14.11.11, Kategorie: Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Synode 2011

Kirche und Staat sind getrennt, aber aufeinander bezogen

Präses Alfred Buß: Religion hat viel in Staat und Gesellschaft einzubringen

Die Religion hat viel in Staat und Gesellschaft einzubringen. Diese Worte von Präses Alfred Buß hörte auch Pit Clausen, Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld. Foto: EKvW

Die Religion hat viel in Staat und Gesellschaft einzubringen. Diese Worte von Präses Alfred Buß hörte auch Pit Clausen, Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld. Foto: EKvW

WESTFALEN/BIELEFELD - Der westfälische Präses Alfred Buß hat die klare Trennung von Kirche und Staat bekräftigt und gleichzeitig eine Beteiligung der Kirche am öffentlichen Diskurs eingefordert, „weil die Religion viel in Staat und Gesellschaft einzubringen hat und der Staat auf eine lebendige Zivilgesellschaft angewiesen ist“. Der weltanschaulich neutrale Staat sei in religiösen Dingen „schlicht inkompetent“, sagte der leitende Theologe am Montag (14.11.) vor der Synode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW).

Deshalb lasse der Staat die Möglichkeiten der Religionsgemeinschaften zur Entfaltung kommen, unterstrich Buß in seinem Bericht zum Auftakt der Tagung des „Kirchenparlaments“ der EKvW. Er begrüßte die Entwicklung, dass die zwischen Staat und Kirche gefundenen Regelungen nun auch als Muster für den islamischen Religionsunterricht dienen.


 
 
 
 
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