„Terror im Namen Gottes ist Missbrauch von Religion“
Anschlag in Ägypten: Westfälische Landeskirche trauert mit koptischen Christen
WESTFALEN - Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) trauert mit den Opfern des islamistischen Selbstmordanschlags auf koptische Christen im ägyptischen Alexandria. „Terroristische Gewalt im Namen Gottes ist Missbrauch und Perversion von Religion“, sagte Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller. Als Zeichen der ökumenischen Solidarität mit der Koptischen Kirche wird der Ökumene-Dezernent der westfälischen Landeskirche sowohl am koptischen Weihnachtsgottesdienst (6. Januar) als auch an der Trauerfeier am kommenden Sonntag (9. Januar) im Kloster Brenkhausen/Höxter teilnehmen.
Religionsfreiheit, so Möller, gehöre zum innersten Kernbereich der Menschenrechte und müsse von allen Staaten diskriminierungsfrei gewährleistet werden. Die Praxis sehe in vielen muslimischen Staaten aber leider oft ganz anders aus: „Gerade im Nahen Osten müssen viele Christen um ihr Leben fürchten.“ Dr. Ulrich Möller wertete dies als Ausdruck staatlichen Versagens. Darum sei hier neben christlichem Engagement und praktischer Solidarität auch die Europäische Union in ihrer Menschenrechts- und Außenpolitik gefordert.



