Ein Vorarbeiter und Vordenker geht
Evangelischer Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten verabschiedet seinen Verwaltungsleiter

Superintendent Detlef Mucks-Büker (links) ehrte den scheidenden Verwaltungsleiter Volker Stork mit der bronzenen Plakette des Kirchenkreises. Foto: Bugzel
GLADBECK - Mit einem festlichen Gottesdienst und einem anschließenden Empfang verabschiedete der Evangelische Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten seinen langjährigen Verwaltungsleiter Volker Stork (Gladbeck). Der Kirchenverwaltungsdirektor trat nach insgesamt 47 Jahren im kirchlichen Dienst in den Ruhestand.
„Du bist nun frei. Wir entbinden Dich von allen Pflichten“, sagte Superintendent Detlef Mucks-Büker. Für Volker Stork sei dies ein Abschied von großer Verantwortung und aus zahlreichen unterschiedlichen Arbeitsfeldern und kirchenleitenden Gremien, in die der scheidende Kirchenbeamte eingebunden war. Seit 1975 leitete Stork die Verwaltung des Kirchenkreises, seit 2002 übernahm er auch die Verwaltungsleitung des Kirchenkreises Recklinghausen.
„Wir danken Dir heute für die große Verantwortung, die Du im Leitungsamt übernommen hast, für Deine Erfahrung, Kompetenz, Gelassenheit und die Vorbildfunktionen gegenüber den Mitarbeitenden in den Kirchenkreisen“, sagte Mucks-Büker, der Volker Stork für seine besonderen Verdienste mit der bronzenen Plakette des Kirchenkreises auszeichnete.
Volker Stork werde mit dem Eintritt in den Ruhestand zum Versorgungsfall, scherzte Klaus Winterhoff. Der Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen überbrachte den Dank und die Grüße der westfälischen Landeskirche. Als Mitglied des ständigen Finanzausschusses der Landeskirche und des Aufsichtsrates der KD-Bank für Kirche und Diakonie habe Stork stets hohes Fachwissen, Kompetenz und Loyalität für die gesamte Kirche bewiesen.
Für den Kirchenkreis Recklinghausen dankte Superintendent Peter Burkowski dem scheidenden Verwaltungsleiter für „die offene und sachliche Atmosphäre, sein Vertrauen und seine große Gelassenheit“. In Anspielung auf die zahlreichen Abendsitzungen in den Gremien der Kirchenkreise zitierte Burkowski Martin Luther mit den Worten: „Gott will keine faulen Müßiggänger. Der Mensch ist zur Arbeit geboren wie der Vogel zum Fliegen.“ Es sei eine gute Zeit mit Volker Stork gewesen, „jetzt lass los und überlass das Gelingen den anderen.“
Seinen Dank und die Grüße der Gemeinden des Kirchenkreises überbrachte Pfarrer Uwe Hildebrandt. Als Vorarbeiter und Vordenker habe Stork als „Vater des Kirchenkreises“ immer eine ordnende Hand bewiesen und den Kirchengemeinden mit Rat und Tat zur Verfügung gestanden, auch „im Teilen der Sorgen für die Zukunft“. „Volker Stork hat uns zum vernünftigen Sparen erzogen und stand uns bei allen Strukturveränderungen und Rechtsfragen zur Seite.“ Auch die Altsuperintendenten des Kirchenkreises, Helmut Disselbeck und Gerd Lautner, danken Stork für die langjährige Zusammenarbeit und das gute Betriebsklima, sein „offenes Interesse an anderen Menschen und Meinungen und seine Begeisterung für die Region“.
Als er 1975 nach Gladbeck kam, habe er viele Freunde gefunden, erinnerte sich Volker Stork. „Das hat mir und meiner Familie sehr geholfen und den Dienst angenehm gemacht“, sagte der gebürtige Ostwestfale. Er dankte seinen Mitarbeitenden für den Rückhalt und die gemeinsame schöne Zeit in den Kreiskirchenämtern. Volker Storks Nachfolge als Verwaltungsleiterin hat Conny Hölig übernommen. (Werner Bugzel)


