Superintendent Klaus Majoress. Foto: Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg

Ich bin Mitglied der Evangelischen Kirche, weil ich in ihr meine Heimat und viele gute Freunde gefunden habe.

Klaus Majoress, Superintendent des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg

10.03.10, Kategorie: Pressemitteilungen, Aktuelle Nachrichten

„Die Zukunft liegt im freiwilligen Dienst“

Zivildienstverkürzung: Präses Buß fordert vom Gesetzgeber Klarheit

Zivieldienstleistender Philipp Schäffer arbeitet mit behinderten Menschen. Foto: v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel

Angesichts der geplanten Verkürzung des Zivildienstes auf sechs Monate hat sich der westfälische Präses Alfred Buß für einen freiwilligen Anschlussdienst ausgesprochen. Die reichen Erfahrungen freiwilliger Dienste wie das Diakonische Jahr seien „wertvolle Bausteine“, um Zivildienst und anschließenden Freiwilligendienst weiterzuentwickeln, sagte der leitende Theologe der Evangelischen Kirche von Westfalen am 10. März in Bielefeld. Buß sprach mit dem Bundesbeauftragten für den Zivildienst, Dr. Jens Kreuter, und Zivildienstleistenden in Bethel.

Freiwillig weiterarbeiten - unkompliziert und sozial abgesichert

„Jeder junge Mann, der nach sechs Monaten aus eigener Entscheidung noch weiterarbeiten und weiter lernen will, soll dazu auf jeden Fall die Möglichkeit haben – unkompliziert und sozial abgesichert“, sagte Buß und fügte hinzu: „Die Zukunft liegt im freiwilligen Dienst – auch in Kombination mit dem Pflichtdienst.“ Dabei müsse der Status beider Dienste eindeutig unterschieden und die Bezahlung klar geregelt sein. Kirche und Diakonie erwarten hier vom Gesetzgeber Klarheit und zuverlässige Antworten – „und das möglichst bald“, betonte der Präses. Nach einem Beschluss der Regierungskoalition soll der Zivildienst ab Anfang 2011 von neun auf sechs Monate verkürzt werden. Buß: „Die jungen Männer, die im nächsten Jahr an der Reihe sind, und auch die Dienststellen müssen verlässlich planen können.“ Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, versicherte: „Wir stehen in Bethel zum Zivildienst und werden weiterhin Plätze anbieten, auch wenn durch die geplante Verkürzung die Rahmenbedingungen für uns sehr schwierig werden.“ Ein staatlich unterstützter Freiwilligendienst unmittelbar im Anschluss an den sechsmonatigen Dienst würde diese Schwierigkeiten mildern.

 


 
 
 
 
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