02.09.11, Kategorie: Aktuelle Nachrichten, Kirchenkreise, Diakonie

Stadtteilmütter starten

An den Standorten Dortmund, Bochum und Essen werden qualifizierte Stadtteilmütter aktiv

Gut zu erkennen: die Dortmunder Stadtteilmütter mit Tasche und rotem Schal. Foto: VKK Dortmund

Gut zu erkennen: die Dortmunder Stadtteilmütter mit Tasche und rotem Schal. Foto: VKK Dortmund

DORTMUND/BOCHUM - Seit dem 1. März 2011 beschäftigen sie sich mit den Themen Erziehung, Gesundheit, Ausbildung und Arbeit. Theoretisch. Jetzt startet für 20 Stadtteilmütter in Dortmund der praktische Teil des Projektes "Stadtteilmütter in NRW – Aktiv für Arbeit und Integration".

Seit dem 1. September sind die Frauen für zwölf Monate unter fachlicher Anleitung in ausgewählten Stadtteilen als Stadtteilmütter aktiv. Sie haben unterschiedliche Migrationshintergründe und vertreten eine große Bandbreite an Sprachen. Aktiv werden sie in Hörde, Scharnhorst und in der Nordstadt.

Zuwanderungsgeschichte erleichtert Zugang

Gerade mit ihrer Zuwanderungsgeschichte haben die Stadtteilmütter einen besseren Zugang zu anderen Migrantinnen, können leichter Kontakt aufnehmen, informieren und unterstützen. Zum Beispiel bei Behördengängen, Arztterminen oder indem sie Eltern bei schulischen Anlässen begleiten. Daneben helfen sie in bestehenden Elterncafés mit oder sind durch Spaziergänge im Stadtteil einfach präsent. Ausgestattet mit einem roten Schal und einer Tasche mit der Aufschrift "Stadtteilmütter" sind sie äußerlich gut erkennbar.

30 Stunden arbeiten die Stadtteilmütter pro Woche. Sie geben Informationen weiter, die sie während der Theorie-Phase erworben haben, und helfen Familien nicht-deutscher Herkunft dabei, sich besser in Deutschland orientieren und integrieren zu können.

Ziel: eine Vermittlung in den 1. Arbeitsmarkt

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung der Stadtteilmütter wird durch die Jobcenter finanziert und bietet den Teilnehmerinnen neue berufliche Perspektiven. Unterstützt werden sie von einem Jobcoach, der sie individuell durch die Projektzeit begleitet. Ziel ist es, durch die Qualifizierungs- und Beschäftigungsphase eine Vermittlung in den 1. Arbeitsmarkt zu erreichen.

Träger des Projektes "Stadtteilmütter" in Dortmund und Bochum ist das Diakonische Werk in Kooperation mit der Diakonie Ruhr. Finanziell gefördert wird es von der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit gemeinsam mit der Landesregierung, den Jobcentern und der Diakonie in den Städten Dortmund, Bochum und Essen unter der Koordination der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe.


 
 
 
 
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