Herrnhuter Losungen

Unsre Missetaten stellst du vor dich, unsre unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesicht.
Psalm 90,8

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt.
1.Johannes 1,8-9

Losung für den 23. 7. 2014

25.12.12, Kategorie: Aktuelle Nachrichten, Landeskirche, Pressemitteilungen

„Ihr Dienst bekommt an diesem Tag besondere Würde“

Präses Kurschus besucht Feuerwehrleute und Krankenpfleger

Weihnachtsgeschenk: Die Präses brachte für alle Stationen des Hauses Gilead I ein Päckchen mit Kaffee und Plätzchen. Foto: EKvW

Weihnachtsgeschenk: Die Präses brachte für alle Stationen des Hauses Gilead I ein Päckchen mit Kaffee und Plätzchen. Foto: EKvW

BIELEFELD/WESTFALEN - Feuerwehrleute und Krankenpfleger: zwei Beispiele für Berufe, die auch an Weihnachten arbeiten. Die westfälische Präses Annette Kurschus hat ihren notwendigen Dienst gewürdigt. Die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen besuchte am 24. Dezember in Bielefeld die Hauptwache der Feuerwehr und die Schlaganfallstation des Krankenhauses Gilead I in Bethel.

Feuerwehr: Andere, die feiern, können sich sicher fühlen

„Ihr Dienst bekommt an diesem Tag eine besondere Würde“, sagte Kurschus zu den rund 30 Feuerwehrleuten, die in der Hauptwache Dienst taten: „Andere, die feiern, können sich sicher fühlen.“ Amtsleiter Rainer Kleibrink, sein Stellvertreter Hans-Dieter Mühlenweg und der diensthabende Wachführer Heinz-Hermann Zöllner begrüßten die Präses ebenso wie die Umweltdezernentin der Stadt Bielefeld, Anja Ritschel. Der Bielefelder Pfarrer für Notfall- und Feuerwehrseelsorge Hermann Rottmann umrahmte mit vier Schülern den Besuch musikalisch: Auf Trompete, Geigen, Cello und Posaune erklangen Weihnachtslieder.

Zur Berufsfeuerwehr gehören 310 Feuerwehrleute; hinzu kommen 850 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Im Durchschnitt kommt es alle 13 Minuten zu einem Einsatz.

Intensivpflege: Mit Leid umgehen

Im Krankenhaus Gilead I erfuhr die Präses einiges über den Alltag auf der Intensivstation für Schlaganfallpatienten. Der Pflegerische Abteilungsleiter Jürgen Paepenmöller beschrieb den „ganz besonderen Geist“ des Hauses, das zum Evangelischen Krankenhaus Bielefeld (EvKB) gehört. Das zeige sich nicht nur im kollegialen Umgang miteinander, sondern auch in der Auseinandersetzung mit ethischen Fragen. Welche medizinische Entscheidung ist bei Schwerkranken richtig? Was sollte man tun oder lassen? Nach Überzeugung von Oberarzt Dr. Christoph Hagemeister ist es – in Abstimmung mit den Angehörigen – nicht immer geboten, alle Möglichkeiten der ärztlichen Kunst bis zum Letzten auszuschöpfen. Hier seien Patientenverfügungen hilfreich. Im EvKB ist das Muster einer solchen Verfügung entwickelt worden.

Pfleger Klaus Gottspenn ist Spezialist für die schwierigen Fragen, die damit zusammenhängen, und berät Angehörige todkranker Patienten.
Die Pflegekräfte erzählten der Präses auch, wie sie persönlich mit dem Leid umgehen, dem sie in ihrer Arbeit ausgesetzt sind. David Treff beschrieb die notwendige professionelle Trennung: Sie schützt davor, sich selber aufzureiben. „Ich kann mitfühlen, aber ich sollte nicht mitleiden“, brachte er es auf den Punkt.

Pro Jahr werden auf der Schlaganfallstation in Gilead I rund 1.400 Patientinnen und Patienten mit einem Schlaganfall therapiert.


 
 
 
 
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