18.07.11, Kategorie: Aktuelle Nachrichten, Kirchenkreise

Gottes Gerechtigkeit in der heutigen Zeit

Paderborner Religionskurs gewinnt Preis der westfälischen Landeskirche

Ausgezeichnet: Superintendentin Anke Schröder (2. von links) übergab den Preis an den Religionskurs von Schulpfarrer Christoph Röthemeyer (3. v. l.). Foto: EKP/Oliver Claes

Ausgezeichnet: Superintendentin Anke Schröder (2. von links) übergab den Preis an den Religionskurs von Schulpfarrer Christoph Röthemeyer (3. v. l.). Foto: EKP/Oliver Claes

PADERBORN - In einer Videoarbeit, einem Hörspiel und einer dazu erstellten abstrakten Zeichnung hat sich der Religionskurs der Klasse 12b von Pfarrer Christoph Röthemeyer an der Fachoberschule Gestaltung des Helene-Weber-Berufskollegs in Paderborn mit dem Thema Gerechtigkeit auseinandergesetzt. Mit den kreativen Ergebnissen beteiligte sich der Kurs am diesjährigen Schülerwettbewerb „Entdecken und Verstehen im Evangelischen Religionsunterricht“ der Evangelischen Kirche von Westfalen. Dafür wurde er in der Kategorie „Gemeinschaftsarbeit von Klassen, Kursen oder Gruppen der Jahrgangsstufen 10 bis 12 bzw. 11 bis 13 der Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs“ mit den zweiten Preis in Höhe von 370 Euro ausgezeichnet.

Die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn, Anke Schröder, übergab den Preis jetzt im Rahmen der Abschlussfeier des Helene-Weber-Berufskollegs in der Maspern-Sporthalle. „Die biblische Geschichte haben sie souverän in die heutige Zeit versetzt. Solch eine Umsetzung gelingt nur, wenn man die Geschichte wirklich verstanden hat“, lobte Schröder. Sowohl die inhaltliche Umsetzung des Themas wie auch die Gestaltung hätten die Jury der Landeskirche überzeugt. Insgesamt wurden in dieser Kategorie ein zweiter Platz, zwei dritte Plätze und zwei Sonderpreise vergeben.

"Lasst uns den Weg der Gerechtigkeit gehen...!"

Zum Thema des Wettbewerbs „Lasst uns den Weg der Gerechtigkeit gehen...!“ arbeiteten die 13 Schülerinnen und Schüler von Schulpfarrer Christoph Röthemeyer in drei Gruppen. Eine übertrug das biblische Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lukas 15,11-32)  in die heutige Zeit und drehte den Film „Die verlorene Tochter“.

Dieser erzählt das Gleichnis, das zeigt, wie Gott mit den Menschen umgeht und was er von ihnen erwartet, in einer aktuellen Version. Eine junge Frau verlässt ihre Mutter und Schwester im Streit, bringt ihr Geld beim Shoppen durch, kehrt zurück und wird von ihrer Familie wieder aufgenommen. Die zweite Gruppe produzierte ein Hörspiel über ungerechtes Verhalten, das ein Junge im Laufe eines Tages empfindet, aber auch selbst gegenüber anderen zeigt.

Beim Abspielen des Hörspiels wurde ein abstraktes Wegbild gezeichnet. Die Linien des Bildes entsprachen Aktionen im Hörspiel, bei Konfliktsituationen entstanden auf dem Bild Knotenpunkte. In einer dritten Gruppe kümmerten sich Mitglieder beider Gruppen um die technische Umsetzung und Realisation.

Viele eigene Ideen eingebracht

„Die Schülerinnen und Schüler haben sehr viele eigene Ideen eingebracht und sich sehr engagiert“, berichtet Religionslehrer Pfarrer Christoph Röthemeyer. Es sei zum Beispiel ein großer Aufwand gewesen, das Hörspiel mit dem Wegbild zu realisieren. „Es hat aber allen sehr viel Spaß gemacht.“ Und obwohl er überzeugt gewesen sei, dass die Schüler eine tolle Leistung erbracht hätten, sei er von der Auszeichnung dann doch überrascht worden.

"Die (h)eilige Familie"

Mit dem jährlich ausgeschriebenen Schülerwettbewerb möchte die Evangelische Kirche von Westfalen nicht nur zu qualifizierten Leistungen im Religionsunterricht anregen. Es geht auch um Spaß an der Bibel, Neugier für die Recherche und Kreativität in der Umsetzung des Entdeckten. Insgesamt beteiligten sich in diesem Schuljahr rund 240 Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen (Sekundarstufe I und Oberstufe) mit 27 Beiträgen in den Kategorien Einzel- und Gemeinschaftsarbeiten. Der nächste Schülerwettbewerb für das Schuljahr 2011/2012, der in Kürze ausgeschrieben wird, steht unter dem Motto „Die (h)eilige Familie - Leben zwischen Anspruch und Wirklichkeit“.



 
 
 
 
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