03.06.11, Kategorie: Aktuelle Nachrichten, Landeskirche, Pressemitteilungen

Kirchentag fordert schnelleren Atomausstieg und konsequente Energiewende

Westfälischer Umweltpfarrer Breyer: Keine Kompromisse beim Klimaschutz!

Einen schnellen Ausstieg aus der Atomkraft fordern nicht nur die Unterzeichner der Kirchentags-Resolution sondern zahlreiche Atomkraft-Gegner wie hier in Gütersloh zum 25. Jahrestag der Kaatrophe von Tschernobyl. Foto: KK Gütersloh

Einen schnellen Ausstieg aus der Atomkraft fordern nicht nur die Unterzeichner der Kirchentags-Resolution sondern zahlreiche Atomkraft-Gegner wie hier in Gütersloh zum 25. Jahrestag der Kaatrophe von Tschernobyl. Foto: KK Gütersloh

BERLIN/DRESDEN/WESTFALEN - Der Evangelische Kirchentag in Dresden fordert die Bundesregierung zu einem schnelleren Atomausstieg, einer konsequenten Energiewende und breiter gesellschaftlicher Beteiligung auf. Das ist der Inhalt einer heute (3.6.) verabschiedeten Resolution. „Der Kirchentag hat eine klare Botschaft an die Bundesregierung: Schnellstmöglicher Ausstieg ohne Hintertürchen, spätestens bis 2017. Und: Keine Kompromisse beim Klimaschutz!“, erklärt Pfarrer Klaus Breyer, Umweltbeauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen und Sprecher der Klima-Allianz.

An den zehn Eckpunkten der Kirchentagsresolution werde sich das Konzept der Bundesregierung messen lassen müssen, wenn am Montag das Kabinett seine Entscheidung trifft. Die Energieversorgung sei ein gesellschaftliches Zukunftsprojekt und die Bereitschaft ist groß, daran mitzuwirken. „Das zeigt der Kirchentag, das zeigt die Klima-Allianz, als großes gesellschaftliches Bündnis“, sagt Klaus Breyer.

Der Kirchentag fordert die Bundesregierung auf, die Unterstützung der Gesellschaft nicht durch halbherzige Schritte und Ziele aufs Spiel zu setzen. Nur mit glaubwürdigen und zielführenden politischen Rahmenbedingungen könne die Energiewende gelingen. Breyer: „Die Regierung ist jetzt am Zug, diese zu schaffen.“

Kirchentag und Klima-Allianz verlangen den sofortigen Beginn einer ergebnisoffenen Endlagersuche. Sie fordern außerdem als Ergänzung zum Atomausstieg ein Bauverbot für neue Kohlekraftwerke. „Das wäre eine klare Richtungsentscheidung, welche Kraftwerke in Deutschland überhaupt noch gebaut werden dürfen und damit das beste Signal an die Energiewirtschaft für den zwischenzeitlich erforderlichen Zubau neuer Gaskraftwerke“, so Klaus Breyer.

Die Klima-Allianz ist das breite gesellschaftliche Bündnis aus insgesamt über 110 Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Gewerkschaften und Kirchen. Die Evangelische Kirche von Westfalen gehört zu den Gründungsmitgliedern.

www.klima-allianz.de

Die Resolution im Wortlaut (pdf)


 
 
 
 
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