„Familien halten die Gemeinschaft am Laufen“
Präses Alfred Buß im Rundfunkgottesdienst aus Bad Oeynhausen

Familien sind "die Leistungsträger in unserer Gesellschaft", betonte Präses Alfred Buß. Foto: iStockphoto.com
WESTFALEN/BAD OEYNHAUSEN - Der westfälische Präses Alfred Buß hat die Bedeutung der Familie hervorgehoben. Familien seien nach wie vor „die Leistungsträger in unserer Gesellschaft. Sie halten die Gemeinschaft am Laufen“, sagte der leitende Theologe der Evangelischen Kirche von Westfalen am Sonntag (18.9.) in einem Radiogottesdienst, den der WDR aus Bad Oeynhausen übertrug.
Zwar sei das Familienbild in ständigem Wandel. Familie bezeichne heute eine Vielfalt von Lebens- und Beziehungsformen. „Familie ist überall da, wo Menschen dauerhaft und Generationen übergreifend füreinander einstehen, wo sie Verantwortung füreinander übernehmen“, so die Definition von Präses Buß. Der Alltag mit seinen schnellen Veränderungen in Beruf und öffentlichem Leben werde in der Familie organisiert. Sie sorge für ein Miteinander zwischen den Generationen in einer alternden Gesellschaft und dafür, „dass Kinder den Weg ins Leben finden“.
Buß erinnerte an das Jahr der Taufe: 2011 steht die Taufe in der evangelischen Kirche in NRW und weit darüber hinaus unter dem Motto „Gottesgeschenk“ besonders im Mittelpunkt. Mit großen Tauffesten an besonderen Orten begegnen viele westfälische Kirchengemeinden der Tatsache, dass Alleinerziehende ihre Kinder deutlich seltener taufen lassen als andere Eltern. Solche Feste mit bis zu 120 Taufen gab es im Lauf des Sommers an Fluss- oder Seeufern, in Wäldern, Parks oder Freilichtmuseen.
„Familienrealität oder knappes Geld darf doch kein Hindernis für die Taufe sein!“, betonte Präses Buß. Die befreiende Botschaft von Gottes Liebe habe von Anfang an alle Grenzen hinter sich gelassen, von Herkunftsfamilie, Kultur, Sprache, Nation oder Hautfarbe: „Das Evangelium verbindet Menschen aus allen Völkern.“


