14.07.11, Kategorie: Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Landeskirche

Religionsunterricht: Westfälische Experten in Belarus

Beitrag der Stärkung der zivilgesellschaftlichen Kräfte

In Weißrussland wird über die Einführung von orthodoxem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach diskutiert. Foto: iStockphoto.com

In Weißrussland wird über die Einführung von orthodoxem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach diskutiert. Foto: iStockphoto.com

WESTFALEN/WEISSRUSSLAND - Fachleute für den Evangelischen Religionsunterricht aus Westfalen haben in Weißrussland die kirchlichen Verantwortlichen in der Diskussion um die Einführung eines schulischen Religionsunterrichts unterstützt. Auf Einladung der weißrussisch-orthodoxen Kirche wirkten sie bis Mittwoch (13.7.) an einer dreitägigen Fachtagung mit, bei der auch die staatlichen Schulverwaltungen aus den verschiedenen Regionen Weißrusslands vertreten waren. In dem osteuropäischen Land gibt es eine öffentliche Diskussion über die Einführung von orthodoxem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach.

Dr. Ulrich Möller, Ökumenedezernent der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), erklärt dazu: „Gerade in der angespannten Lage in Weißrussland war es uns wichtig, die Kommunikation mit dem ökumenischen Partner nicht abreißen zu lassen.“ Schuldezernent Dr. Wolfram von Moritz ergänzt: „Mit dem fachlichen Austausch über den Religionsunterricht hoffen wir, einen Beitrag der Stärkung der zivilgesellschaftlichen Kräfte zu leisten.“ Das besondere Interesse der Partner richtete sich auf das Verhältnis von Staat und Kirche bei der Verantwortung für den Religionsunterricht in Deutschland. Von Moritz: „Religionsunterricht, wie wir ihn verstehen, hilft, einen eigenen Standpunkt zu finden und zu begründen. Er schärft das Gewissen und bereitet Jugendliche darauf vor, das Grundrecht auf freie Religionsausübung verantwortlich wahrzunehmen.“

An der Schlussveranstaltung der Tagung nahm auch der stellvertretende deutsche Botschafter Peter Dettmer teil. Er ermutigte beide Seiten, den begonnenen Dialog über die religiöse Bildung in der Schule fortzusetzen.

Mit der orthodoxen Kirche in Weißrussland verbindet die EKvW eine jahrzehntelange Partnerschaft.



 
 
 
 
Ansicht
 

Evangelische Kirche von Westfalen, Landeskirchenamt - Altstädter Kirchplatz 5 - 33602 Bielefeld
Fon (Zentrale): 0521 594-0 - Fax (Zentrale): 0521 594-129 - Landeskirchenamt@lka.ekvw.de - Impressum