Gott tröstet wie eine Mutter
Präses-Kandidatin Weigt-Blätgen predigt in Dortmund
WESTFALEN/DORTMUND - Gotteslob für Barmherzigkeit, Erbarmen und Trost – das stand im Mittelpunkt einer Predigt von Angelika Weigt-Blätgen, Kandidatin für das Präses-Amt der Evangelischen Kirche von Westfalen, am Mittwoch (28.9.).
In einem Abendgottesdienst in der Dortmunder Marienkirche betonte sie, wie zerbrechlich, verletzlich und schutzbedürftig das menschliche Leben ist. Diese Zerbrechlichkeit zu erkennen und einzugestehen sei eine Herausforderung an moderne Menschenbilder, aber auch an jede und jeden Einzelnen: „Wer um seine eigenen Grenzen weiß, weiß auch, dass es Beziehungen braucht, um mit ihnen zu leben, Beziehungen von Menschen zu Gott, von Gott zu den Menschen und Beziehungen der Menschen untereinander.“
Gottesliebe zu den Menschen zeige sich als treue Zuwendung und mütterlicher Trost – nicht als Garantie oder „magischer Schutzschild“ gegen Leid und Gefahr, sagte Pfarrerin Weigt-Blätgen in ihrer Predigt über die alttestamentliche Aufforderung: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“ (Psalm 103,2).
Zwei Frauen kandidieren für das Präses-Amt der westfälischen Landeskirche: Angelika Weigt-Blätgen (56), leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. (Soest), und Superintendentin Annette Kurschus (48) aus Siegen. Im November wählt die Landessynode als höchstes Leitungsgremium der EKvW die Nachfolge von Präses Alfred Buß. Der leitende Theologe wird nach achtjähriger Amtszeit zum 1. März 2012 in den Ruhestand treten.
In einem Gottesdienst gibt es die Möglichkeit, beide Kandidatinnen persönlich kennen zu lernen. Der Gottesdienst mit Annette Kurschus ist am Freitag, 7. Oktober, in der Pauluskirche Hamm.
Beide Predigten werden zum Nachlesen und Hören am Montag, 10. Oktober, veröffentlicht.



