Die Taufe - ein Anfang, der nicht folgenlos bleibt
Westfälische Landeskirche will stärker auf das „Gottesgeschenk“ hinweisen
BIELEFELD/WESTFALEN - Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) will das Geheimnis der Taufe als Gottesgeschenk den Menschen noch besser zugänglich machen. Das erklärte Präses Alfred Buß am Freitag (19.11.) in Bethel zum Abschluss der Landessynode. In der evangelischen Kirche wird das Jahr 2011 zum Jahr der Taufe - nicht nur in Westfalen, sondern auch im Rheinland und in Lippe sowie in Niedersachsen. Das Motto: „Gottesgeschenk“.
Jahr der Taufe im Internet: www.gottesgeschenk.info
„Wir möchten das Bewusstsein stärken, dass die Taufe ein Anfang ist, der nicht folgenlos bleibt“, beschreibt Buß das Anliegen. Dem leitenden Theologen der EKvW geht es darum, die Taufverantwortung in den Gemeinden zu fördern. Eltern und Paten sollen Unterstützung erfahren, wie sie mit ihren Kindern den Glauben leben können - etwa im gemeinsamen Abendgebet.
Viele Erwachsene fragten sich: Wie geht das? Sie seien hier oft unsicher - Seminare für Eltern und Paten könnten Abhilfe schaffen. Taufen sollen außerdem im Gottesdienst den Raum erhalten, der ihrer Bedeutung entspricht. Buß fasste zusammen: „Wir möchten, dass Menschen das Gottesgeschenk Taufe als einen Schatz erfahren: Sie gehören zu Gott. Er segnet sie.“
Alleinerziehende und Patchwork-Familien hätten oft eine gewisse Scheu, ihre Kinder taufen zu lassen. „Diese Hemmschwelle wollen wir senken und eine offene Tür für sie und ihre Bedürfnisse haben“, sagte Präses Buß. Gemeinden sollen dabei unterstützt werden, neue Formen für Taufgottesdienste zu finden, in denen die lebensverändernde Wirkung der Taufe erfahren werden kann. Gemeinsame Tauffeste in einem ganzen Kirchenkreis können dafür ein Beispiel sein.



