„Steht auf für Gerechtigkeit“
Weltgebetstag: Am 2. März feiern Frauen aus Malaysia mit Menschen auf der ganzen Welt
WESTFALEN - Am Freitag, 2. März, feiern Frauen aus Malaysia ihren Gottesdienst mit Menschen auf der ganzen Welt. Auch in Westfalen beteiligen sich viele Kirchengemeinden mit eigenen Gottesdiensten am Weltgebetstag (WGT). Er steht in diesem Jahr unter dem Motto „Steht auf für Gerechtigkeit“ - eine Aufforderung an alle, nicht länger die Augen vor Ungerechtigkeit zu verschließen und sich für Gerechtigkeit einzusetzen.
Auf Ungerechtigkeiten weisen die Frauen aus Malaysia immer wieder in der Gottesdienstordnung hin. So berichten sie von der Basisorganisation „Tenaganita“ (Frauenkraft), die sich für Migrantinnen und Migranten einsetzen, die als Hausangestellte ausgebeutet werden. Malaysia ist das größte Zielland für ungelernte Migrantinnen und Migranten im südostasiatischen Raum. Ungefähr ein Drittel der Arbeitskraft in Malaysia wird durch Menschen mit Migrationshintergrund gestellt.
Bis zu einer halben Million Menschen dieser Gruppe arbeiten als Hausangestellte, oft ohne Verträge, ohne geregelte Arbeitszeiten, ohne Mindestlohn und ohne soziale Absicherung. Viele Hausangestellte arbeiten rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche und erhalten dafür nur einen geringen Monatslohn. Oft müssen davon die Schulden beglichen werden, die durch die Arbeitsvermittlung entstanden sind.
Mit dem Thema „Steht auf für Gerechtigkeit“ stellt der Weltgebetstag 2012 die Stärkung von Hausangestellten weltweit in den Mittelpunkt. Das Deutsche Komitee des Weltgebetstages hat zusammen mit „Tenaganita“ in Malaysia eine Petition erarbeitet. Darin wird unter anderem gefordert, Hausangestellte arbeitsrechtlich zu schützen und sie offiziell als Arbeitnehmerinnen anzuerkennen. Die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V. beteiligt sich an der Unterschriftenaktion. Bis Mitte April werden Unterschriftenlisten geführt. Anschließend sollen sie durch „Tenaganita“ an die malaysische Regierung übergeben werden.
Die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V. engagiert sich seit Jahrzehnten für den WGT.



