18.11.11, Kategorie: Aktuelle Nachrichten, Landeskirche, Pressemitteilungen, Synode 2011

Für einen nachhaltigen Umbau des Energiesystems

Landeskirche begrüßt Atomausstieg / Nachhaltige Energieversorgung gefordert

Die Landessynode begrüßt den Ausstieg aus der Atomenergie. Foto: iStockphoto.com

Die Landessynode begrüßt den Ausstieg aus der Atomenergie. Foto: iStockphoto.com

BIELEFELD/WESTFALEN - Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) begrüßt den Ausstieg aus der Atomenergie und die von der Bundesregierung angekündigte ergebnisoffene Suche nach einem Atommüllendlager. Da das jedoch nur „ein erster Schritt zu einer generationenverträglichen, nachhaltigen Energieversorgung“ sein könne, müsse jetzt der nachhaltige Umbau des Energiesystems vorangebracht werden. Das forderte das westfälische „Kirchenparlament“ am Freitagmorgen (18.11.) zum Abschluss seiner fünftägigen Landessynode in Bielefeld-Bethel.

Landes- und Bundesregierung werden gebeten, den Umbau der Energieversorgung sozial- und umweltverträglich zu gestalten. Dabei müssten Wirtschaft und Zivilgesellschaft mit ihren Kompetenzen bei der Konzeptentwicklung beteiligt werden. Der Umbau des Energiesystems verlange klare energiepolitische Weichenstellungen, die Planungs- und Investitionssicherheit in Deutschland und Europa schaffen. Daher forderte die Landessynode unter anderem auch die verbindliche Festsetzung nationaler Klimaschutzziele.

Darüber hinaus begrüßt die Landessynode den Entwurf des „Klimaschutzgesetzes NRW“ und bittet den Landtag, das Gesetz zeitnah zu verabschieden. Angeregt wird auch die Gründung eines Begleitforums „Wirtschaft und Zivilgesellschaft für Klimaschutz“: Es soll die gesellschaftliche Beteiligung bei der Entwicklung und Umsetzung des Klimaschutzplans NRW stärken; die Interessensgegensätze zwischen Ökonomie und Ökologie bearbeiten und Blockaden überwinden; sowie einen nachhaltigen, sozialverträglichen Strukturwandel und den Aufbau einer „green economy“ in NRW fördern.

„Klimaschutz und Klimagerechtigkeit“, so der Beschluss der Landessynode, „werden nur durch das gemeinsame Engagement von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vorankommen. Ein maßvoller Umgang mit Energie, ein nachhaltiger Lebensstil und der damit verbundene Wertewandel sind dafür grundlegend.“


 
 
 
 
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