04.07.11, Kategorie: Aktuelle Nachrichten, Landeskirche, Kirchengemeinden

Ein Dankeschön zum Aufatmen

600 Bezirksfrauen aus ganz Westfalen haben den Landesverband der Frauenhilfe besucht

Blick ins Plenum: die Teilnehmerinnen des Oasentages hatten Gelegenheit zum Aufatmen und Auftanken. Foto: Frauenhilfe.

Blick ins Plenum: die Teilnehmerinnen des Oasentages hatten Gelegenheit zum Aufatmen und Auftanken. Foto: Frauenhilfe.

SOEST/WESTFALEN - "Wer hätte das gedacht, dass wir so viele und so verschieden sind..." meinte eine der 600 Frauen am Ende des Tages. Und eine andere sagte zum Abschied: "Danke, dass Sie uns "groß gemacht" haben! Danke für diesen gelungenen Tag der heilsamen Ruhe!" Unter dem Motto "Komm, lass dieses Fest nicht enden, in dem wir einen Anfang sehen" hatte die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen Bezirksfrauen nach Soest eingeladen, um ihnen für ihre Arbeit Danke zu sagen.

Vom 30. Juni bis zum 3. Juli konnten die Frauen in der Tagungsstätte in Soest einen Tag zum Aufatmen für die Seele erleben. Bezirksfrauen aus den Regionen Bielefeld, Bochum, Buer-Horst, Dortmund, Gelsenkirchen, Gladbeck-Bottrop, Gütersloh, Hagen, Hamm, Hattingen-Sprockhövel, Herford, Höxter, Iserlohn, Lüdenscheid-Volmetal, Münster, Recklinghausen, Schwerte, Siegen, Soest, Steinfurt-Ahaus, Unna, Vlotho und Wattenscheid waren der Einladung gefolgt.

Nach der Begrüßung und einem kurzen Impuls durch die Vorsitzende Christel Schmidt (Ahaus) und durch die stellvertretende Vorsitzende Barbara Mengel (Vlotho), tauschten sich die Gäste in Gruppen über ihre Erfahrungen als Bezirksfrauen aus, sangen unter erfahrener Anleitung, erkundeten die Neuerungen auf dem Gelände des Landesverbandes, und aßen gemeinsam zu Mittag.

Zum Abschluss wurde ein Gottesdienst gefeiert, den die Pfarrerinnen Katja Jochum, Birgit Reiche, Lindtraud Belthle-Drury und Angelika Weigt-Blätgen leiteten. Sie thematisierten Sehnsuchtsorte und Sehnsuchtsworte als Oasen, Rastplätze bzw. "Erdbeer-Momente" sowie Lebens- und Zukunftsängste - symbolisiert über "Tiger" und Mäuse" in einer Weisheitsgeschichte aus dem Orient. "Mögen Tiger und Mäuse auch über Sie wenig Macht haben, so dass eine jede von Ihnen ganz oft eine Erdbeere in ihrer vollen Köstlichkeit schmecken kann!", fasste eine der Gäste das Erlebte zusammen.

Bezirksfrauen arbeiten überwiegend im gemeindlichen Besuchsdienst, stellen erste Kontakte zu Neuzugezogenen her, besuchen Kranke und einsame Frauen und lassen sie durch ihren Dienst am Gemeindeleben teilhaben. Oft stellen gerade Bezirksfrauen entscheidende Weichen: durch Weitergabe von Informationen, durch konkrete Hilfen oder Vermittlung von Hilfeangeboten.

Bezirksfrauen arbeiten mit viel Phantasie und unbürokratisch in verschiedenen Aufgabengebieten je nach Bedarfslage und individuellen Fähigkeiten. Das Spektrum ist groß und erstreckt sich von der Mithilfe bei der Gestaltung von Gottesdiensten und Feiern über das Backen von Kuchen bis hin zur seelsorgerlichen Begleitung. Eine Bezirksfrau ist demnach Kontaktperson, Vertrauensperson, Seelsorgerin, Helferin, oft Sammlerin, Mitarbeiterin der Kirchengemeinde und immer Vertreterin der Frauenhilfe. Jedes 10. Mitglied der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen übt das Amt der Bezirksfrau aus.




 
 
 
 
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