn

Ich bin gerne Mitglied der Evangelischen Kirche von Westfalen, weil junge Erwachsene sie in ihren Studierendengemeinden so erleben können: als Anlaufstelle, Experimentierfeld und Ankerplatz unter protestantischer Flagge und mit ökumenisch-internationalem Horizont für die spirituelle Sehnsucht nach mehr und anderem als dem, was sich immer nur rechnen und auszahlen muss.

Matthias Surall, Pfarrer der Evangelischen Studierendengemeinde Paderborn

Pilgern im Pott

Ein Beitrag der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Evangelischen Kirche im Rheinland zur Kulturhauptstadt Ruhr.2010

Das Projekt "Pilgern im Pott" bietet Menschen jeden Alters die ganz besondere Chance, Spiritualität im Alltag zu entdecken und zu verorten: Dort zu pilgern, wo sich der eigene Alltag abspielt, mit den großen und kleinen Inseln der Ruhe, mit den persönlichen und beruflichen Anforderungen und Anstrengungen, aber auch mit einer Gemeinschaft auf Zeit und der Möglichkeit zur Besinnung.

Damit nimmt das Pilgern im Pott alte Traditionen des Pilgerns auf. Zum einen die Sehnsucht nach Aufbruch und dem Unterwegssein in der Fremde auf ein (neues) Ziel hin - selbst in der eigenen Heimat. Zum anderen das Bedürfnis nach Bewegung unter freiem Himmel und nach Begegnung mit anderen Menschen, dem Umfeld und den eigenen Fragen und Suchbewegungen. Und schließlich der Wunsch nach Vereinfachung, Innehalten und Ankommen.

Spirituelle Erfahrungen auf unterschiedlichen Routen

Pilgern im Pott – unter diesem Motto wird die Möglichkeit geschaffen, im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 das Ruhrgebiet in Bewegung zu bringen. Seit drei Jahren wird "Pilgern im Pott" bereits praktiziert. Mit großer Resonanz. Auf unterschiedlichen Routen über Zeiträume von ein bis zwei Tagen können Pilgerwillige spirituelle Erfahrungen sammeln. Möglich machen dies das Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe e.V.,
das Frauenreferat des Kirchenkreises Bochum sowie das Amt für missionarische Dienste der EKvW.

Nun ist für 2010 ein neuer großer Pilgerweg entstanden: Von der Emschermündung in Dinslaken bis zur Emscherquelle in Holzwickede quer durch das Ruhrgebiet. Anlaufstelle für Pilgerinnen und Pilger auf diesem Weg sollen die evangelischen Kirchen sein, die durch das Signet „Verlässlich geöffnete Kirche“ oder das Banner „Offene Kirche“ gekennzeichnet sind.

Unterwegs ein Dach über dem Kopf

Diese Kirchen sind auch außerhalb der Gottesdienstzeiten für Besucherinnen und Besucher geöffnet und bieten Pilgernden einen Ort zur Einkehr, Besinnung und das sprichwörtliche „Dach über dem Kopf“ (Infos unter www.offene-kirchen. info).

Durch das Pilgern wird den Menschen die Möglichkeit eröffnet, die sakralen Räume als einen Teil unseres kulturellen Erbes zu erleben. Zugleich erfahren sie die Gastfreundschaft der Gemeinden vor Ort, die mit Auskunft, Getränk, eventuell auch mit Bett und Mahlzeit weiterhelfen.

Von der Emschermündung bis zur Emscherquelle

Die Pilgerstrecke zum Pilgern im Pott orientiert sich an der Emscher und führt von der Emschermündung in Dinslaken bis zur Emscherquelle in Holzwickede quer durch das Ruhrgebiet. Der Weg führt damit durch eine Gegend, in der auf unvergleichliche Art und Weise Industrie- und Religionskultur eng miteinander verwoben sind. Dabei werden in weiten Strecken der gekennzeichnete Emscherradweg und der Emscherparkweg genutzt.

Bewusst wurde der Pilgerweg entgegen der Fließrichtung konzipiert: von der Mündung zur Quelle, von West nach Ost, der aufgehenden Sonne, dem Licht, der Orientierung entgegen.

Türen zu anderen Welten öffnen

Eingeladen sind alle, die sich in ihrer Heimat neugierig auf den Weg machen wollen, um vor der eigenen Haustür bzw. in einer bisher unbekannten Region ihren Alltag zu verlassen und benachbarte Türen zu anderen Welten zu öffnen.

Hier können sich Menschen angesprochen fühlen, die auf unterschiedlichste Art und Weise eine religiöse Bindung haben, die danach suchen, oder die sich Zeit nehmen möchten, ihren persönlichen Fragen nachzugehen. In jedem Fall Menschen, die sich äußerlich und innerlich bewegen (lassen) wollen.

Teilstrecken für Rollstühle und Kinderwagen gut zugänglich

Der Pilgerweg ist sowohl für Einzelpersonen als auch für private Gruppen konzipiert. Der Pilgerführer „Pilgern im Pott“ dient darüber hinaus als Leitfaden und Anregung für feste Gruppen oder Gruppenveranstaltungen.

Die Wege sind so ausgewählt, dass Menschen mit einer durchschnittlichen körperlichen Kondition sie gut bewältigen können. In der Entwicklung des Weges wurde sich um Teilstrecken bemüht, die auch mit Kinderwagen, Fahrrädern, Rollstühlen und Gehhilfen gut zugänglich sind und bequem begangen oder befahren werden können.

Linkliste zum Thema "Pilgern"

Literaturliste zum Thema "Pilgern"

Buchveröffentlichung "Pilgern im Pott"

Internetseite von "Pilgern im Pott"

Kontakt

Foto: Pilgern im Pott

Pilgerbüro Pilgern im Pott
Haus Landeskirchlicher Dienste
c/o Ev. Erwachsenenbildungswerk
Westfalen und Lippe e.V.
Olpe 35
44135 Dortmund

Pfarrrein Antje Rösener
Telefon: 0231 5409-40
E-Mail:   roesener@ebwwest.de
Internet: www.pilgern-im-pott.de

Pfarrer Gerald Wagner
Telefon: 0231 5409-48
E-Mail:   wagner@ebwwest.de
Internet: www.pilgern-im-pott.de

 

Ev. Kulturbüro Ruhr.2010
Amt für Missionarische Dienste
der Evangelischen Kirche von Westfalen
Olpe 35
44135 Dortmund

Pfarrer Andreas Isenburg
Telefon: 0231 5409-63
E-Mail: isenburg@amd-westfalen.de
Internet: www.evangelisch2010.de

 
 
 
 
Pilgern im Pott
 

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