10.08.11, Kategorie: Aktuelle Nachrichten

Mission: Klima retten

Jugendcamp der Evangelischen Jugend Dortmund und Lünen bereitet westfalenweite Ausstellung vor

Ein Teil der Jugendlichen arbeitet an einer Foto- und Videodokumentation zum Thema Klima. Foto: Lübbers

Ein Teil der Jugendlichen arbeitet an einer Foto- und Videodokumentation zum Thema Klima. Foto: Lübbers

WERL - Ihre Mission: Das Klima retten – oder zumindest dazu beitragen. Für 34 Jugendliche aus fünf Nationen dreht sich derzeit in einem Sommercamp der Evangelischen Jugend Dortmund und Lünen alles um das Thema Klima. Auf dem Ponyhof Hilbeck in Werl beschäftigen sich die Jugendlichen aus Sambia, Sri Lanka, Italien, Irland und Deutschland in Bibelarbeiten, thematischen Einheiten und Workshops mit dem Thema Klimawandel.

„Ich lebe in einer Region, in der es keine Jahreszeiten gibt und in der es schon immer viel geregnet hat. Aber jetzt regnet immer heftiger. Wir spüren den Klimawandel“, erzählt die 16-jährige Kalaipriya aus Sri Lanka. Klima- und Umweltschutz gehe alle auf der Welt an und es sei interessant, wie andere Nationen mit den Fragen umgingen und welche Lösungen sie hätten.

Solarmodule zum selber bauen

Das Camp lebt von den Workshops. Kunst, Musik, Trickfilm und Video stehen auf dem Programm, genauso wie ein Solar-Workshop. Hier lernen die interessierten Jugendlichen ganz praktisch, was man mit Solarmodulen alles machen kann und wie man diese richtig anschließt. „Strom aus Solarenergie wäre für unser Land und dort vor allem für die ländlichen Regionen eine gute Lösung. Viele Menschen dort haben überhaupt keinen Strom“, erzählt der 25-jährige Messiah aus Sambia. Doch die Solar-Technik ist wenig verbreitet. „Wenn ich zurück bin, werde ich davon erzählen und mich dafür stark machen“, sagt der Jungunternehmer, der in seiner Heimat Häuser baut.

Ernsthaft bei der Sache

Auffällig ist die Ernsthaftigkeit, mit der die jungen Leute zwischen 16 und 27 Jahren bei der Sache sind. Natürlich kommt auch der Spaß nicht zu kurz, doch das Thema begleitet sie durch ihren Tag, und kommt beispielsweise auch bei den Mahlzeiten oder in der Freizeit zur Sprache. Neben der thematischen Arbeit steht der internationale Austausch im Vordergrund. Jede Delegation stellt ihr Land und dessen Klimaschutzmaßnahmen an einem Abend vor. „Das ist total interessant“, schwärmt Messiah.

Auch Jugendbildungsreferent Dirk Loose freut sich über die tollen Kontakte, die in der Gruppe entstanden sind. „Alle sprechen mit allen, es gibt keine Berührungsängste und alle vereint das Thema. Das Klimacamp ist ein Versuch, sich auf den Weg zu machen und andere mitzunehmen – hier funktioniert das auf jeden Fall.“

Wanderausstellung

Ziel des Camps ist die Erarbeitung einer Ausstellung, die am 17. September zum Start der Jugendklimakampagne der Evangelischen Jugend in Westfalen 2011-2013 vom Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Alfred Buß, in der Jugendkirche Dortmund-Wambel eröffnet wird und anschließend in allen Gestaltungsräumen zu sehen sein soll.


 
 
 
 
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