Eine Investition in die Zukunft der Kinder
Evangelische Kirchen in Nordrhein-Westfalen begrüßen Schulkonsens

Die drei Landeskirchen in NRW begrüßen die neu gestaltete Schulstruktur. Statt jahrelang über Konzepte zu diskutieren, können sich die Schulen jetzt auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren: das Lehren. Foto: iStockphoto.com
DÜSSELDORF/BIELEFELD/DETMOLD - Die evangelischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen begrüßen, dass die drei großen Landtagsfraktionen auf der Grundlage der Ergebnisse der Bildungskonferenz einen tragfähigen Kompromiss für das Schulsystem in NRW gefunden haben: Darin hat die Politik gute Arbeit geleistet. Der schulpolitische Konsens nimmt wesentliche Forderungen landeskirchlicher Stellungnahmen auf. Es besteht nun die Hoffnung, dass langfristige Planungen möglich werden und die Träger die notwendige Rechtssicherheit erhalten. Lehrerkollegien, Eltern, Schülerinnen und Schülern bleibt in den kommenden Jahren ein kraftraubender Streit um das beste Konzept erspart. Die Schule kann sich auf ihre eigentliche pädagogische Aufgabe konzentrieren.
Die neu zu schaffende Sekundarschule stellt eine interessante neue Schulform dar, die Elemente des Modellversuchs Gemeinschaftsschule aufnimmt. Sie ist die richtige Antwort auf den Rückgang der Schülerzahlen. So kann die weiterführende Schule auch in ländlichen Gebieten und in Kleinstädten vor Ort bleiben und das mit einem differenzierten Angebot, das hilft, die Vielfalt der Begabungen zu entfalten. Damit wird dem kirchlichen Anliegen, Bildungsgerechtigkeit zu fördern und längeres gemeinsames Lernen zu ermöglichen, Rechnung getragen.
Nun bleibt abzuwarten, ob die neue gestaltete Schulstruktur auch die finanzielle Ausstattung erfährt, die notwendig ist, um an allen Schulen die hohen Ziele der individuellen Förderung, der Weiterentwicklung des Ganztags und der Inklusion voranzubringen. Unabhängig von Fragen des gegliederten oder integrierten Schulsystems wäre dies eine Investition in die Zukunft unserer Kinder.
Für die drei Landeskirchen:
Landeskirchenrat Dr. Wolfram von Moritz, Evangelische Kirche von Westfalen
Oberkirchenrat Klaus Eberl, Evangelische Kirche im Rheinland
Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann, Lippische Landeskirche


