19.05.11, Kategorie: Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Landeskirche

Kirche und Wirtschaft schicken Auszubildende nach Israel

Neues Jugendaustauschprogramm soll für das Verhältnis von Deutschen und Israelis sensibilisieren

Die westfälischen Auszubildenden im Kreise ihrer Ausbilder und weitere Azubis. Foto: Aktion Sühnezeichen

Die westfälischen Auszubildenden im Kreise ihrer Ausbilder und weitere Azubis. Foto: Aktion Sühnezeichen

WESTFALEN/JERUSALEM - Mit einem neuen Jugendaustauschprogramm nimmt die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) jetzt eine besondere Zielgruppe in den Blick: junge Auszubildende. Die meisten Austauschprogramme sind auf Schüler und Studenten zugeschnitten. Viele nutzen die Zeit zwischen Abitur und Studium, um neue Länder und Kulturen kennen zu lernen. Sie wollen in sozialen Projekten arbeiten, sich für den Umweltschutz engagieren und dabei oft auch berufliche Perspektiven entdecken. Das ist jetzt auch für Auszubildende aus Industrie und Handwerk möglich: in Israel.

In Kooperation mit der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. (ASF), den Industrie- und Handelskammern (IHK) Ostwestfalen zu Bielefeld und Nord Westfalen sowie sechs Wirtschaftsunternehmen schickt die westfälische Landeskirche am kommenden Samstag (21. Mai) erstmals zehn Jugendliche aus Westfalen nach Jerusalem. Für zwei Wochen tauschen sie ihren heimischen Arbeitsplatz gegen Seniorenheime, Behinderteneinrichtungen und die Holocaust-Gedenkstätte „Yad Vashem“ in Israel. Sie begleiten ASF-Freiwillige, arbeiten in verschiedenen Sozialprojekten und lernen auf Exkursionen, Veranstaltungen und durch persönliche Begegnungen Land und Leute kennen. Auf dem Programm steht neben Vorträgen zur Geschichte und aktuellen Situation Israels auch ein Synagogen-Gottesdienst.

Die Idee: „Mit diesem Pilotprojekt wollen wir junge Auszubildende aus Wirtschaft, Industrie und Handwerk für das Verhältnis Christen und Juden, von Deutschen und Israelis sensibilisieren“, sagt Kirchenrat Gerhard Duncker, im Landeskirchenamt Dezernent für den Nahen Osten und Initiator des Austauschprogramms. Entstanden ist die Idee bereits im Herbst 2009 – auf einer Delegationsreise der westfälischen Kirchenleitung nach Israel und Palästina. Der Besuch bei ASF in Jerusalem und zahlreiche Gespräche mit deutschen Volontären haben dazu beigetragen, dass die EKvW jetzt neue Wege zur Unterstützung der Freiwilligenarbeit in Israel geht.

Das Ziel: Mit dem Austausch sollen die sozialen und interkulturellen Kompetenzen von jungen Beschäftigten für den beruflichen Alltag gestärkt werden. Sie sollen Einblick in soziales Engagement und Gedenkstättenarbeit bekommen, sich mit der deutschen Vergangenheit auseinandersetzen und aktiv an den deutsch-israelischen Beziehungen beteiligen. Im Sommer wird das Projekt ausgewertet. Ist die Resonanz auch bei den Jugendlichen positiv, wird der Austausch künftig regelmäßig stattfinden, hofft Kirchenrat Duncker.

Die Unterstützer: Die zehn Jugendlichen, die vom 21. Mai bis 4. Juni nach Israel, arbeiten als Auszubildende bei den folgenden sechs westfälischen Unternehmen: Gelsenwasser AG (Gelsenkirchen), RWE Deutschland (Recklinghausen), Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH (Münster), Luft und Klima Anlagenbau GmbH &Co. KG (Münster), BASF Coatings AG (Münster) und Goldbeck GmbH (Bielefeld).



 
 
 
 
Nachrichten
 

Evangelische Kirche von Westfalen, Landeskirchenamt - Altstädter Kirchplatz 5 - 33602 Bielefeld
Fon (Zentrale): 0521 594-0 - Fax (Zentrale): 0521 594-129 - Landeskirchenamt@lka.ekvw.de - Impressum