30.06.11, Kategorie: Aktuelle Nachrichten, Kirchenkreise, Landeskirche

Klaus von Stieglitz gestorben

Evangelische Kirche trauert um ehemaligen Superintendenten

Superintendent i.R. Dr. Klaus von Stieglitz. Foto: VKK Dortmund

Superintendent i.R. Dr. Klaus von Stieglitz. Foto: VKK Dortmund

DORTMUND - Die Vereinigten Kirchenkreise Dortmund und der Kirchenkreis Dortmund-Mitte-Nordost trauern um Superintendent i.R. Dr. Klaus von Stieglitz. Er starb am 27. Juni im Alter von 87 Jahren in Dresden.

Am 9. April 1924 geboren beschloss Klaus von Stieglitz bereits in seiner Kindheit Pfarrer zu werden. Seine Familie bestärkte ihn in diesem Entschluss. Nach der Volksschule besuchte von Stieglitz das Gymnasium in Dresden. Seine, wie er später selbst formulierte, „schrecklichen Erfahrungen als Soldat in Russland“ bekräftigten sein Vorhaben, Theologie zu studieren. „Wir wollten damals unseren Beitrag zum inneren Wiederaufbau leisten.“

Im Sommer 1945 arbeitete er in Bethel. „Damals hielt ich dort bibbernd meine ersten Andachten“, erinnerte sich von Stieglitz später. Er begann sein Studium Ende 1945 an der Theologischen Schule in Bethel, studierte in Göttingen und Basel. Nach seinem Vikariat und Hilfsdienst in Münster wurde er Gemeindepfarrer in Dortmund-Heliand. 1952 wurde er zum Pfarrer ordiniert. 1955 promovierte Klaus von Stieglitz, der von 1955 bis zu seinem Ruhestand Gemeindepfarrer in Dortmund-Heliand war.

Klaus von Stieglitz war von 1964 bis zu seinem Ruhestand Superintendent des damaligen Kirchenkreises Dortmund-Mitte, von 1972 bis 1988 Mitglied der Kirchenleitung und von 1973 bis 1991 Präses der Vereinigten Evangelischen Mission. Ende der siebziger Jahre initiierte er die  Partnerschaft mit der Methodistischen Kirche von Sri Lanka, die bis heute anhält. Dabei machte er sich für die Idee stark, eine gleichberechtigte Verbindung „auf Augenhöhe“ einzugehen.

Die Gemeinschaft mit Christen in anderen Ländern, gelebte Ökumene, waren ihm  ein besonderes Anliegen. Deshalb freute er sich besonders, seine Verabschiedung in den Ruhestand am 30. September 1988 in der St. Reinoldi-Kirche in Anwesenheit einer Delegation aus Sri Lanka begehen zu können. Superintendent i.R. von Stieglitz lebte in den letzten Jahren in seiner Geburtsstadt Dresden.

Bei allen offiziellen Verpflichtungen war er immer mit Herz und Seele Pfarrer seiner Gemeinde. „Meine Familie und die Gemeinde waren die Kraftquelle und der ruhende Pol für meine Arbeit“, urteilte er. Er und seine Frau waren bekannt für ihre Gastfreundschaft und ihre Herzlichkeit. Von Stieglitz begleitete die Menschen, die ihm in seiner Führungsposition anvertraut waren, als behutsamer Seelsorger.

„Wir danken Gott für das, was er uns mit Klaus von Stieglitz gegeben hat, und vertrauen ihn Gottes Güte an“, so Paul-Gerhard Stamm, VKK-Vorstandsvorsitzender und Superintendent des Kirchenkreises Dortmund Mitte-Nordost.



 
 
 
 
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