10.03.11, Kategorie: Aktuelle Nachrichten, Landeskirche, Pressemitteilungen

Viel mehr als die Suche nach dem schnellen Euro

15 neue westfälische Fundraiser ausgebildet: Alfred Buß überreichte Zertifikate

Die ausgebildeten Fundraiser der Evangelischen Kirche von Westfalen. Foto: EKvW

Die ausgebildeten Fundraiser der Evangelischen Kirche von Westfalen. Foto: EKvW

BIELEFELD/WESTFALEN - In Zeiten knapper Kassen ist professionelles Fundraising bares Geld wert. Wie wichtig die Spendenwerbung ist, weiß auch die Evangelische Kirche von Westfalen: Während einer zweijährigen berufsbegleitenden Ausbildung in Kooperation mit der Fundraising-Akademie (Frankfurt) wurden aus der ganzen Landeskirche insgesamt 15 neue Fundraiserinnen und Fundraiser ausgebildet.

Wenn Kirchensteuereinnahmen sinken, können kreative Konzepte, innovative Ideen und gute Kontakte helfen, die Finanzlöcher zu stopfen. Immer mehr Gemeinden führen Kirchgeld ein, sammeln Mittel für besondere Projekte oder gründen Stiftungen - zum Beispiel für Kindergarten und Jugendarbeit, Renovierungs-maßnahmen oder den Bau einer neuen Orgel. Die neuen Fachleute werden die Kirchenkreise mit ihren Gemeinden und Einrichtungen künftig bei der Entwicklung und Umsetzung von professionellen Fundraising-Konzeptionen beraten. Bereits 2007 hatten 19 kirchliche Mitarbeitende die von der Landeskirche geförderte Zusatzqualifikation erworben.

Präses Alfred Buß, der den Fundraisern am Mittwochabend (9. März) im Landeskirchenamt in Bielefeld die Zertifikate überreichte, gratulierte ihnen und wünschte ihrer Arbeit Gottes Segen. Dabei betonte Buß, dass Fundraising in erster Linie Beziehungsarbeit sei, der vertrauensvolle Kontakt mit und zu den Menschen und nicht die Suche nach dem schnellen Euro. Und Kirchenoberrechtsrat Michael Jacob, im Landeskirchenamt für die Fundraising-Ausbildung zuständiger Dezernent, versprach den westfälischen „Fundraising-Pionieren“ die weitere Unterstützung der Landeskirche bei der Etablierung ihres neuen Aufgabenbereiches in den Kirchenkreisen und -gemeinden.

Umbruch, Wandel und Professionalisierung

Die Landeskirchen unter dem Dach der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sind im Aufbruch. Spätestens seit dem 2006 veröffentlichten Zukunftspapier „Kirche der Freiheit“, das mit seinen - manchmal provokativen - Thesen zahlreiche Denkprozesse und Debatten ausgelöst hat. Eine davon heißt: Bis 2030 wird ein Fünftel der heutigen Kirchensteuer durch Fundraising ersetzt werden müssen. Damit ist für Dr. Thomas Kreutzer, Leiter der Fundraising-Akademie, mit Blick auf die Absolventen klar: „Ihr steht für den Umbruch, Wandel und die Professionalisierung, die sich zurzeit in den Kirchen vollzieht. Ihr wollt was bewegen. Ihr steht - auch im Blick auf die Finanzierung - für die Zukunft der Kirche.“

Die seit 1999 bestehende Fundraising-Akademie (www.fundraising-akademie.de) ist in Deutschland führend auf dem Gebiet der Fundraising-Ausbildung. Ihre Gesellschafter sind das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP), der Deutsche Fundraising Verband und der Deutsche Spendenrat.


 
 
 
 
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