Kaffee, Kakao und Fußbälle
Fair-Handels-Initiative TransFair feiert 20. Geburtstag
KÖLN/WESTFALEN - Die Siegelinitiative TransFair, die sich für die Förderung des fairen Handels mit Entwicklungsländern einsetzt, feiert am 1. Januar ihren 20. Geburtstag. Heute sei Fairtrade im Handel zu einem festen Bestandteil glaubwürdiger Strategien der Unternehmensverantwortung geworden, sagte der Vorstandsvorsitzende von TransFair e.V., Heinz Fuchs, am Dienstag in Köln. In Deutschland bieten 200 Firmen rund 2.000 Fairtrade-Produkte von Kaffee und Kakao bis hin zu Fußbällen an, die in 36.000 Geschäften erhältlich sind.
Als unabhängiger Verein handelt TransFair nicht selbst mit Waren, sondern vergibt in Deutschland das blau-grün-schwarze Fairtrade-Siegel an Importeure und Händler, die die Standards des fairen Handels erfüllen. Ins Leben gerufen wurde TransFair am 1. Januar 1992 von einem Bündnis kirchlicher Hilfswerke und Entwicklungsorganisationen. "Damit wurde ein alternatives Handelsmodell entwickelt, das es umfassend ermöglicht, fair gehandelte Waren in den konventionellen Strukturen des Handels anzubieten und für mehr Menschen zugänglich zu machen", sagte Fuchs.
Bei Fairtrade erhalten Kleinbauern-Organisationen faire Preise für ihre Produkte und Arbeiter auf den Plantagen gute Arbeitsbedingungen. Seit der Gründung vor 20 Jahren sind nach Angaben von TransFair 2,1 Milliarden Euro mit Produkten aus fairem Handel umgesetzt worden. Rund 400 Millionen Euro davon flossen als Direkteinnahmen an die Produzenten in den Ländern des Südens.
Aktuell profitieren den Angaben zufolge 1,2 Millionen Menschen von Fairtrade. Sie will TransFair im Jubiläumsjahr in den Mittelpunkt stellen. Unter dem Motto "Jedes Produkt hat ein Gesicht" soll jeden Monat eine andere persönliche Lebensgeschichte zeigen, wie eng Produkt und Produzent verknüpft sind.



