19.06.11, Kategorie: Aktuelle Nachrichten, Landeskirche, Pressemitteilungen, Synode 2011

„Eine Botschaft an die Gesellschaft insgesamt“

Ministerpräsidentin würdigt die demokratische Struktur der evangelischen Kirche

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zusammen mit Präses Alfred Buß. Foto: EKvW

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zusammen mit Präses Alfred Buß. Foto: EKvW

UNNA/WESTFALEN - Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat die demokratische Struktur der Evangelischen Kirche von Westfalen gewürdigt. Beim 400-jährigen Jubiläum der ersten westfälischen Synode sagte die Regierungschefin am Samstag (18.6.) in Unna, der Aufbau der Kirche von unten nach oben sei „ein Markenzeichen, das wir alle mit Stolz tragen sollten“. Dies habe einen hohen Wert und sei auch eine Botschaft an die Gesellschaft insgesamt.

1611 tagte in Unna erstmals die reformierte Synode der Grafschaft Mark. Damit war „der Grund gelegt für das, was heute selbstverständlich ist“, sagte Präses Alfred Buß. Unter dem Motto „Evangelisch mit Leidenschaft“ feiern die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) und der Kirchenkreis Unna am Samstag dieses Jubiläum mit einem kleinen Kirchentag. Das bunte Programm spiegelt die Vielfalt des kirchlichen Lebens in der westfälischen Landeskirche.

Ministerpräsidentin Kraft ging in ihrer Eröffnungsrede auch auf die Herausforderungen ein, vor denen die Kirche und andere Organisationen heute stehen. Sie beobachtet einen wachsenden Unwillen, sich in Organisationen zu engagieren. Ein Grund dafür liege in dem Druck, immer flexibel und mobil zu sein. „Das reißt Menschen aus ihren Zusammenhängen. In einer immer mobileren Welt suchen immer mehr Menschen nach Heimat“, sagte Hannelore Kraft. Die evangelische Kirche sei immer zugleich auf Gott und auf die Menschen ausgerichtet gewesen. Deshalb könne sie Heimat bieten und sich „ohne Scheu“ den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen stellen.


 
 
 
 
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