Hoffnung – größer, als der Tod erlaubt
Präses-Kandidatin Annette Kurschus: Gottesdienst in Hamm
Westfalen/Hamm. Christen haben eine Hoffnung, die über den Tod hinausweist und gleichzeitig dazu befähigt, sich gegen Not und Elend auf der Welt zu engagieren. Das hat Annette Kurschus, Kandidatin für das Präses-Amt in der Evangelischen Kirche von Westfalen, am Freitag (7.10.) in Hamm betont. In einem Abendgottesdienst predigte die Theologin über die Auferweckung des toten Lazarus, wie sie das Johannes-Evangelium überliefert.
Der Sieg des Lebens über den Tod, für den der auferstandene Christus steht, schaffe zwar den Tod nicht aus der Welt. Doch in seinem Mitleiden bringe er Hoffnung auch in die größte Hoffnungslosigkeit: „Dahin, wo das Leben mit Füßen getreten wird und die Angst alles auffrisst, wo alle Anstrengungen zum Guten vergeblich scheinen.“ Kurschus rief die Gottesdienstgemeinde dazu auf, dem Ruf Jesu zu folgen – „als Christen, die Kirche sind und Kirche zu gestalten haben; als Mitglieder der Gesellschaft, die Verantwortung tragen in der Welt“.
Zwei Frauen kandidieren für das Präses-Amt der westfälischen Landeskirche: Superintendentin Annette Kurschus (48) aus Siegen und Angelika Weigt-Blätgen (56), leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. (Soest). Im November wählt die Landessynode als höchstes Leitungsgremium der EKvW die Nachfolge von Präses Alfred Buß. Der leitende Theologe wird nach achtjähriger Amtszeit zum 1. März 2012 in den Ruhestand treten.
In Vorträgen und Gottesdiensten gab es die Möglichkeit, beide Kandidatinnen persönlich kennen zu lernen.



