Syrisch-orthodoxe Auszeichnung für Linnemann
Westfälischer Altpräses wird für sein ökumenisches Engagement geehrt

Hans-Martin Linnemann ist von der Syrisch-Orthodoxen Kirche ausgezeichnet worden. Foto: Syrisch-orthodoxe Kirche
GÜTERSLOH/WESTFALEN - Die Syrisch-Orthodoxe Kirche ehrt Hans-Martin Linnemann: Am Samstag (12.3.) hat ihm Erzbischof Julius Hanna Aydin in Gütersloh die Ephräm-Auszeichnung überreicht. Damit erhielt der frühere Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) das höchste Ehrenzeichen dieser altorientalischen Kirche.
Auf Antrag von Erzbischof Aydin hat das Oberhaupt der Syrisch-Orthodoxen Kirche, Patriarch Ignatius Zakka I. Iwas (Damaskus), die Ephräm-Auszeichnung an Hans-Marin Linnemann verliehen. Er war von 1985 bis 1996 Präses, also leitender Theologe der EKvW.
Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller (Bielefeld) sagte bei dem Festakt in der Syrisch-Orthodoxen Kirchengemeinde St. Stephanus in Gütersloh, Hans-Martin Linnemann habe die Tradition des ökumenischen Engagements der westfälischen Landeskirche maßgeblich gestärkt und immer auch Brücken zu den orthodoxen Kirchen gebaut. „Besonders den Syrisch-Orthodoxen Gemeinden in Westfalen hat er als leitender Theologe geholfen, wo es irgend möglich war“, erklärte Möller als Dezernent für Ökumene in der EKvW.
Die Syrisch-Orthodoxe Kirche führt sich auf die 37 nach Christus gegründete Gemeinde von Antiochien (heute Antakya/Türkei) zurück und bewahrt bis heute die Muttersprache von Jesus, das Aramäische. Die Ephräm-Auszeichnung ist nach dem syrischen Kirchenvater Ephräm (Ephraim) benannt, der im 4. Jahrhundert lebte.


