Ökologische Politik bringt Wirtschaft nach vorne
Ministerpräsidentin Kraft: In der Verantwortung für die Schöpfung sind wir uns mit der evangelischen Kirche einig
Bielefeld/Westfalen. In der Ablehnung der Atomkraft sind sich die NRW-Landesregierung und die evangelischen Kirchen einig. Das hat Ministerpräsidentin Hannelore Kraft am Freitag (19.11.) vor der Westfälischen Landessynode in Bielefeld bekräftigt. Sie kündigte nicht nur eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke an, sondern auch ein Klimaschutzgesetz für Nordrhein-Westfalen.
Das sei unerlässlich, um die Grundlagen für eine ökologisch verantwortete Klimapolitik zu legen. Diese Politik, betonte die Ministerpräsidentin vor dem „Kirchenparlament“, werde die Wirtschaft nicht benachteiligen, sondern „mit ihr und durch sie kann und wird unsere Wirtschaft beispielhaft werden“. Die Synode der Evangelischen Kirche von Westfalen hatte sich mit Präses Alfred Buß am Donnerstag (18.11.) entschieden gegen längere Laufzeiten von Kernkraftwerken ausgesprochen. Dadurch, so Kraft, werde der Bundesregierung „einmal mehr deutlich, dass sie hier eine Politik auch gegen die Kirchen macht“. Die Ministerpräsidentin würdigte auch das ehrenamtliche Engagement in der evangelischen Kirche: „Es wäre nicht nur spürbar kälter, es wäre unerträglich kalt, wenn es nicht so viele Menschen gäbe, die immer wieder mehr tun. Da verhindert die ausgestreckte Hand soziale Kälte!“ Sie dankte ausdrücklich für diesen Einsatz, der zwar in der Kirche verwurzelt sei, aber „unserem Land und seinen Menschen zugute kommt“.
Fotostrecke: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft auf der Synode der EKvW
Audio: Grußwort von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (mp3)



