Verantwortung für das Gemeinwesen in der Krise
Politikertagung der Evangelischen Kirche von Westfalen am 3. und 4. September in Schwerte-Villigst

Diskussion bei der Politikertagung 2009 (von links): Präses Dr. h.c. Alfred Buß, Rüdiger Noll, Gudrun Kopp, Sven Giegold, Maria Loheide. Das kleine Vorschaubild zeigt Bundesminister a.D. Dr. Erhard Eppler. Foto: EKvW
WESTFALEN/SCHWERTE - „Suchet der Stadt Bestes!“ - unter dieser biblischen Aufforderung steht die Begegnungstagung für Politikerinnen und Politiker, zu der die Evangelische Kirche von Westfalen am 3. und 4. September in die Tagungsstätte Haus Villigst einlädt. Thema ist in diesem Jahr die Verantwortung für das Gemeinwesen in der Krise.
Auch wenn die Konjunktur wieder an Fahrt gewinnt - im laufenden Jahr werden die Kommunen das größte Defizit seit Gründung der Bundesrepublik verzeichnen. Trotz eines scharfen Sparkurses haben viele Städte keine Chance, sich aus ihrer Verschuldung zu befreien. Das hat Folgen für die Bereiche Schule, Kultur, Jugend und Familie, Soziales, Sport und Stadtentwicklung.
Hauptreferat von Dr. Erhard Eppler
Wenn ein steuerfinanziertes Gemeinwesen seine Aufgaben immer weniger erfüllen kann, wenn Bürger immer weniger erfahren, wofür sie Steuern zahlen, schwindet das Vertrauen in die staatliche Ordnung. Welchen Beitrag kann Kirche hier im Zusammenspiel mit der Politik leisten?
Bundesminister a.D. Dr. Erhard Eppler wird am 3. September das Hauptreferat halten: „Schafft die Krise die Gemeinwesen oder schaffen die Gemeinwesen die Krise?“ Am folgenden Tag diskutieren u.a. Frank Baranowski, Oberbürgermeister von Gelsenkirchen, Thomas Kubendorff, Landrat des Kreises Steinfurt und Präsident des Landkreistages NRW, und Dietmar Heß, Bürgermeister von Finnentrop und Vizepräsident des Städte- und Gemeindebundes NRW.


