"Welt'lich Geld für kirchlich-diakonische Zwecke"
Zweiter Kirchlicher Stiftertag zeigte in Düsseldorf, wie kirchliche Stiftungen noch erfolgreicher sein können

Diskutierten auf dem Podium (von links): Marcus Harke, Matthias Dargel, Michael Jacob, Dr. Ekkehard Thiesler, Susanna von Zugbach de Sugg und Dr. Jürgen Thiesbonenkamp. Foto: KD-Bank
DÜSSELDORF - Im Rahmen des zweiten Kirchlichen Stiftertages hat die Bank für Kirche und Diakonie gemeinsam mit den evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen zum Austausch nach Düsseldorf eingeladen. Zentrale Fragestellung der Fachtagung war, wie kirchlich-diakonische Stiftungen dauerhaft erfolgreich sein können. Dies kann gelingen, „wenn Menschen sich mit den Zielen der Stiftungen identifizieren können und diese Ziele auch in der Anlage des Stiftungsvermögens glaubwürdig abgebildet werden“, sagte Dr. Ekkehard Thiesler, Vorstandsvorsitzender der Bank für Kirche und Diakonie, vor 120 Vertreterinnen und Vertreter evangelischer Stiftungen.
In Workshops haben sich die Stifterinnen und Stifter ausgetauscht und über Strategien für eine erfolgreiche Stiftungsarbeit diskutiert. Neue Chancen bei der Stiftungsarbeit eröffne die Kooperation mit Unternehmen. Das vermittelte Beate Haverkamp, Geschäftsführerin der Agentur für Sozialmarketing fundamente, in ihrem Workshop und gab den Rat: „Wer eine Kooperation eingehen möchte, sollte sich seines Wertes bewusst sein und sein Licht nicht unter den Scheffel stellen.“
Hierzu zähle auch die Professionalisierung der Öffentlichkeitsarbeit, die praxisbezogen unter dem Titel „Nachrichten senden“ bearbeitet wurde. „Positive Nachrichten werden gern gehört - und auch verbreitet“, berichtete Georg Scheffler-Borngässer, Leiter des Referates Öffentlichkeitsarbeit bei der Stiftung kreuznacher diakonie.
Ein wichtiger Baustein der Stiftungsarbeit sei die Anlage des Stiftungsvermögens. Mit ihr lasse sich der Stiftungszweck abbilden. Die Stiftung beweise so doppelt ihre Glaubwürdigkeit. Markus Borgert, stellvertretender Bereichsleiter Kundenwertpapiere/Treasury der Bank für Kirche und Diakonie, erarbeitete in seinem Workshop die erforderlichen Rahmenbedingungen. Seine Meinung: „Ertrag um jeden Preis gefährdet die Glaubwürdigkeit der Stiftung. Wer sich für Kinder einsetzt, sollte keine Investments aus Ländern, in denen Kinderarbeit weit verbreitet ist, in seinem Portfolio haben. Ihren Anspruch kann die Stiftung mit Anlagerichtlinien überzeugend unterstreichen.“
Dr. Jürgen Thiesbonenkamp, Vorstand der Kindernothilfe-Stiftung, berichtete in seinem Vortrag „Welt’lich Geld für kirchlich-diakonische Zwecke“ aus der erfolgreichen Arbeit der Kindernothilfe-Stiftung. Anschließend diskutierten auf dem Podium unter der Leitung von Dr. Ekkehard Thiesler Susanna von Zugbach de Sugg und Michael Jacob (Vertreter der kirchlichen Stiftungsaufsichten in NRW) Matthias Dargel (Förderstiftung Kaiserswerther Diakonie) und Marcus Harke (Ev. Stiftung An Nahe und Glan und Kirchenschaffneifonds Meisenheim) die Chancen und Grenzen der Mittelgewinnung für diese Zwecke.


