Klimaschutz: Evangelische Jugend wird aktiv
Jugendkampagne „Mission: Klima retten! powered by heaven“ von Präses Alfred Buß und Oberbürgermeister Ullrich Sierau eröffnet

Dortmunds Oberbürgermeister Sierau (vorne) und Präses Alfred Buß (hinten links) eröffneten gemeinsam mit 150 Jugendlichen die Kampagne "Mission: Klima retten". Foto: EKvW
Westfalen/Dortmund. Mit der Jugendkampagne „Mission: Klima retten! powered by heaven“ setzt die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) einen neuen Akzent. Am Samstag (17.9.) haben Präses Alfred Buß und Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau die Aktion eröffnet. In der Jugendkirche in Dortmund-Wambel gab es zum Auftakt ein buntes Programm.
Nicht nur Position beziehen, sondern auch handeln
„Beim Klimaschutz geht es um zukunftsfähige Versorgungssicherheit ebenso wie um den gerechten Zugang zu klimaverträglichen Energiequellen. Klimaschutz ist die Voraussetzung für faire Entwicklungschancen für die Menschen des Südens und nachfolgende Generationen“, erklärte Präses Buß als leitender Theologe der EKvW: „Deshalb beziehen wir als Kirche nicht nur Position, sondern richten unser Handeln danach aus. Die Jugendkampagne ist hier ein wichtiger Baustein. Wir unterstützen das Engagement von Jugendlichen für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit.“
Die westfälische Landeskirche hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Einsparvorgaben in allen Bereichen kirchlichen Handelns am Klimaschutz auszurichten. Das bedeutet eine Verminderung der CO2-Emissionen um 40 Prozent bis 2020 auf der Basis von 1990. Um dies zu erreichen, wird derzeit eine landeskirchliche Klimaschutzstrategie EKvW 2020 erarbeitet.
Zur Jugendkampagne, die von der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) mitverantwortet wird, gehören vielfältige Aktionsvorschläge zu Ernährung, Mobilität oder Energie. Ein Klima-Check, CO2-Fasten oder die „Suche nach dem Klimastar“ sind nur einige Beispiele.
Evangelische Jugend Dortmund als Vorreiter
Bei der Eröffnung in Dortmund probierten 150 Jugendliche und Erwachsene bei einem öko-fairen Brunch klimafreundliche Rezepte. Mit einer Fotoaktion stellten die Teilnehmenden dar, was sie für Klimaschutz machen und forderten mehr Engagement von Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft ein. Im Gottesdienst sangen die Soul-Teens aus Witten Gospel für Klimagerechtigkeit, Klimaexperten aus Tansania und Indonesien berichten von den Folgen des Klimawandels und Klimaschutzprojekten aus ihren Ländern. Jugendgruppen aus Westfalen präsentierten ihre Projekte für Klimaschutz, etwa eine Kampagne für ein freiwilliges Tempolimit „max.120 km/h auf Autobahnen“, eine Fahrrad-Demo für Klimaschutz, die Aktion „Yellow-Hand“ der Jugend aus Ahaus gegen die Atomenergie und politische Nachtgebete für die Energiewende.


